Herrlich bequem im Smart Home

Sein Licht vom Bett aus zu steuern, ohne noch einmal aufstehen zu müssen, ist ein echter Luxus. Die Bloggerin Lina Mallon erzählt uns, warum sie Smart Living so sexy findet.

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Macht uns Smart Living faul? 



Vor ein paar Tagen saß ich mit Freundinnen beim Dinner. Eine von uns war gerade in ihre neue Wohnung gezogen und gab ein kleines Willkommensessen. Natürlich redeten wir über Möbel, über Einrichtungsträume und Pläne, Farbkonzepte und – auch Smart Living.

Meine Freundinnen wissen, dass ich seit 6 Monaten verschiedene Aspekte teste, mich auf das Experiment Smart Home einlasse. Ich erzähle von meinem Lichtkonzept in Verbindung mit Philips Hue, von den Möglichkeiten, das Bad smart heizen zu lassen, von der Wifi-Steuerung meiner Waschmaschine und Bewegungsmeldern, die dafür sorgen, dass ich nachts nicht im Dunkeln ins Bad stolpere und nach dem Lichtschalter taste. 



„Ich finde das ja alles irgendwie gruselig“, sagt eine von ihnen schließlich. „Gruselig?“ „Na ja, nicht gruselig, aber hast du nicht das Gefühl, dass du Maschinen deinen Alltag überlässt? Dass diese ganzen smarten Geräte dich irgendwie faul machen?“ 

Ich denke darüber nach. Tatsächlich funktioniert vieles bei mir mittlerweile automatisch. Das Licht dimmt sich gegen 23:00 Uhr herunter und kündigt mir, sollte ich noch über dem Laptop sitzen und schreiben, an, dass es langsam Zeit wäre, mich erst ins Bad und dann ins Bett zu begeben. Lampen schalte ich nur noch per Sprachansage oder über die EinfachSmart-App ein und aus (gerade, wenn man schon im Bett liegt und das Licht in der Küche vergessen hat, ist das himmlisch!).

Ich lasse mich gegen 06:30 Uhr dann wieder automatisch von steigender Helligkeit in meinem Zuhause wecken, mich erinnern, wann ich während der Zeit im Home-Office mal wieder lüften müsste, ich plane meine Wäsche über eine App und tracke meine Bewegung und auch meine Verhaltensmuster über den Tag mit meinem Smartphone. 
Das ist für mich kein Aufwand mehr, sondern vollkommen normal. Und tatsächlich finde ich nicht, dass es mich faul macht, blind oder ferngesteuert, ganz im Gegenteil. Es macht mich sogar aufmerksamer. 



Regelmäßiges Lüften, dabei Energie sparen und gleichzeitig für eine gesunde Luftqualität sorgen – das ist bei mir früher nie passiert, ich machte mir schlicht nie Gedanken darum. Licht brannte oft über Nacht, einfach, weil ich die kleine Lampe neben der Couch vergessen hatte und ich weiß gar nicht, wie oft ich die Wäsche zwei Mal waschen musste, weil ich ungeplant viel zu spät nach Hause kam, sie schon zu lange nass in der Trommel gelegen hatte und erneut durchgespült werden musste. 


Dass ich beispielsweise meinen Tag und meine Muster über die App LifeCycle tracken lasse, hat für mich den Vorteil, dass ich am Ende der Woche immer mal wieder schauen kann, wie viel Zeit ich am Schreibtisch, wie viel ausgleichend beim Sport, an der frischen Luft, mit Freunden oder bei Spaziergängen verbracht habe. Ich mag es, dass sie mir noch einmal meine Schlafqualität aufzeigt, mich daran erinnert, besser auf meine Gesundheit oder Bewegung zu achten und ich einen Überblick darüber bekomme, wie ich meine Zeit verbringe. 



Smart Living ist für mich mehr, als dass mir Apps Aufgaben abnehmen, ich habe das Gefühl, sie ersetzen lästige Tasks für mich, sodass ich mich auf wichtigere Dinge fokussieren kann. Solche, für die meine volle Konzentration gefragt ist. Ich fühle mich ehrlich gesagt, als würde mein Alltag entleert werden und wieder mehr Platz im Kopf entstehen. Smart Living ist eine Frage der eigenen Bedürfnisse und der eigenen Einstellung. 


Lina Mallon

Lina Mallon erzählt auf ihrem gleichnamigen Blog seit 2011 von Mode, Männern und Leidenschaften. Von spontanen Reisen, Roadtripmomenten, fabelhaften Aussichten, gelebten Träumen oder einem guten Drink. Der Blog LINA MALLON ist über die Jahre zu einem persönlichen Life and Style Diary einer jungen Frau geworden, die ihre eigene Geschichte schreibt – und teilt.

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