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Eine lächelnde Frau hält eine leuchtende Glühbirne in der Hand

Tipps & Infos zum
Energie sparen

Energie sparen, aber richtig!

Deckel drauf, Stoßlüften, der letzte macht das Licht aus – haben wir alle schon gehört und auch wenn die Hinweise richtig sein mögen, da muss doch mehr gehen. Was spart denn nun wie viel Energie?

In diesem Artikel haben wir einige Themen für dich aufbereitet – ließ dir alles in Ruhe durch oder spring einfach direkt auf das Thema, dass dich am meisten interessiert. Und, ja, auch wir haben die Klassiker des Energiesparens aufgelistet, denn nur weil manch einer diese schon auswendig kennt, verlieren diese Tipps ja nicht ihren Anspruch auf Richtigkeit.

Weitere Tipps zum Energiesparen im Haushalt findest du hier.

Energie sparen bei steigenden Kosten besonders sinnvoll!

Zur Einordnung: Dieser Artikel ist 2022 entstand, also in dem Jahr in dem ein rasanter Anstieg der Energiekosten am Markt zu sehen und in den Portemonnaies der Verbraucher zu spüren war. Energiesparmaßnahmen waren um ehrlich zu sein schon immer sinnvoll, denn je weniger Strom verbraucht wird umso weniger muss erzeugt werden. Und da 2022 noch ein bedeutender Anteil der Stromerzeugung durch das Verbrennen fossiler Brennstoffe wie Öl, Kohle und Gas realisiert wurde, bedeutet weniger Stromproduktion auch weniger Emissionen.
Die Grafik zeigt, dass ein deutlicher Anstieg der Strompreise und der Gaspreise stattgefunden hat und die Energiepreise langfristig beeinflussen wird.
Energiesparen zahlt sich in Zeiten hoher Energiekosten also spürbar aus.

Klar ist aber auch: Bei steigenden Preisen lohnt es sich umso mehr den eigenen Energieverbrauch zu senken und vielleicht rechnet sich nun sogar der Austausch alter Geräte. Neben nicht verursachten Emissionen kann durch das Einsparen von Energie auch bares Geld gespart werden.

Energieverbrauch deutscher Haushalte

Wie spart man am meisten Energie? Indem man die Dinge reduziert die am meisten Energie verbrauchen!

Natürlich kann man seinen Stromverbrauch senken, indem man Ladegeräte nach dem Laden von der Steckdose trennt, aber der passive Verbrauch von Ladegeräten macht nicht den größten Anteil des Stromverbrauchs deutscher Haushalte aus. Nicht falsch verstehen: Es ist gut und sinnvoll Ladegeräte nach Gebrauch von der Steckdose abzuziehen. Hunderte Euro wird man dadurch aber nicht sparen.

So ist der Energieverbrauch in Deutschland verteilt:

Energie dort sparen, wo viel Potential liegt!

Der mit Abstand größte Verbrauch von Energie in deutschen Haushalten wird für die Raumwärme genutzt. Damit lässt sich schon hier absehen, wo das größte Sparpotenzial liegt.

Darauf folgt mit einem Anteil von über 15% der Energieverbrauch zum Erhitzen von Wasser. Zum Beispiel um zu Duschen, zu waschen oder beim Geschirrspülen. Diese beiden Verbrauchsgruppen machen bereits über 80% des Energieverbrauchs in deutschen Haushalten aus. Die verbleibenden rund 20% teilen sich die Beleuchtung, Klimakälte, Info- und Kommunikationstechnik wie Fernseher, Computer, Router etc. sowie sonstige Prozesskälte (Kühlschrank, Gefriertruhe) und mechanische Energie (Aufzug, elektr. Rollladen etc.)

Woher kommt die Energie für Raumwärme in deutschen Haushalten?

Auf Basis welcher Energiequellen heizt ein durchschnittlicher deutscher Haushalt?

Zum Heizen nutzt rund die Hälfte der deutsche Haushalte Erdgas, weitere rund 25% setzen auf Öl und nochmal rund 12% auf Fernwärme. Strom und sonstige Energieträger tragen den Rest zur Erwärmung deutscher Wohnzimmer bei.

Wer also am großen Energiesparrad drehen möchte, der sollte sich seine individuelle Heizsituation anschauen und prüfen, welche Maßnahmen ergriffen werden können.

Strom sparen im Haushalt

Der Stromverbrauch in deutschen Haushalten ist im Schnitt nicht durch das Erwärmen der eigenen vier Wände geprägt. Durchschnittlich werden nur knapp 6% des Stromverbrauchs auf die Raumwärme verwendet. Die größten Anteile des Stromverbrauchs folgen aus dem Erhitzen und Kühlen von Lebensmitteln oder Wasser – beim Kochen, Getränke kühlen oder Lebensmittel einfrieren. Die Prozesskälte und die Prozesswärme machen zusammen über 50% des Stromverbrauchs aus.  Informations- und Kommunikationstechnologie sorgen für weiter 16% des Stromverbrauchs. Die Warmwasseraufbereitung verbraucht rund 12% und die Beleuchtung macht noch einmal 8% aus. Der Rest entfällt auf Klimakälte und mechanischen Energieverbrauch.

