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Smarte Gadgets für bessere Smartphone-Fotos

von Stefan von Gagern

Mit diesem Zubehör werden Ihre Smartphone-Fotos schärfer, besser oder einfach kreativer. Wir stellen Helfer für neue Ideen und verschiedene Situationen vor.

Mit dem Smartphone fotografieren ist einfach: Halten, aufs Display schauen und auslösen - fertig. Doch auch wie beim traditionellen Fotografieren wie mit einer Spiegelreflex-Kamera gibt es Schwierigkeiten oder Lichtverhältnisse, die gute Smartphone-Fotos schwierig machen. Der Klassiker sind zum Beispiel Aufnahmen in dunklen Umgebungen, die selten gut gelingen. Verwacklungen sind die Ursache für unscharfe Aufnahmen – gerade in schlechten Lichtsituationen wie Nachtaufnahmen oder Fotos in dunklen Gebäuden. Ein guter Trick ist, sich mit den Ellenbogen auf einer Unterlage wie einer Mauer aufzustützen. Doch oft reicht selbst das nicht mehr. Wer clever ist, kann sich mit etwas Zubehör helfen.

Das Schärfetool Nummer 1: Das Stativ

Wenn Sie Ihr Smartphone in einem Stativ fixieren, bekommen Sie statt verwackelter Smartphone Fotos eine gestochen scharfe Optik.. Mit den sperrigen Kamera-Stativen von Fotografen hat das wenig zu tun. Es gibt tolle Mini-Stative fürs Smartphone, wie zum Beispiel den Joby Grip Tight Gorilla Pod. Das Stativ können Sie locker im Rucksack mitnehmen, aufstellen und es durch die biegbaren Kugelgelenke, die mit Gummiring auch noch rutschfest sind, sogar um einen Pfahl wickeln. Mit verschiedenen Aufsätzen passt der Gorillapod zu allen möglichen Smartphones. und sogar Tablets.

Selfie-Stick und noch viel mehr

Ein Selfie-Stick wird oft belächelt - im Fall vom iKlip Grip völlig zu Unrecht. Der iKlip Grip vereint gleich vier Stativ-Typen: Er ist ein Tischständer, Zusatzgriff, Selfie-Stick, Einbeinstativ und ein universeller Smartphone-Adapter für andere Stative. Sie klemmen einfach Ihr Smartphone in den stabilen Griff ein. Der iKlip Grip ist superkompakt und kann immer dabei sein. Egal wie man ihn einsetzt – er sorgt dabei immer für stabile Aufnahmen oder ermöglicht neue Perspektiven, um sich selbst oder eine Gruppe Menschen zu filmen. Der am Griff hängende Mini-Selbstauslöser startet dabei bequem den Auslöser. So sind auch Selfies aus ungewöhnlichen Positionen möglich - ohne beim Abdrücken das Bild zu verwackeln.

Mit Zusatz-LED bessere Smartphone-Fotos

Wenn das natürliche Licht nicht ausreicht, müssen Zusatzleuchten ran. An den meisten Smartphones selbst ist - wenn überhaupt - nur ein kleiner LED-Blitz eingebaut, der immer eingeschaltet als Zusatzlampe dient. Mit iBlazr 2 gibt es einen externen Zusatz-Blitzwürfel. Die vier LEDs können per App gesteuert werden. Es gibt feine Einstellmöglichkeiten, etwa für die Farbtemperatur.

Mehr Kreativität mit Aufstecklinsen

Smartphones sind naturgemäß flach und können immer in der Hosentasche dabei sein. Ein Riesenvorteil, der aber auch Nachteile im Vergleich zu einer Spiegelreflex-Kamera mit Objektiven bringt. Das Smartphone fotografiert immer mit einer Einheitsoptik. Zoomen, ähnlich wie mit einem Objektiv schafft zum Beispiel das neue iPhone 7 Plus auch nur dank einer speziellen Doppellinse. Bei einem neuen Tiefeneffekt für Portraits kommen digitale Effekte mit ins Spiel. Ein einfaches Zubehör kann aber deutlich mehr Vielfalt beim Fotografieren mit dem Smartphone bringen: Olloclip steckt einfach eine Linse vor die Smartphone-Optik. Angebracht wird das Gadget ähnlich wie mit einer Wäscheklammer. Mit verschiedenen austauschbaren Linsen (zum Beispiel beim 4-in-1 Modell für iPhone) sind dann Weitwinkel-Aufnahmen, zum Beispiel für Innenräume, möglich. Kleine Objekte lassen sich mit zwei Makrolinsen nah heranholen. Und die Fisheye Linse macht einfach nur Spaß, zum Beispiel bei Gruppen-Selfies.

Mehr Speicherplatz für mehr Qualität

Beim Fotografieren mit dem Smartphone gibt es eine einfache Regel: Je höher Sie die Qualität ihrer Fotos einstellen, desto besser fällt die Schärfe, der Reichtum an Details und die Farbbrillanz aus. Android-Smartphones (und über Zusatzapps wie Adobe Lightroom Mobile auch das iPhone) können sogar unkomprimierte Profi-Bildformate aus den Spiegelreflex-Kameras wie RAW-Dateien aufnehmen. Gleichzeitig brauchen hoch aufgelöste Bilder auch viel Speicherplatz. Wer ein Smartphone mit wenig Gigabyte Kapazität gekauft hat, stößt hier schnell an die Grenzen. Android-Smartphones lassen sich mit größeren Speicherkarten leicht erweitern, beim iPhone ist der Flash-Speicher jedoch begrenzt. Dennoch gibt es tolle Lösungen: Mit dem iType-C von Photofast können iPhone-Besitzer ihr iPhone mit einem externen Laufwerk erweitern. Es wird einfach in den Lightning-Anschlus eingesteckt. Über die kostenlose App können Sie dann Fotos auf das Laufwerk übertragen und so wieder Platz auf dem Smartphone für neue Bilder schaffen. Das Laufwerk lässt sich wie ein USB-Stick in andere Geräte wie Notebook, Desktop-PC oder Mac, Android-Gerät oder Smart-TV einstecken und dort die Bilder speichern oder betrachten.

Der Jet Drive 500 Go Smartphone-Speicherstick funktioniert nach einem ähnlichen Prinzip. Er ist mit 128 GB ein perfekter externer Speicherplatz für Musik, Fotos und Filme. Das Besondere an diesem Gadget? , die sich trotzdem jederzeit teilen und verwalten lassen. Mit der cleveren Shoot & Save Funktion der App lassen sich Aufnahmen übrigens auch direkt auf dem USB-Stick speichern. Zudem lassen sich Daten auch ohne Verbindung zum Internet jederzeit teilen und verwalten. Mit dem Speicherstick gehen keine wertvollen Erinnerungen und Informationen verloren.


Artikel vom

von Stefan von Gagern

Stefan von Gagern schreibt in Hamburg als freier Journalist über Themen rund
um Technologie, Kreativität, Publishing, Web, Social Media, Mobile und Gadgets.
Er berät Unternehmen bei Social Media Auftritten und Content Marketing. Privat ist
er Musiker, Radfahrer und Landschaftsmaler.

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