Dirror

Dirror: Der digitale Spiegel

von Christian Zeiser

Nachrichten lesen, während man die Krawatte bindet. Koch-Videos auf 27 Zoll. Ein digitaler Spiegel bietet ungeahnte Einsatzmöglichkeiten.

Von einem Spiegel als multimediales Werkzeug haben schon so manche Tüftler geträumt, unter ihnen etwa Google-Mitarbeiter Max Braun, der sich ein entsprechendes Gerät selbst baute. Braun hätte sich die Mühen sparen und einfach etwas länger warten können, denn nun gibt es den Dirror, den digitalen Spiegel, entwickelt von einer Berliner Firma mit dem etwas sperrigen Namen Deutschen Gesellschaft für multimediale Kundenbindungssysteme. Was zunächst wie ein Spiegel mit dekorativem Holzrahmen aussieht, ist tatsächlich ein überdimensionaler Tablet-PC mit Windows 10 als Betriebssystem.

Dabei ist der Dirror viel mehr als ein schickes Design-Gadget: Hinter seinem 23 oder 27 Zoll großen Touch-Display ist solide Technik verbaut. 4 Gigabyte RAM, 32 Gigabyte SSD-Speicher und ein vierkerniger Intel-Prozessor mit viermal 1,4 Gigahertz Taktung machen den digitalen Spiegel zu einem vollwertigen Windows-Tablet. Integriertes WLAN sorgt für die Internetverbindung, dank Bluetooth 4.0 lassen sich auch externe Tastaturen oder Lautsprecher mit dem Dirror verbinden.

Und was macht man damit?

Wer einen Dirror bei sich daheim hat, wird sich mit hoher Wahrscheinlichkeit von jedem Besucher eine Frage anhören dürfen: „Und was macht man damit?“. Die Frage ist nicht unberechtigt, denn der Dirror tut ja auch nur das, was ein PC eben tut. Der Unterschied zum Heim-Computer liegt aber in seiner Vielseitigkeit, was seinen Einsatzort betrifft. Der Unterschied zum Tablet hingegen liegt einerseits in der Größe des Displays und andererseits in der Rechenleistung. So ist es etwa denkbar, den Dirror in der Küche zu verwenden – als großformatige, digitale Kreidetafel für Familiennotizen, als Küchen-TV mit Netflix-App und als Youtube-Player für Koch-Channels. Allerdings: Mit den internen Lautsprechern ist kaum ein Gewinn zu erzielen, für Tonausgabe sollte schon ein mittels Bluetooth verbundener, externer Lautsprecher zuständig sein. Im Flur aufgehängt könnte er das Wetter und die aktuellen Nachrichten anzeigen und so sinnvolle Vorbereitungshilfe vor dem Verlassen des Hauses leisten, im Wohnzimmer als digitaler Bilderrahmen der Extraklasse und zentrales Abspiel- und Kontrollgerät für die Musik im ganzen Haus dienen. Mangels Windows-kompatibler EinfachSmart App ist der Dirror allerdings bisher nicht als Schaltzentrale für ein Smart Home einsetzbar. Trotzdem macht der Dirror auch im Büro eine hervorragende Figur und kann etwa morgens gleich die wichtigsten Termine anzeigen. Hotels indes könnten darüber nachdenken, anstatt eines Fernsehers einen Dirror in den Zimmern zu installieren – so findet der Gast gleich noch einen Internet-PC vor.

Was kann Dirror – und was nicht?

Die Stärken des Dirror liegen in den verbauten Komponenten: Das Gerät hat genügend Rechen-Power selbst für anspruchsvolle 3D-Anwendungen. Noch dazu laufen auf ihm alle kompatiblen Apps aus dem Windows Store. Wer also mit der App Complete Anatomy etwas über den menschlichen Körper lernen möchte, kann das mit dem Dirror tun – dreidimensional aufbereitet und großartig anzusehen. Auch die großen Nachrichtenseiten wie zeit.de sehen auf dem Display des Dirror wesentlich besser aus als auf einem herkömmlichen Bildschirm, da ihr Layout ideal für Hochformat-Bildschirme ist. Freilich kann der Dirror einen herkömmlichen Desktop-PC nicht vollständig ersetzen. Erstens ist der Spiegel als geschlossenes System konstruiert, man kommt also nicht an die Komponenten, um sie auszutauschen. Zweitens besitzt der Dirror keinen Lüfter, höchst rechenintensive Aufgaben wie ruckelfreie 3D-Spiele sind nicht seine Sache.

Fazit: Cooles Gadget für Technikliebhaber

Vor der Anschaffung eines Dirror sollte die Überlegung stehen, wofür man ihn genau einsetzen möchte, das gebietet schon der Preis ab 1.870 Euro. Gerade in Haushalten mit mehreren Mitgliedern kann er sich als sehr nützlich erweisen. Interessant ist er auch als Alternative zu einem Zweitfernseher oder, wie oben beschrieben, als Zentrale für das Home-Entertainment. Übrigens: Mit einem optional erhältlichen Raummikrofon ausgestattet versteht er auch Sprachbefehle.







 

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Artikel vom

von Christian Zeiser

Der selbstständige Journalist beschäftigt sich seit 15 Jahren mit smarter Technik.
Angefangen hat alles mit dem Thema "3 Megapixel: Digitalkameras werden erwachsen".
Heute verfolgt er interessiert die Entwicklung des Internet der Dinge.

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