Caleb Lucas/Unsplash

5 iPhone-Apps für perfekte Urlaubsfotos

von Christian Zeiser

Keine Frage, die vorinstallierte Kamera-App des iPhone kann eine ganze Menge, darunter sogar HDR-Aufnahmen. Trotzdem: Ambitionierte Fotografen vermissen etwa die Möglichkeit, Belichtung und andere Werte manuell einzustellen oder Bilder im verlustfreien RAW-Format zu speichern. Allen, die mehr als nur den schnellen Schnappschuss aus dem Urlaub mitbringen wollen, empfehlen wir diese fünf Kamera-Apps.

ProCam 5: Der Profi

Freilich kann keine Smartphone-App eine echte Spiegelreflexkamera ersetzen – mit ProCam 5 auf dem iPhone kommt man diesem Ziel allerdings schon erstaunlich nahe. Die App bietet Optionen für die Empfindlichkeit, den Autofokus, die Belichtung und vieles mehr. Sie ermöglicht HDR-Zeitrafferaufnahmen ebenso wie Langzeitbelichtungen. Aufnahmen können als TIFF und sogar als RAW-Datei gespeichert werden, um Kompressionsverluste zu vermeiden. ProCam 5 ist eine geniale Foto-App und ihren zunächst einmal happig erscheinenden Preis von 6,99 Euro allemal wert. Die App für ambitionierte Smartphone-Fotografen gibt es nur für das iPhone.

Moment: Die bessere Gratis-Kamera

So mächtig wie ProCam 5 ist diese App nicht, doch auch Moment erlaubt es, vor einer Aufnahme Belichtung und Farbtemperatur mit Echtzeitansicht zu ändern und so das Maximum an Atmosphäre aus einem Bild herauszuholen. Schön ist die Umsetzung: Alle wichtigen Parameter werden durch wenige Wischgesten eingestellt. Der Blick bleibt dabei stets auf das Wichtigste gerichtet, nämlich auf das Motiv. Das Auslösen fühlt sich dabei fast an wie bei einer Spiegelreflexkamera: Wird der Auslöseknopf nur leicht gedrückt, fokussiert die App das Bild, erst bei vollem Druck löst sie aus. Moment ist kostenlos, auch In-App-Käufe gibt es nicht. Damit eignet sich Moment hervorragend als Ersatz für die bordeigene Kamera-App des iPhone.

Facetune 2: Selfies optimieren

Selfies können gnadenlos jede Unreinheit in der Haut und jeden Ring unter den Augen dokumentieren, dabei sollen sie uns doch von unserer besten Seite zeigen. Doch an machen Tagen hilft eben nur Retusche, und hier kommt Facetune 2 ins Spiel: Die App glättet die Haut, hellt Zähne auf, lässt Pickel verschwinden und mehr. Wer möchte, kann sogar die eigene Augenfarbe verändern – allerdings dürfte diese Schummelei vielen wohl schnell auffallen. Viele Funktionen der kostenlosen App sind als In-App-Kauf verfügbar, allerdings sind von denen wiederum eine ganze Reihe ebenfalls kostenlos.

Schwarz Weiß Kamera: Für mehr Charakter

Wer Menschen in Farbe fotografiert, fängt ihre Kleider ein, wer sie in Schwarzweiß fotografiert, erfasst ihr Wesen – so lautet eine alte Fotografenweisheit. Die App Schwarz Weiß Kamera macht aus dem Smartphone eine ebensolche – gleich bei der Aufnahme, nicht erst durch Bearbeitung. Dabei stehen verschiedene Schwarzweiß-Looks zur Verfügung, die aus simplen Porträts erstaunlich viel Atmosphäre herauskitzeln. Die kostenlose Basisversion nervt hin und wieder etwas durch Werbung, für 5,49 Euro lässt sich die Pro-Version freischalten. Eine gute Alternative, allerdings nur in englischer Sprache, ist Lenka.

Darkroom: Die besten Tools für hinterher

Manchmal muss es schnell gehen, um den perfekten Schnappschuss zu machen, und dann wird halt nicht die perfekte App gesucht, sondern die Standard-Kamera-App des iPhone aktiviert. Wer dessen Aufnahmen anschließend noch auf dem Smartphone bearbeiten möchte, ist mit Darkroom bestens beraten: Die App bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten, um nachträglich Helligkeit, Kontrast, Sättigung, Lichter, Schatten und vieles weitere anzupassen. So erlaubt Darkroom es auch, bei Architekturaufnahmen nachträglich die Perspektive zu korrigieren. Die wichtigen Tools sind bereits in der kostenlosen Basisversion vorhanden, für 6,99 Euro sind außerdem Filter, ein Kurven-Tool und ein Farb-Tool verfügbar.

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von Christian Zeiser

Der selbstständige Journalist beschäftigt sich seit 15 Jahren mit smarter Technik.
Angefangen hat alles mit dem Thema "3 Megapixel: Digitalkameras werden erwachsen".
Heute verfolgt er interessiert die Entwicklung des Internet der Dinge.

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