Beam: Der smarte Beamer für die Lampenfassung

Rezepte auf dem Küchentisch oder die Wettervorhersage an der Schlafzimmerwand: Beam bringt Informationen dorthin, wo kein Bildschirm ist.

Sie kommen morgens in die Küche, um sich ein Frühstück zu machen. Auf der Tischplatte vor Ihnen leuchten bereits die Wettervorhersage und die wichtigsten Schlagzeilen des Tages auf. Was ein wenig wie eine Szene aus dem Film "Minority Report" klingt, ist heute problemlos möglich - mit dem smarten Projektor Beam.

Dabei tut man dem Gerät Unrecht, ihn als Projektor oder Beamer zu bezeichnen, denn Beam ist gleichzeitig mehr und weniger als das. Genau genommen ist es ein Mini-PC, der mit Android läuft und jede flache Oberfläche in einen Bildschirm verwandeln kann. Hierfür wird Beam einfach in eine herkömmliche E27-Glühlampenfassung geschraubt. Nach einer kurzen und einfachen Erstinstallation hängt der smarte Beamer dann im heimischen WLAN und ist bereit, seinen Dienst aufzunehmen.

Was kann Beam?

Beam ist prinzipiell ein Android-Smartphone ohne Telefon und mit Projektor statt Display. Das Gerät kommt mit einer Reihe von vorinstallierten Apps wie Youtube, Chrome und Google Mail, über den Play Store lassen sich aber viele weitere Apps installieren. Besonders smart ist die Möglichkeit, Beam auf Ereignisse reagieren zu lassen. So kann das Gerät etwa, wie beschrieben, zu einer bestimmten Zeit die Wettervorhersage anzeigen oder auch die Netflix-App starten, sobald man nach Hause kommt (streng genommen: sobald sich das eigene Smartphone mit dem WLAN verbindet). 

Obendrein können verschiedene Aktionen für verschiedene Mitglieder eines Haushalts eingestellt werden. Gesteuert wird Beam dabei über die App "Beam Remote", die kostenlos für iOS und Android erhältlich ist. Über diese nimmt man die Grundeinstellungen vor, steuert durch die Menüs und macht Tastatureingaben. 

Doch Beam kann noch mehr: Es ist mit Apples AirPlay und mit Miracast kompatibel und kann Fotos und Filme von iPhones und Android-Smartphones darstellen, sozusagen als externer Monitor. So könnte Beam auch über dem Konferenztisch hängen und Präsentationen direkt auf den Tisch projizieren - oder eine Diashow des letzten Urlaubs auf den Wohnzimmertisch. Praktischerweise erlaubt die App es auch, die Darstellung zu rotieren.

Was kann Beam nicht?

Als Alternative zu einem herkömmlichen Beamer taugt Beam dagegen nur sehr beschränkt. Die maximale Leuchtkraft von 100 Lumen reicht aus, um ein helles, klares Bild auf eine Wand in etwa zwei Meter Abstand zu projizieren. Für den Kinoabend auf großer Leinwand reicht das nicht aus, die Auflösung von 854 mal 480 Punkten ebenso wenig, und hierfür ist Beam auch nicht gedacht. 

Beam ist vielmehr eine Erweiterung einer Smart-Home-Umgebung, die es erlaubt, Informationen und Unterhaltung überall dort darzustellen, wo es eine ebene Oberfläche gibt. Und wenn der Projektor einmal nicht gebraucht wird, beleuchtet das Gerät die Umgebung. Eine LED-Lampe ist Beam nämlich obendrein auch.

 

Christian Zeiser

Der selbstständige Journalist beschäftigt sich seit 15 Jahren mit smarter Technik.
Angefangen hat alles mit dem Thema "3 Megapixel: Digitalkameras werden erwachsen".
Heute verfolgt er interessiert die Entwicklung des Internet der Dinge.

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