Die neue App Blippar macht schlau

von Franziska Wischmann

Der Mensch ist neugierig. Viele Antworten findet er im Internet. Aber nicht alle. Dafür gibt es jetzt einen spannenden Ansatz: die neue App Blippar, die alles scannt und in wertvolle Informationen umwandelt.

Wie häufig stellen wir uns Fragen, die wir nicht beantworten können. Und die auch niemand googeln kann. Welcher Vogel ist gerade vorbeigeflogen? Wie heißt die Blume, die am Wegesrand wächst? Welche verschiedenen Hunderassen stecken in meiner Promenadenmischung? Unter welchen Umständen hat Picasso das Bild gemalt, das einem in der großen Retrospektive ins Auge gefallen ist? Genau das kann die App Blippar: Objekte mit der Kamera erkennen und dank künstlicher Intelligenz und Bilderkennungsfunktion in viele konkrete Informationen umwandeln.

Wissen kann nicht schaden

Dahinter steckt ein System, das eng an Wikipedia angelehnt ist. Also eine Plattform, die sich aus allen großen Bereichen des Kosmos zusammensetzt, von Geographie, Geschichte, Naturwissenschaften bis zu den gesellschaftlich und politisch relevanten Themenfeldern. Weil jeder mitmachen und relevante Informationen einspeisen kann, sind Quelle und Wahrheitsgehalt zwar manchmal mit Vorsicht zu genießen. Aber immerhin: Wissen ist überall und jederzeit zu haben. So sind in 15 Jahren allein in deutscher Sprache fast zwei Millionen Artikel zusammen gekommen.

Blippar funktioniert auf diesem Prinzip. Man scannt einen Gegenstand und wird mit allen nützlichen Informationen versorgt, nur auf der Virtual-Reality-Schiene. Durch die Kamerafunktion wird das Smartphone zum Scanner. Mit Hilfe einer entsprechenden Bilderkennungsoftware lernt der User mehr über die Dinge, die er »blippt«.

Wie das genau abläuft?

Ich habe es mal mit der Tomate, die vom Frühstück übrig geblieben ist, ausprobiert. Offensichtlich ähnelt sie inzwischen in Form und Farbe einem Apfel. Jedenfalls spuckt mir mein Smartphone alles Wissenswerte über Äpfel aus. Woher sie kommen, welchen Energie- und Vitamingehalt sie haben. Ja selbst Rezepte zu Apfelsaft und Cidre bekomme ich ausgespielt. Alles auf der Basis von Wikipedia und in englischer Sprache. Meine Vorstellung, dass Blippar meine Tomate erkennt und auf Reife und Qualität überprüfen kann, erfüllt sich damit allerdings nicht.

Für wen ist Blippar dann?

Es gibt ja viele Menschen, die sich momentan durch die Welt bewegen auf der Suche nach kleinen Pokémons. Mit Blippar könnten sie sich tatsächlich weiterbilden. Und das ist toll. Abends auf dem Nachhauseweg fahre ich an einem Blumenstrauch vorbei, der wunderschöne blaue Blüten hat. Er ist mir schon oft aufgefallen, aber ich wusste nie, welcher Herkunft er ist. Einmal kurz eingescannt und prompt liefert mir mein Smartphone die Antwort: blue Ceanothus 'Blue Mound' steht dort, übersetzt heißt er 'Kalifornischer Flieder'. Ich erfahre noch Nützliches über Pflanzbedingungen und Blütezeit und denke »Wow«, das ist wirklich ein toller einfacher Blipp!

Artikel vom

von Franziska Wischmann

Franziska Wischmann, Redakteurin mit den Schwerpunkten Wissenschaft und Forschung,
hat mit dem Heranwachsen ihrer Kinder für sich ein spannendes neues Feld entdeckt:
Technik, Gadgets, Apps für jede Lebenslage.

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