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Geld sparen, Daten schützen, sicher surfen – 5 wichtige Tipps zu Apps

von Rüdiger Maulko

Keine Frage, Apps erleichtern unser Leben in vielerlei Hinsicht. Leider haben sie nicht nur positive Eigenschaften. Sie können uns ausspionieren, Festplatten zumüllen oder beachtliche Kosten verursachen. Viele Probleme kann man mit einfachen Maßnahmen in den Griff bekommen. Wir geben Ihnen nützliche Tipps, wie Sie in Zukunft Ihre Privatsphäre besser schützen, sicherer Surfen und Geld sparen können.

Tipp 1: Die Spreu vom Weizen trennen, Nutzen hinterfragen

Bevor ein Programm auf der Festplatte landet, sollte man sich fragen: Brauche ich die App wirklich, werde ich sie auf Dauer regelmäßig nutzen? Eine App für eine Smart Home Base ist z. B. sinnvoll, da sie den Komfort durch die zentrale Steuerung von smarter Sicherheits- und Haustechnik beträchtlich erhöht. Ein spezielles Helferlein für Preisrecherchen, die man nur gelegentlich durchführt, ist allerdings kein Must-have. Dafür reicht der Browser eines Smartphones oder Tablets vollkommen aus. Geht man bei der Installation mit Bedacht und Augenmaß vor, müssen Mobilgeräte nur in größeren Zeitabständen durchgecheckt und aufgeräumt werden.

Tipp 2: Regelmäßig Ausmisten

Gerade wenn zu viele Apps installiert sind, leidet das Mobilgerät unter Speicherknappheit und wird meist deutlich langsamer. Programme öffnen sich in Zeitlupe, es lahmt und ruckelt. Werden Slow Motion und Speicherknappheit zum Dauerzustand, ist Handeln angesagt. Gehen Sie in den Einstellungen des Betriebssystems die App-Installationen durch oder löschen Sie Anwendungen direkt vom Desktop aus. Bei solchen Aktionen finde ich immer wieder Kandidaten, die schon sehr lange nicht mehr genutzt wurden. Vor allem in den Ordnern meines iOS-Desktops befinden sich nach einiger Zeit einige längst vergessene Exemplare.

Komfortabler und umfangreicher können Android-Smartphones und -Tablets mit Clean Master optimiert werden. Apple-Geräte mit dem aktuellen iOS 11 können länger ungenutzte Apps erstmals automatisch auslagern (die Option finden Sie in den Einstellungen unter „Allgemein“/„iPhone-Speicher“). Wird das Programm irgendwann wieder benötigt, erfolgt ein Reload der erforderlichen Dateien aus dem App Store. Nach kurzer Zeit kann die App im ursprünglichen Zustand wieder genutzt werden. Da die persönlichen Userdaten und -dokumente für eine problemlose Wiederherstellung des Ausgangzustands auf dem Gerät verbleiben, wird weiterhin noch Speicher auf der Festplatte belegt. Ist es sicher, dass eine App nicht mehr benötigt wird, ist eine komplette Deinstallation effektiver. Ein weiterer Tipp: Bei Apple-Geräten muss nicht bei jedem Programm die Hintergrundaktualisierung aktiv sein. In den Einstellungen des Systems ist das schnell geändert. Global für alle Apps lässt sich die Funktion unter "Allgemein/Hintergrundaktualisierung" deaktivieren. Dort gibt es auch eine praktische Übersicht über alle Programme, die regelmäßig im Hintergrund aktiv sind. Via Schieberegler sind überflüssige Aktualisierungsfunktionen zügig deaktiviert. Alternativ können Sie in den Systemeinstellungen die Einstellungsmenüs einzelner Apps aufsuchen. Der Vorteil: Sie können prüfen, ob andere Dauerfunktionen ebenfalls abgeschaltet und dadurch weitere Ressourcen fürs Betriebssystem zur Verfügung gestellt werden können. Keine Sorge, es kann nichts passieren. Funktioniert das Helferlein nicht zufriedenstellend, macht man einzelne Deaktivierungen einfach schrittweise wieder rückgängig.

Oft ist Ausmisten mit einem deutlichen Zugewinn an Speicher, Geschwindigkeit und Akku-Laufzeit verbunden, da die Apps neben Programm- auch Arbeitsdateien auf dem Mobilgerät ablegen und - obwohl schon lange vergessen - dauerhaft mit Hintergrundaktivitäten das System ausbremsen. Zudem wird der Volumentarif des Smartphones besser ausgenutzt, da unterwegs weniger Daten im Hintergrund versendet werden. Unter Umständen kann sogar eine kostspielige Neuanschaffung eines Gerätes umgangen oder zumindest hinausgezögert werden. Hilft der regelmäßige Hausputz nichts, müssen ältere Geräte leider ausgetauscht werden. Ihre geringeren Speicherkapazitäten sind oft nicht mehr ausreichend, um die aktuellen Betriebssysteme und Apps mit gewachsenem Ressourcenbedarf anständig zu betreiben.

