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Gibt es unterschiedliche Erdgasarten?

Je nach ihrer Herkunft und chemischen Zusammensetzung haben die Gasarten einen unterschiedlichen Energiegehalt, den so genannten Brennwert. Der Brennwert wird in Kilowattstunden pro Kubikmeter gemessen und schwankt insgesamt zwischen 8,4 kWh/m³ und 13,1 kWh/m³.

Die Gasarten werden unterteilt in L-Gas und H-Gas. „L“ steht dabei für „Low Caloric“ ("kalorienarm" d.h. niedrigerer Energiegehalt) - der Brennwert beträgt rund 10 kWh/m³. „H“ steht für „High Caloric“ ("kalorienreich" d.h. höherer Energiegehalt) - der Brennwert beträgt etwa 11,5 kWh/m³.

In den Niederlanden und Deutschland wird überwiegend L-Gas gefördert, in Norwegen und den GUS-Staaten in der Regel H-Gas. Die Versorgung mit H-Gas oder L-Gas in Deutschland richtet sich nach der Region, in der sich der Haushalt befindet.

Für den Verbraucher ist es unerheblich, welche Gassorte (H oder L) er bezieht. Denn der Gasverbrauch eines Haushaltes berechnet sich nach dem Brennwert des gelieferten Gases, so dass Bezieher von L-Gas gegenüber Beziehern von H-Gas nicht benachteiligt werden. 

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