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5 Apps für mehr Nachhaltigkeit

von Christian Zeiser

Welchen Fisch kann ich bedenkenlos kaufen? Wo bekomme ich Produkte, die nicht um die halbe Welt gereist sind, um in meinem Kühlschrank zu landen? Wenn schon unsere Smartphones nicht gerade aus umweltfreundlichen Materialien hergestellt werden, so können die Geräte uns immerhin dabei helfen, uns so nachhaltig wie möglich zu verhalten. Diese fünf kostenlosen Apps helfen dabei.

Zu gut für die Tonne!: Die Resteküche

Zu viele Lebensmittel landen im Abfall, obwohl sie noch zum Verzehr geeignet sind. Oft liegt das einfach daran, dass man nicht weiß, was man mit den Resten machen soll. Hier hilft Zu gut für die Tonne!: Die App liefert Ideen dafür, was man noch Leckeres aus dem übrig gebliebenen Fleisch und Gemüse zaubern kann und hat auch Ideen für Dinge, die wir bisher überhaupt nicht verwendet haben, etwa das Grün von Karotten. Zu gut für die Tonne! wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft entwickelt, die Ideen und Rezepte stammen mittlerweile aber vor allem von anderen Nutzern. Die App gibt es kostenlos für iOS und Android.

Too Good To Go: Bevor's weg kommt

Nicht nur in privaten Küchen landen zu viele Lebensmittel im Abfall: In der Gastronomie ist es genauso. Dem ein Ende zu setzen ist das Ziel der Macher von Too Good To Go: Die App listet Betriebe aus der Umgebung, die am Ende ihres Geschäftstages übrig gebliebene Lebensmittel zu sehr günstigen Preisen abgeben. Von Cafés über Restaurants bis hin zu Supermärkten machen bereits eine Vielzahl von Geschäften mit. Nach einmaliger Anmeldung kann man die Angebote auswählen, per Kreditkarte oder PayPal zahlen und dann im angegebenen Zeitfenster abholen. So wird Nachhaltigkeit sogar zum Schnäppchen. Too Good To Go gibt es kostenlos für Android und iOS.

RegioApp: Produkte von Nebenan

Lammfleisch aus Neuseeland, Pistazien aus Kalifornien, Kichererbsen aus Nordafrika: Vieles, was wir verzehren, hat einen weiten Weg hinter sich. In den letzten Jahren hat sich jedoch vieles getan, auch größere Supermärkte setzen heute auf Produkte aus der Region. Wer statt Fleisch und Gemüse aus Übersee lieber die Erzeugnisse der Landwirte aus der Region kaufen möchte, bekommt von der RegioApp hilfreiche Tipps: Die ursprünglich für Mittelfranken entwickelte App weiß heute für ganz Deutschland, wo regionale Produkte verkauft werden und welche Restaurants mit Zutaten aus der Umgebung kochen. Noch weist der Datensatz einige Lücken auf, über die Funktion „Mein Tipp“ können Anwender aber dabei helfen, sie zu schließen. Die RegioApp gibt es kostenlos für Android und iOS.

WWF Fischratgeber: Lachs oder Forelle?

Überfischung, zweifelhafte Zuchtbedingungen und andere Faktoren haben dazu geführt, dass viele Menschen heute kaum noch wissen, welchen Fisch man ruhigen Gewissens kaufen, zubereiten und verzehren kann. Die Fischratgeber-App des World Wildlife Fund bietet zu nahezu jeder Fischsorte sehr genaue Informationen. Bei vielen Sorten sind die Informationen nach Herkunft aufgeschlüsselt: Heilbutt aus europäischer Zucht ist unbedenklich, solchen aus isländischem Wildfang sollte man wegen Überfischung dagegen meiden. Die App liefert beeindruckend umfangreiche Informationen für umweltbewusste Fans von Fisch und Meeresfrüchten. Es gibt sie kostenlos für iOS und Android.

CO2mpensio: Besser reisen

Ganz klar: Wir können uns nicht immer klimaneutral verhalten. Vor allem Autofahrten und Flüge erzeugen klimaschädliches Kohlendioxid. Doch immerhin können wir dabei helfen, die Auswirkungen unserer Reisen zu minimieren: Das Team von CO2mpensio betreibt in Äthiopien ein Klimaschutzprojekt, für das man mittels der App spendet. Je Fahrstrecke oder Flugdauer ermittelt die App eine Betrag und verrät obendrein, wie viele Bäume für diesen neu gepflanzt werden können. Bezahlt wird per Kreditkarte oder PayPal. So wird der Effekt des Kohlendioxids, das durch unser Tun produziert wird, immerhin abgemildert. Die App gibt es für iOS und Android.

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von Christian Zeiser

Der selbstständige Journalist beschäftigt sich seit 15 Jahren mit smarter Technik.
Angefangen hat alles mit dem Thema "3 Megapixel: Digitalkameras werden erwachsen".
Heute verfolgt er interessiert die Entwicklung des Internet der Dinge.

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