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Ärger auf Facebook? 5 Tipps, wie Sie damit umgehen können

von Sandra Schink

Manche Facebookposts führen einfach zu Ärger. Doch wir sind ihnen nicht hilflos ausgeliefert! 5 Tipps, wie Sie mit ärgerlichen Posts umgehen können.

Das soziale Netzwerk Facebook ist unser Stammlokal im Internet. Hier tauschen wir uns mit Freunden, Familie und Kollegen aus, hier zeigen wir, wer wir sind, wo wir sind, was wir machen. Hier lachen und hier diskutieren wir. Und manchmal erschrecken wir uns, weil wir etwas sehen, was wir hier in unserer virtuellen Wohlfühlwelt nicht sehen wollen: Beiträge und Bilder von Krieg und Gewalt, *** und Pornographie, Hass und Propaganda. Dagegen können wir etwas tun. 

1. Durchatmen und nicht weiter teilen

Häufig machen Menschen sich ihrem Ärger Luft, indem sie einen in ihren Augen verwerflichen Beitrag weiterteilen und sich dann aufgeregt darüber äußern. Damit verhelfen sie diesem Beitrag aber zu einer noch größeren Aufmerksamkeit. Und erreichen damit, dass dieser Beitrag noch weiter in Umlauf gebracht wird. Wer sich darüber äußern möchte, kann die Ursache seines Themas einfach beschreiben. 

2. Reißerische Schlagzeile? Erst mal schauen, was dran ist!

Handelt es sich um einen Beitrag, bei dem eigentlich alle Gemüter sofort in Wallung geraten müssen, schon weil die Titelzeile des geteilten Artikels so reißerisch aufgemacht ist wie zum Beispiel "Migranten grillen Hund in Tirol", dann ist immer Vorsicht geboten: Grundsätzlich werden Schlagzeilen, die emotional aufpeitschen sollen, eingesetzt, um die Leser auf eine Webseite zu locken, auf der sehr viel Werbung untergebracht ist. Hintergrund ist, dass die Betreiber Geld dafür bekommen, wenn sie nachweisen können, dass diese Werbung angezeigt wurde. Je reißerischer eine Schlagzeile formuliert ist, je mehr ein Bild aufregt oder berührt, desto wahrscheinlicher ist es, dass der Wahrheitsgehalt der "Nachricht" gen Null geht und es sich um ein sogenanntes "Clickbait", einen Klick-Köder handelt. Auf der Seite ZDDK - Zuerst denken, dann klicken kann man nach solchen Falschmeldungen, die auch Fakes oder Hoaxes genannt werden, suchen und nachlesen, ob was dran ist an der Meldung. Wer sich mit der Weitergabe einer Falschmeldung nicht lächerlich machen möchte, findet bei ZDDK auch Informationen, wie man Fakenews erkennen kann. 

3. Gewaltdarstellung, Hass oder *****? Melden!

Beitrag melden bei FacebookStößt man auf Inhalte, von denen man denkt, dass sie einfach nicht auf Facebook gezeigt werden sollten, wie drastische Gewaltdarstellungen, Hassreden oder Pornographie, dann kann man sie dem Facebook-Support-Team melden. Dazu klickt man im Beitrag oben rechts auf den kleinen grauen Pfeil und öffnet das Menü, in dem man die Option "Beitrag melden" aussuchen kann. Danach wird man durch einen Dialog geführt, der dem Facebook-Team hilft, ihn zum richtigen Reviewer, also dem Sachbearbeiter zu schicken. Der entscheidet dann, ob der Beitrag gegen Facebooks Gemeinschaftsstandards verstößt und gelöscht wird. Hier wird zum Beispiel differenziert zwischen Gewaltverherrlichung und Dokumentation von Gewalt. Gewaltverherrlichung wird gelöscht, Gewaltdokumentaion mit einem Layer versehen, der dem Leser die Möglichkeit gibt selbst zu entscheiden, ob er sich das ansehen möchte, oder nicht. Ausführliche Hintergründe über die Löschregeln sind in diesem Artikel zu finden. 

4. Mit Bedacht kommentieren

Wer unter Beiträgen, die einem nicht gefallen, Kommentare hinterlässt, sollte sich immer bewusst darüber sein, dass eventuell jeder diese Kommentare lesen kann. Auch der Partner, die eigenen Kinder, Kollegen oder der Chef. Auch wenn man sich sehr über ein Thema geärgert hat, sollte man seine guten Manieren deshalb nicht vergessen. Überlegen Sie bei jedem Kommentar, ob Sie ihn dem Menschen auch genau so ins Gesicht sagen würden. Ein hasserfüllter Kommentar kann auch zu einer Kündigung führen. Das ist bereits mehrfach geschehen

5. Menschlich mit Menschen umgehen

Respekt ist der Schlüssel zu einem friedlichen Zusammenleben in unserer Gesellschaft. Das gilt im Job und beim Bäcker ebenso wie in den sozialen Netzwerken. Jeder kann seinen Teil dazu beitragen, wenn er bereit ist, so offen und respektvoll mit seinem Gegenüber umzugehen, wie man es sich selbst wünscht. Oder mit Opas Worten ausgedrückt: "Was Du nicht willst, das man Dir tu, das füg auch keinem anderen zu!" In diesem Sinne: Auf ein friedliches Miteinander.

Artikel vom

von Sandra Schink

Seit 1990 journalistisch tätig. Arbeitete als freie Fotografin für Tageszeitungsredaktionen,
als Redakteurin für Magazine und als Community Managerin für stern.de. Digitales
ist ihr Leben, seit sie 1975 das erste mal Pong gespielt hat. Sie ist überzeugt:
Die Zukunft ist smart.

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