Tipp 3: Vorsicht bei der Installation

Viele Apps sind auf den ersten Blick gratis, das ist natürlich sehr verlockend. Bei den kostenlosen Angeboten tummeln sich allerdings viele Exemplare, die sich für unsere Privatsphäre interessieren und die gesammelten persönlichen Daten durch Weiterverkauf an Dritte zu Geld machen. Dass ein Organizer Zugang zu Kontakten haben möchte, ist ja noch nachvollziehbar. Leider sind aber auch Apps neugierig, von denen man es gar nicht erwartet. Oder hätten Sie gedacht, dass sich ein Tool zur Akkuüberwachung für personenbezogene Daten interessiert? Bitte lesen Sie auf jeden Fall während der Installation die Datenschutz- und Installationshinweise gründlich durch und achten Sie darauf, welche Zugriffsrechte verlangt werden. Wirkt die App unseriös, hilft meist ein anderes Programm. Bei dem umfangreichen Angebot der Stores ist es schnell gefunden. Nach der Installation sollte die zweite Kontrolle erfolgen. In den Einstellungen der Anwendung bitte unbedingt prüfen, was erlaubt und aktiviert ist. Wird ohne erkennbaren Grund auf Ortungsfunktionen und Mikrofone zugegriffen, ist der Nutzen gegen eine mögliche Preisgabe persönlicher Daten abzuwägen. Eine genaue Prüfung der Berechtigungen ist auch wichtig für den Schutz vor Schadsoftware.

Tipp 4: Schädlinge konsequent bekämpfen

Beim Surfen oder infolge einer Installation können Fake- und Schadprogramme (Malware) aufs Gerät gelangen. Generell gilt: Downloads von unbekannten Quellen sind unbedingt zu vermeiden. Speziell Android-Nutzer sollten beim Geräteschutz vorsichtig sein und über die Anschaffung einer Sicherheitssoftware nachdenken. Empfehlenswert ist Mobile Security & Antivirus von Trend Micro. Das multifunktionale Programm ist umfassend aktiv: Es operiert als Viren- und Malwarescanner, warnt vor unsicherem Netzverkehr, bösartigen Spionageprogrammen und Einfallstoren für Hacker. Gefälschte Banking-, Finanz- und Shopping-Apps werden erkannt. Außerdem wird der Internetverkehr überwacht und Lieblingsapps können vor Manipulation geschützt werden. Der komfortable Rundum-Schutz kostet allerdings. Wer für die Sicherheit mobiler Geräte kein Geld ausgeben möchte, sollte sich schon vor der Installation gründlich mit der ins Auge gefassten Wunschapp auseinandersetzen und folgende Fragen vorab klären: Gibt es in den App-Stores viele Bewertungen über einen längeren Zeitraum hinweg? Wie wird die App im Detail bewertet? Eine ergänzende Netzrecherche kann ebenfalls bei der Auswahl helfen: Sind App oder Hersteller schon einmal negativ aufgefallen? Hat die App einen Ruf als neugieriges Spionageprogramm? Wird sie von renommierten Computerzeitschriften oder anderen seriösen Quellen empfohlen?

Tipp 5: Kostenfallen vermeiden und dadurch Geld sparen

Apps können schnell zur Kostenfalle werden. Man installiert eine Gratisversion und muss bald feststellen, dass diese nicht ausreicht. Oft sind zusätzliche Funktionen relativ günstig, auf Dauer summieren sich die Mikrobeträge aber. Noch unübersichtlicher wird es, wenn wiederholt „kleine Extras“ in diversen Apps dazugekauft werden. Eltern kennen das Kostenproblem von Spiele-Apps. Die Kinder installieren eine eingeschränkte Demoversion, erzielen aufgrund geschickter Programmierung schnell Erfolge und wollen dann mehr, um im Spiel weiterzukommen. Neue Spielfiguren oder mehr „Spielgeld“ gibt es aber nicht umsonst. Die Kinder quengeln dann solange, bis die Eltern nachgeben und zahlen. Bei der Abrechnung ist die Überraschung groß, wenn viele Mikrobeträge insgesamt recht hohe Ausgaben verursachen. Im schlimmsten Fall haben übereifrige Kinder ohne Wissen der Eltern sogar ein kostenpflichtiges Abonnement abgeschlossen. In-App-Käufe werden aber auch von Erwachsenen immer wieder aus Unachtsamkeit getätigt. Die gute Nachricht: Stornierungen sind unter Umständen möglich (Infos dazu: Google Play, App/iTunes Store). Der bessere Weg ist aber, ungewollte Deals von vornherein zu unterbinden. Bei Apple lassen sich In-App-Käufe generell in den Systemeinstellungen deaktivieren. Flexibler ist ein Passwort, das bei jedem Kauf einzugeben ist (weitere Infos von Apple gibt’s hier). Bei Android-Geräten gibt es keine generelle Einschränkung via Systemeinstellung. Es kann nur ein Passwort definiert werden, das bei jedem Kauf abgefragt wird. Damit die Passwortmethode in Familien funktioniert, sollten Kinder den Freischaltcode natürlich nicht kennen.

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von Rüdiger Maulko

Mehrjährige Tätigkeit an der Universität Hamburg, danach freier Dozent, Texter
für Werbeagenturen und freier Publizist. Promotion im Fach Medienwissenschaft über
die Digitalisierung des Fernsehens.
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