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Gute Reise: Auf diese 7 Apps sollten Sie im Urlaub nicht verzichten

von Christian Zeiser

Google Maps oder Apple Maps sind auf fast jedem Smartphone installiert, also kann es losgehen? Sicher, das kann es, aber diese beiden Apps können vieles nicht oder nur sehr eingeschränkt, was andere Apps deutlich besser können. Mit diesen sieben Reise-Apps kommen sie souverän an jedes Reiseziel und wissen auch dort bestens Bescheid.

Skyscanner: Für die Vorbereitung

Vor dem Trip kommt das Buchen, und die Suche nach einem passenden und günstigen Flug kann Zeit und Nerven kosten – bis man sich Skyscanner auf das Smartphone lädt. Die App sucht nicht nur günstige Flüge und leitet dann zur Buchung weiter, sondern bietet auch sonst viel Komfort. So lassen sich von Service über Mahlzeiten bis zu Beinfreiheit weitere Informationen abrufen. Wer nicht gleich buchen möchte, kann einen Flug zunächst auf eine Checkliste setzen und dessen Preisentwicklung beobachten. Bei der Flugsuche helfen Filter dabei, etwa Flüge mit möglichst wenigen Zwischenlandungen zu finden. Selbst bei der spontanen Urlaubsplanung ist Skyscanner sehr hilfreich und zeigt etwa günstige Flüge zu einer ganzen Reihe von Zielen ab dem Heimatflughafen an. Die kostenlose App gibt es für iOS und Android.

Google Trips: Alle Unterlagen beisammen

Google, die alles umschlingende Datenkrake, kümmert sich nun auch um Reisende, und das sogar sehr gut. Das kostenlose Google Trips für Android und iOS erkennt automatisch Flugtickets, Hotelreservierungen und mehr, sofern diese in einem Google-Mail-Konto eintreffen. In der App stehen diese dann sofort zur Verfügung – samt Buchungscode, Terminal und so weiter. Nach der Landung schlägt die Reise-App Möglichkeiten vor, vom Flughafen in die Stadt zu kommen und schätzt dabei sogar die Taxikosten recht akkurat. Auch vor Ort macht Googles Datensammelleidenschaft sich nützlich und und gibt anhand des Nutzerverhaltens Tipps für den Tag. Die Infos zum Reiseziel können vorab auch komplett heruntergeladen werden – praktisch, wenn man dort nicht gleich eine Datenverbindung hat, oder um sich während des Fluges schon mal einige Informationen anzulesen. Einziges Manko: Bislang ist Google Trips nur in englischer Sprache erhältlich.

TripAdvisor: Der Klassiker

Ohne diese App sollte niemand mehr eine Reise antreten. TripAdvisor hilft bei der Hotelsuche und schlägt, einmal vor Ort, Aktivitäten und Restaurants vor. Unzählige Rezensionen von anderen Reisenden sorgen dabei dafür, dass man sich vor der Buchung ein umfassendes Bild eines Hotels machen kann: Ist das Hotel eher bei Familien beliebt oder handelt es sich um ein lautes Partyhaus? Die Erfahrungen vorheriger Gäste sind hier sehr hilfreich, aufmerksames Lesen lohnt sich also. Gerade bei der Suche nach Unterkünften sind die verschiedenen Filter sehr praktisch, um etwa nur Hotels oder nur Bed & Breakfasts angezeigt zu bekommen oder einen Höchstpreis zusetzen. Auf der Suche nach einem Restaurant unterstützt die App mit Tipps in der Umgebung und startet auch gleich die Navigation dorthin.

Spotted by Locals: Tipps von Einheimischen

Für mehr als 50 Städte in Europa und ein Dutzend in Nordamerika gibt es mehr als die üblichen Reisetipps: Spotted By Locals hilft, eine Stadt auch abseits der touristischen Pfade zu entdecken, denn die dortigen Tipps stammen von handverlesenen Einheimischen. Diese empfehlen authentische Restaurants, sympathische Unterkünfte – oder, wie im Falle Hamburgs, auch mal eine Fischbrötchenbude. Dabei funktioniert die App vollständig offline, während des Besuchs fallen für die Benutzung also keine Roaming-Gebühren an. Pro Stadt kostet der beste Smartphone-Reiseführer 3,99 Euro, die App gibt es für iOS und Android.

Hotel Tonight: Für Besserschläfer

Es begann als App für die Last-Minute-Hotelsuche, heute kann Hotel Tonight auch bis zu eine Woche im Voraus buchen und entpuppt sich dabei oft als die App, die den besten Deal anbietet. Das elegante Interface macht dabei die Buchung zum Vergnügen und bietet eine ansprechend aufgemachte Präsentation der Partnerhotels. Spontane Reisende, die sich erst am Zielort für eine Unterkunft entscheiden wollen, finden so in nahezu allen Metropolen der Welt Unterkünfte fernab der üblichen Business-Hotels und sparen auch noch einen guten Teil des üblichen Übernachtungspreises. Sicher: Wirklich günstig wird eine Nacht in New York City dadurch immer noch nicht, trotzdem sind zum Beispiel Übernachtungen in sehr guten und originellen Hotels für unter 100 Dollar möglich.

Citymapper: Das bessere Google Maps

Wer in einer fremden Stadt auf den öffentliche Nahverkehr angewiesen ist, kennt das: Nach einem ersten Blick auf das Streckennetz versteht man schon nichts mehr. Google Maps ist hier oft keine große Hilfe, weil sie in vielen Städten nur einen Teil des Angebots umfasst und etwa Mitfahrdienste wie Uber nicht berücksichtigt. Citymapper erledigt da einen deutlich besseren Job: Die App integriert alle möglichen verfügbaren Angebote wie Leihfahrräder, Car Sharing und mehr und errechnet aus diesen sowie den Fahrplänen des ÖPNV mehrerer Routen ans Ziel. Je nach Stadt gibt es sogar Extra-Tipps wie den Hinweis, für kürzere Umsteigezeiten in einen bestimmten Abschnitt des Zuges einzusteigen, wie die App es etwa in New York beherrscht. Für die Navigation in der Stadt sicherlich die beste App, und das kostenlos für iPhone und Android.

LiveTrekker: Für die Erinnerungen

Gleich nach der Rückkehr beginnt die Erinnerung an die Reise zu verblassen? Hiergegen kann LiveTrekker helfen. Die App erstellt ein detailliertes Reisetagebuch inklusive einer Karte mit sämtlichen aufgenommenen Fotos, Videos und Audio-Einträgen. Die so erstellten Reiseberichte lassen sich online mit Freunden teilen. Für die Benutzung sollte ein günstiger Roaming-Tarif vorhanden sein, wobei die App auch einen Offline-Moudus bietet, in dem sie nur über W-LAN Daten synchronisiert. LiveTrekker ist kostenlos und für iOS und Android verfügbar.





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von Christian Zeiser

Der selbstständige Journalist beschäftigt sich seit 15 Jahren mit smarter Technik.
Angefangen hat alles mit dem Thema "3 Megapixel: Digitalkameras werden erwachsen".
Heute verfolgt er interessiert die Entwicklung des Internet der Dinge.

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