Saubere Luft mit dem Dyson Pure Cool Link

von Rob Vegas

Pollen in der Luft und auf einmal schnürt sich gefühlt der Hals zu. Das klingt für mich immer wie ein Paralleluniversum gleich hinter Jupiter und Mars, doch viele Allergiker leiden unter schlechter Luft und Mikropartikeln rund um sie herum. Ich selbst musste bei diesem Test auf das Urteil meiner Frau vertrauen, denn sie leidete bislang sehr unter diesen Problemen.

Ein smarter Luftreiniger

Der Dyson Pure Cool Link wird oft auch als Turm-Luftreiniger beschrieben und diese Bezeichnung hat sich das Gerät auch verdient. Spätestens fertig zusammengebaut hat man hier gefühlt ein kleines Kraftwerk iim Wohnzimmer stehen. Das Verrückte? Dabei ist das Design ansprechend und der Tower wirkt nicht wie ein modernes Ufo in der eigenen Wohnlandschaft. Das Design ist simpel, beschränkt sich auf wenige Formen und folgt der Funktionsweise. Man könnte ihn auch als das iPhone unter den Lufteinigern bezeichnen.

Ganz klare Linienführung

Der typische Dyson-Charakter ist sofort erkennbar und so machte das Gerät auf mich sofort einen wertigen Eindruck. Damit sind wir auch schon bei einer eleganten Überleitung zum Preis. Ein stolzer Preis für einen Turm. Dyson verlangt für den Pure Cool Link ca. 560 Euro. Das klingt schon ziemlich happig für einen Luftreiniger. Als Endkonsument stellt man sich darunter dann meist einfach einen Staubsauger für die Luft vor und fragt sich schnell: "Warum muss diese Funktion so teuer sein?"

Das Gerät ist seinen Preis wert

Leider passt sich die Verarbeitung dieser Linie nicht an. Ich hätte an ein Aluminiumgehäuse gedacht. Zumindest beim unteren Gitter für den Lufteinlass hatte ich fest mit Metall für so viel Geld gerechnet. Der Pure Cool Link setzt aber bei der Hülle komplett auf Plastik. Hier haben die Designer von Dyson übrigens ganze Arbeit geleistet, denn mit ein wenig Abstand schimmert es wie Metall. Muss es immer Alu sein? Macht es einen Unterschied? Eigentlich nur im Auge des Betrachters. Mittlerweile ist halt auch jede Taschenlampe für 2 Euro aus Metall. Da erwartet man es schnell bei einem hochpreisigen Gerät. Bei den Features überraschte der Turm allerdings selbst mich.

WiFi und Monitoring

Zwar wird eine Fernbedienung mitgeliefert, doch hat der smarte Luftreiniger auch eine App an Bord. So konnte ich die Dyson Link App auch auf iOS und Android hier im Hause schnell installieren. Dazu war nicht einmal ein längerer Blick ins Handbuch nötig. Dank Aufkleber am Unterteil wurde ich sehr schnell auf den richtigen Weg zur Inbetriebnahme geleitet. So konnte ich dann auch sehr schnell das Smartphone der Gattin über die App mit dem Dyson Luftreiniger verknüpfen. Vor allem mag ich die klare Linie der Entwickler. Alles sieht gut aus, ist selbsterklärend und man braucht kein Handbuch wälzen. Vor allem die Visualisierung über ein kleines, virtuelles Haus hat mir gefallen. Luftfeuchtigkeit, Luftqualität und Standort werden angezeigt. Dazu kann man die App als Fernbedienung für das Gerät nutzen. Zehn Lüftergeschwindigkeiten sind regelbar. Dazu der Automatikmodus anwählbar, Sleepfunktion und auch die Rotation vom Oberteil lässt sich mit einem Fingerwisch aus- und einschalten. Da würde ich glatt die Bestnote für eine intuitive Menüführung aussprechen wollen. Ganz großes Tennis! Dabei habe ich noch gar nicht das Monitoring erwähnt. Man kann sich nämlich auch die Statstik über Tage und Wochen auswerten und anzeigen lassen. Mehr Funktionen gehen kaum mehr.

Der Dyson im Alltag

Natürlich spielt man am Anfang noch sehr viel mit der App herum und klickt sich gern durch die Menüs. Im Alltag aber ist die Funktion wichtiger als jedes Gimmick. Da lief dann hier im Hause auch einfach gern der Automatikmodus. Mitunter greift man auch der Bequemlichkeit halber schnell zur mitgelieferten Fernbedienung und schaltet das Gerät aus. Mitunter empfand ich den smarten Turm auch ab Lüfterstufe fünf als störend beim abendlichen Fernsehkonsum. Unterhalb von Stufe fünf ist alles fein, doch ab der Mitte hört man das Gerät dann natürlich irgendwann hörbar die Luft ansaugen. Da hilft dann auch das "Quiet Mark" Siegel nicht mehr. Vor allem aber wird die Luft auch spürbar kälter im Raum. Da hält die Produktbezeichnung was sie mit Cool Link verspricht. Störte allerdings meine Gattin eher, da sie die Luft eigentlich nur von den Mikropartikeln befreit haben wollte, ohne dabei auch noch die Raumtemperatur zu senken. Ist allerdings schon vom Namen her Programm und wünscht sich jeder Kunde sicher anders.

Die Luftqualität

Wie kommt man bei so einem Gerät zu einem objektiven Fazit? Die smarten Funktionen der App sind für mich hervorragend gelöst. Bei der Luftqualität muss man aber der eigenen Nase vertrauen. Meine Frau möchte das Gerät nach der Leihdauer für diesen Test nur ungern wieder aus dem Haus verschwinden sehen. Für sie hat sich die Luftqualität stark verbessert. Sie spürt den Unterschied und nimmt auch dafür gern ein so großes Gerät in Kauf. Insofern hat sie der Dyson Pure Cool Link überzeugt. Vor allem empfanden wir beide die App als nützlich. Man kann sie nutzen und sich darüber über die aktuellen Werte informieren, aber man kann auch gleichzeitig einfach die kleine Fernbedienung nutzen und damit das Gerät ohne App bedienen. Der Preis erscheint mir nicht gerade billig, doch Dyson hat sich in der Welt nicht umsonst einen Namen gedacht. Das Gerät ist von der Verpackung, über das Design bis zum letzten Menüpunkt in der App einfach durchdacht. Das macht einfach die Qualität aus. Nur beim nächsten Mal dürfen die Entwickler ruhig noch an ein wenig Aluminium beim Gehäuse denken. Dann zahlen sich die 560 Euro auch leichter.

Von Anfang bis Ende ein durchdachter Turm, welcher die Luft reinigt. Dank diesem Testgerät muss ich bald selbst einen Dyson Pure Cool Link besorgen. Sonst gibt es Ärger daheim.



Artikel vom

von Rob Vegas

Seit 2003 im Netz unterwegs. Blogger, Digital Native, falscher Harald Schmidt
auf Twitter und neuerdings Papa mit Vorliebe für Gadgets.
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