Was passiert gerade am Energiemarkt?

Erfahre hier alles zu den Hintergründen der aktuellen Entwicklungen.

Die aktuelle Situation auf dem Energiemarkt wird häufig als „historisch“ bezeichnet. Das heißt, dass es sie in dieser Form bisher noch nie gegeben hat. Auch für uns, als dein Energieversorger, ist diese Situation sehr herausfordernd.

Für uns heißt das vor allem, dass die Energiepreise an den Märkten tageweise oft sehr schwanken und die Beschaffung dadurch deutlich teurer geworden ist. Aber was bedeutet die Situation konkret für dich als Verbraucher und Kunde? Und wie konnte es zu den aktuellen Preisen kommen?

Nachfolgend geben wir dir einen kompakten Überblick über die Hintergründe und erklären dir, warum Privathaushalte in dieser Ausnahmesituation besonderen Schutz genießen und warum du gegebenenfalls jetzt deinen Abschlag anpassen solltest.

Keine Sorge, deine Energieversorgung als E WIE EINFACH-Kunde ist gesichert und wir stehen dir als starker Partner zur Seite.

Wie kam es zu dieser Ausnahmesituation?

Anstieg der Energiemarktpreise seit Herbst 2021

Am Energiemarkt herrschen herausfordernde Zeiten. Die beispiellose Entwicklung hat schon im vergangenen Herbst angefangen, als die Beschaffungspreise für Gas merklich anzogen haben. Der Grund: Die weltweite konjunkturelle Erholung hatte die Nachfrage nach Gas angekurbelt. Zusätzlich gab es – wie vor jedem Winter – eine verstärkte Nachfrage aufgrund der Witterung.

Dazu kam, dass der Anstieg der Gaspreise auch Auswirkungen auf die Beschaffungskosten für Strom hatte, sodass letztlich auch die Strompreise anzogen. Somit hatten wir also schon im letzten Jahr eine außergewöhnliche Marktsituation, die sich Anfang 2022 zunächst aber auch wieder etwas beruhigt hat. Mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine hat sich die Marktlage jedoch wieder deutlich zugespitzt, so dass die Preise für Gas im März 2022 einen historischen Höchststand erreicht haben.

Wir beschaffen den Großteil der Energiemengen sehr langfristig - für die nächsten zwei bis vier Jahre - im Voraus, um dir stabile Preise garantieren und kurzfristige Schwankungen auf dem Markt ausgleichen zu können. Dadurch konnten wir lange die bereits im Herbst einsetzende Ausnahmesituation abfedern und die Auswirkungen für dich gering halten. Um dir in der oben beschriebenen Situation weiterhin als zuverlässiger Energiepartner zur Seite stehen zu können, ist es uns inzwischen aber nicht mehr komplett möglich, die Marktsituation von dir fernzuhalten und wir können Preisanpassungen nicht gänzlich vermeiden.

Wer hat Einfluss auf die Energiepreise?

Auf dem Energiemarkt gibt es viele Akteure – und tatsächlich haben davon nur einige einen wirklichen Einfluss auf die Energiepreise. Hast du dich z.B. schon einmal gefragt, wie der Strom in deine Steckdose kommt? Die Vermutung liegt nahe, dass wir, als dein Energieversorger, mit dem du einen Vertrag abgeschlossen hast, dafür zuständig sind. Dem ist aber nicht so: Energieerzeugung, -beschaffung und -transport werden von unterschiedlichen Unternehmen am Energiemarkt übernommen. Tatsächlich sind die Marktzusammenhänge weit komplexer, als es auf den ersten Blick scheint.

Wir übernehmen für dich die Beschaffung an den Energiemärkten, erzeugen aber selbst keine Energie. Die von uns gekauften Energiemengen machen jedoch nur einen Bruchteil der an den Großhandelsmärkten gehandelten Mengen aus und wir haben keinen Einfluss auf den Beschaffungspreis. Natürlich versuchen wir immer, Energie zu einem guten Preisniveau für dich einzukaufen.

In Deutschland kommt dann noch hinzu, dass ein Großteil des Energiepreises aus Steuern, Abgaben und Netzentgelten besteht.

Im vergangenen Jahr wurden 62 % des Strompreises durch Steuern, Abgaben und regulierte Netzentgelte bestimmt. Bei Gas lag der Wert bei 39 %. Vor dem Anstieg der Beschaffungspreise waren diese Werte bei Strom und Gas sogar noch höher. Ein bedeutender Anteil der Energiepreise entfällt also auf staatliche Abgaben und Umlagen.

Notfallplan Gas: Sind Haushalte besonders geschützt?

Ja, als Privathaushalt bist du in Deutschland besonders geschützt. Selbst wenn es zu einer Knappheit von Gas käme, hat der Gesetzgeber einen genauen Notfallplan erarbeitet, der es äußerst unwahrscheinlich macht, dass Privathaushalte von dieser Knappheit betroffen wären.

Diesen Notfallplan hat die Bundesregierung nun auch bereits in Anspruch genommen und am 30.3. die Frühwarnstufe des Notfallplans Gas ausgerufen. Wir unterstützen diese Entscheidung, da wir uns in der aktuellen Situation als dein zuverlässiger Energiepartner vorsorglich auf viele denkbare Szenarien vorbereiten müssen. Die Frühwarnstufe, in der wir uns nun befinden, erleichtert diese Vorbereitungen für alle Akteure auf dem Energiemarkt sowie die verantwortlichen Stellen in Politik und Verwaltung.

Was bedeutet das für dich als Verbraucher?

Der Notfallplan Gas beinhaltet drei Eskalationsstufen und erst wenn die allerletzte Eskalationsstufe, die sogenannte Notfallstufe, erreicht ist, kann die Gasversorgung reduziert oder unterbrochen werden. Private Haushaltskunden, soziale Einrichtungen (wie z. B. Krankenhäuser) und Gaskraftwerke unterliegen dabei einem besonderen Schutz. Als Privatkunde musst du daher nichts unternehmen.
Zusätzlich ist die Gasversorgung laut Bundesnetzagentur aufgrund der gespeicherten Vorräte und anderer Faktoren für die kommenden Monate sichergestellt. Selbst für den Fall, dass die Bundesregierung die Notfallstufe ausrufen muss, ist es laut Experten äußerst unwahrscheinlich, dass Haushaltskunden im kommenden Winter kein Gas zur Verfügung gestellt wird.

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