Auch hier wird deutlich in welchen Bereichen, welche Einsparpotentiale liegen. Wer seinen Stromverbrauch merkbar senken möchte, sollte in den Bereichen Prozesswärme und Prozesskälte anfangen. Warmwasseraufbereitung, Medienkonsum und Beleuchtung bieten ergänzende Sparmöglichkeiten mit immer noch spürbarem Effekt

Energie sparen! Dein Beitrag zur Nachhaltigkeit

Energie zu sparen, hilft dir nicht nur dabei deine Kosten zu senken. Wenn du deinen Energieverbrauch senkst, nimmst du aktiv Einfluss auf die Emissionen und somit auf die Umwelt.

Auch wenn der Anteil der erneuerbaren in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat, muss für den Großteil unseres Energiebedarfs auf fossile Energieträger zurückgegriffen werden. Energie steckt hierbei nicht nur in deinem Kühlschrank, deiner Waschmaschine oder Wärme im allgemeinen, sondern auch außerhalb deiner Wohnung kommt vor allem im Bereich der Mobilität eine große Menge Energie aus fossilen Quellen zum Einsatz.

Gut zu wissen ist hierbei, dass der Energiemarkt an vielen Stellen Abhängigkeiten zwischen den unterschiedlichen Energieträgern aufweist. Gas wir zum Beispiel nicht nur für die Raumwärme genutzt, sondern wird auch zum Generieren einer großen Menge Strom genutzt. Dieser Einsatz kann durch einen sparsamen Umgang mit dem eigenen Stromverbrauch beeinflusst werden. Je weniger wir auf die ergänzende Stromerzeugung von Gaskraftwerken angewiesen sind, umso weniger Gas muss and dieser Stelle verbraucht werden.

Du siehst, egal in welchem Bereich du Energie einsparen kannst, es lohnt sich doppelt. Zum einen um deine Kosten zu senken und zum anderen um Emissionen zu mindern und somit die Belastungen für unsere Umwelt gering zu halten.

Das Kreisdiagramm zeigt es deutlich: Der größte Teil unseres Primärenergieverbrauchs stammt nicht aus Erneuerbaren Energien, sondern muss durch den Einsatz von fossilen Energieträgern bedient werden. Mineralöl mit 32% und Erdgas mit 27% decken hierbei im Jahr 2021 fast schon 60% des deutschen Primärenergiebedarfs.

Kurz und Knapp: Tipps für jeden Raum

Altbekannt und oft bewährt. Hier haben wir für dich kurz und knapp je Raum aufgeführt, welche Maßnahmen du ergreifen kannst um Strom und Energie zu sparen:

Küche – das richtige Rezept zum Sparen

Ein Umluftbackofen verbraucht weniger Heizenergie als ein normaler Backofen. Schalte den Ofen 10 Minuten vor Ende der Back- oder Bratzeit aus und nutze die Nachwärme.

Verwende Töpfe, die genau auf die Herdplatte passen. Koche mit geschlossenen Töpfen. Glasdeckel ermöglichen dir, alles im Blick zu halten.

Achte beim Kauf eines Kühlschrankes immer auf die Energieeffizienzklasse A+++. Vermeide einen Standort neben einer Wärmequelle, wie z.B. Heizung oder Herd.

Büro – Energie sparen auf Knopfdruck

Nutze, wenn möglich, einen Laptop statt Standrechner. Mehrfachsteckdosen mit Schalter ermöglichen schnelles und vollständiges Ausschalten deiner Geräte.

Schalte den Energiesparmodus ein. Schalte deine WLAN- und Bluetooth Verbindungen, falls nicht benötigt, aus.

Nutze einen gemeinsamen Netzwerkdrucker. Reduziere die Druckqualität.

Wohnzimmer – Sparen und Wohlfühlen

Das „Blaue Engel“- Siegel steht für Energiesparsamkeit und Klimafreundlichkeit. Schalte die Geräte vollständig aus und vermeide einen Stromverbrauch durch Standby.

Tausche Glühbirnen gegen LED-Lampen aus. Diese sind ca. 80% stromsparender. Für eine optimale Lichtausbeute reinige bestenfalls regelmäßig deine Lampen.

Entlüfte in regelmäßigen Abständen deine Heizkörper über das Ventil. Nutze intelligente Thermostate, zur automatischen Temperaturregelung.

Bad – warm Duschen und trotzdem sparen

Installiere den Erhitzer so nah wie möglich an der Entnahmestelle. Nutze elektrische statt hydraulische Durchlauferhitzer.

Endgeräte mit Netzstecker verbrauchen weniger Energie. Nutze eine herkömmliche Zahnbürste oder einen einfachen Nassrasierer.

Beim Kauf auf Energieeffizienzklasse A+++ achten. Wasche mit niedriger Temperatur. Das schont Wäsche und Energiekosten.