Wie man ein Smart Home richtig plant

Ein Smart Home einzurichten kann schnell nach einer Mammut-Aufgabe aussehen. Muss es aber gar nicht sein, wenn Sie ein paar Regeln befolgen.

Brian Babb/Unsplash

Welches System will ich, welche Gadgets dazu? Versteht sich alles mit meinem Smartphone? Licht, Heizung, Sicherheit – wird es nicht unglaublich aufwändig und teuer, dies alles smart nachzurüsten? Viele Vorhaben, sich ein Smart Home einzurichten, scheitern schon ganz am Anfang an all diesen Fragen und Zweifeln. Dabei ist alles gar nicht so aufwendig.

Prioritäten setzen, Budget planen

Bevor man sich daran macht, Gadgets für das Smart Home zu kaufen, sollte man sich überlegen, was man am Ende eigentlich möchte. Soll sich vor allem die Beleuchtung auf die Bewohner einstellen? Geht es hauptsächlich um Sicherheit oder um effektives Heizen? Jedes Ziel erfordert bestimmte Geräte: Bewegungssensoren sind eigentlich immer auf der Einkaufsliste, je nach Plan kommen dann noch Leuchtmittel, Schlösser und Temperatursensoren sowie Heizungsthermostate hinzu. Damit sind schnell tausend Euro oder mehr ausgegeben. Kaufen Sie deshalb lieber in Etappen und fangen Sie mit dem an, was Ihnen wirklich wichtig ist. Setzen Sie sich außerdem eine preisliche Obergrenze, das hilft, effektiv zu planen. Sie brauchen nicht in jedem Zimmer einen Bewegungssensor und im Bad auch kein smartes Licht.

Erste Kaufentscheidung: Die Zentrale

Egal, ob Amazon Echo, Google Home, Apple HomeKit oder die EinfachSmart Home Base: Jedes System und jede Zentrale eines Smart Home verständigt sich nur mit bestimmten anderen Geräten. Einige kommunizieren über W-LAN, andere über Bluetooth, ZigBee oder Z-Wave. Es hilft nichts: Mit diesen Begriffen muss man sich einmal auseinandersetzen, wenn man ein Smart Home plant. W-LAN-basierte Geräte brauchen relativ viel Strom, Bluetooth mangelt es an Reichweite, weshalb sich ZigBee und Z-Wave als Standards im Smart-Home-Bereich immer mehr durchsetzen. Die EinfachSmart Home Base arbeitet mit dem ZigBeePro-Standard und unterstützt daneben noch andere Technologien wie Bluetooth. Der Vorteil des ZigBee-Standards ist, dass Signale von Gerät zu Gerät weitergereicht werden, was das Vernetzen auch größerer Häuser erlaubt. Achten Sie also bei der Entscheidung für ein System auch darauf, ob es zu Ihrem Zuhause passt. Ziehen Sie dabei auch in Erwägung, welche Geräte Sie bereits daheim haben. Besitzen Sie eine Apple TV? Dann haben Sie bereits eine Smart-Home-Zentrale für Apples HomeKit, denn die Filmbox dient nebenbei als solche. Die Entscheidung für ein System ist die Grundlage für das weitere Vorgehen und beeinflusst, welche anderen Geräte Sie integrieren können.

Zweite Kaufentscheidung: Gadgets

Herzlichen Glückwunsch: Mit der Entscheidung für ein System haben Sie die größte Hürde genommen. Das Angebot an in Frage kommenden Geräten für Ihr Smart Home ist jetzt auf die Gadgets beschränkt, die mit Ihrer Basis kompatibel sind, für die EinfachSmart Home Base finden Sie hier eine Liste. Planen Sie nun die Grundausstattung. Einen Bewegungssensor für den Flur sollten Sie auf jeden Fall einplanen, damit Ihr Smart Home weiß, wann jemand nach Hause kommt.

Möchten Sie vor allem eine intelligente Heizungssteuerung? Dann tauschen Sie die Thermostate Ihrer Heizkörper durch smarte Thermostate aus. Das reicht für das Erste. Die Geräte messen die Temperatur und regeln die Heizleistung vollautomatisch. In großen Räumen mit mehreren Heizkörpern kann das Anbringen eines weiteren Temperatursensors tiefer im Raum sinnvoll sein, dies können Sie aber zu einem späteren Zeitpunkt noch nachholen.

Smartes Licht ist einfach zu haben, indem man die Glühlampen im Haus durch intelligente Leuchtmittel ersetzt – etwa Philips Hue oder Osram. Dies schlägt mit etwa 17 bis 55 Euro pro Leuchtmittel zu Buche, wobei es zunächst völlig ausreicht, die Hauptleuchten umzurüsten, also etwa Deckenlampen und -fluter. Nachttischlampen, Arbeitsplattenbeleuchtung und andere Details können später folgen. Farbiges Licht ist nicht überall nützlich oder gar angenehm, insofern reichen in den meisten Fällen die günstigeren, weißen LEDs vollkommen.

Wer dagegen vor allem ein sicheres Smart Home möchte, sollte von vornherein keine Kompromisse eingehen. Sämtliche Fenster und Türen sollten mit Öffnungssensoren versehen werden, eine Sirene sollte dafür sorgen, dass ein Alarm bestimmt nicht unbemerkt bleibt. Kameras hingegen müssen nicht unbedingt Teil der Erstausstattung sein.

Hoher Nutzen bei niedrigen Kosten

Ein bis zwei Bewegungsmelder, einige weitere Gadgets und eine Zentrale sind alles, was Ihr Smart Home zum Start braucht. Wenn Sie unsere Tipps beachten, benötigen Sie keine 1000 Euro, um Ihr Zuhause intelligent einzurichten. Vor allem für den Einstieg gibt es Lösungen für ein deutlich geringeres Budget.

Christian Zeiser

Der selbstständige Journalist beschäftigt sich seit 15 Jahren mit smarter Technik.
Angefangen hat alles mit dem Thema "3 Megapixel: Digitalkameras werden erwachsen".
Heute verfolgt er interessiert die Entwicklung des Internet der Dinge.

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