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Warum Eltern beim Thema „Fortnite“ aufpassen sollten

von Rob Vegas

Fortnite ist längst nicht mehr nur irgendein Videospiel für verschiedene Plattformen, sondern ein echtes Phänomen. Kürzlich feierte der Titel aus dem Hause Epic Games seinen ersten Geburtstag. Durch den gigantischen Erfolg wird der Wert des Entwicklers mittlerweile auf fünf bis acht Milliarden Dollar beziffert. Nur was ist eigentlich an Fortnite so besonders?

Fortnite ist das große Thema auf den Schulhöfen

Viele Eltern sind schon allein von dem Titel des Spiels genervt. Die eigenen Kinder kennen scheinbar nur noch Fortnite und bitten wieder und wieder um ein paar Euros, damit sie sich davon im Spiel neue Items kaufen können. Damit ist das Spiel auch schon gut erklärt. Fortnite lebt von den sogenannten In-App Käufen und Abomodellen. Für ein paar Euro pro Woche gibt es dann eine bessere Ausrüstung, neue Outfits und Waffen. Dabei kostet das Spiel an sich keinen Cent. Der Entwickler stellt es kostenfrei zur Verfügung. Selbst Branchenriese Nintendo sah sich deshalb dazu verpflichtet, den Titel so schnell wie möglich auf die noch junge Nintendo switch Konsole portieren zu lassen. Damit löste das Spiel den nächsten Hype aus, denn nun konnte man den Titel auch unterwegs spielen. So ist Fortnite nun auch für iOS verfügbar und soll bald auch den Weg auf leistungsstarke Android-Smartphones finden. Ein genaues Datum ist hier allerdings noch nicht bekannt. Doch worum dreht sich die Welt in Fortnite überhaupt?

PUBG und Fortnite im Duell

Das Spielprinzip ist denkbar einfach und wurde eigentlich vom Konkurrenten PUBG eingeführt. Spieler springen über einer Insel aus einem Flugzeug und suchen sich via Fallschirm eine Landezone. Sind alle Spieler gelandet, suchen sie sich Waffen und Ausrüstung. Dabei wird die Insel in Zeitabständen immer kleiner. Am Ende tummeln sich die letzten Spieler auf einem sehr kleinen Areal. Der Letzte gewinnt. Insofern gilt es in Fortnite und PUBG zu überleben. Man muss andere Spieler ausschalten und als Letzter auf der Insel bleiben. Dann hat man gewonnen. Dieses einfache Konzept hat Spieler sofort auf der ganzen Welt begeistert. PUBG konnte man sogar schon länger auch auf Android-Smartphones mobile spielen, doch Epic Games hat mit Fortnite mittlerweile PUBG den Rang abgelaufen. Fortnite ist bunter und ein wenig verrückter. Hier springen die Spieler zum Beispiel nicht aus einem Flugzeug auf die Insel, sondern aus einem fliegenden Bus. Die Grafik ist hier eher im Cartoon-Stil gehalten und die Fanbase wächst täglich. Nicht umsonst kündigte Nintendo auf der E3 Spielemesse in Los Angeles dann eine Version für die eigene Konsole an. Bei so einem globalen Phänomen will man dabei sein. Dieses Spiel prägt aktuell eine ganze Generation an Spielern. Spielten Jugendliche früher Counter Strike und World of Warcraft, so ist es im Jahr 2018 Fortnite.

Eltern sollten aufpassen

Das Spielprinzip an sich ist einfach und es gibt auch immer wieder neue Variationen und Ereignisse. Eltern sollten nicht unbedingt Angst vor dem Inhalt von Fortnite haben. Es ist irgendwo sicher ein Shooter, aber hier spritzt kein Blut und das Duell ist eher harmlos. Das Überleben steht hier im Mittelpunkt und es ist ein sehr großes Glücksgefühl, wenn man wirklich der letzte Spieler auf der Karte ist. Gefährlicher ist da schon die Sucht, welche Fortnite auslösen kann. Es ist nicht nur das große Thema auf dem Schulhof, sondern das Spiel frisst auch gern Taschengeld. Zwar kosten Items allein oft gar nicht viel Geld, aber über die Wochen und Monate summieren sich die Kosten schnell. Kauft man ein klassisches Videospiel für 40 bis 70 Euro, so sind die Kosten klar. Vielleicht gibt es noch ein paar zusätzliche Inhalte für das Spiel kostenpflichtig im Netz, aber hier investiert man bestenfalls noch 20 Euro extra in besondere Missionen. Bei Fortnite investiert man schnell über hundert Euro in dieses vermeintlich kostenlose Spiel. Hier sollten Eltern wachsame Augen haben. Nicht umsonst wird der Wert des Entwicklers aktuell auf mehrere Milliarden Dollar beziffert. Das Spiel an sich stellt keine Gefahr dar. Vorausgesetzt, die Jugendlichen haben noch andere Interessen, als rund um die Uhr Fortnite zu spielen.

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von Rob Vegas

Seit 2003 im Netz unterwegs. Blogger, Digital Native, falscher Harald Schmidt
auf Twitter und neuerdings Papa mit Vorliebe für Gadgets.
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