Gut unterwegs: Die besten Städte-Apps

In fremden Städten ist ein guter Reiseführer unverzichtbar. Diese Apps wissen auch abseits der üblichen Touristenpfade bestens Bescheid

Bruno Martins/Unsplash

Wer in London ist und nur Buckingham Palace und Tower-Bridge besucht, verpasst das Beste. Little Venice etwa, oder die Kyoto-Gärten. Wer die wirklich interessanten Orte in einer fremden Stadt entdecken will, braucht einen guten Reiseführer. Die kommen heute praktischerweise als Apps daher. Nur welche Apps kennen die wirklich besten Tipps? Das bekannte TripAdvisor kennt ungefähr jeden Bordstein in der Stadt, ist aber nicht wirklich hilfreich, wenn es darum geht, zu selektieren, was man sehen möchte. Wir kennen bessere Alternativen.

Spotted By Locals: Tipps von Einheimischen

Wem kann man am ehesten vertrauen, wenn es darum geht, die wirklich interessanten Orte in einer fremden Stadt zu finden? Richtig, denen, die dort leben. Nun kann man kaum spontan Menschen auf der Straße ansprechen und sie um eine Tour bitten, doch zum Glück muss man das auch gar nicht. Die Guides von Spotted by Locals sind für über 70 Städte in Europa und Nordamerika verfügbar und wimmeln nur so von Tipps, die von Einheimischen geschrieben wurden. Cafés, Bars und Restaurants sind ebenso dabei wie historische Orte, Plätze zum Entspannen und Shopping-Tips. Was man nicht findet: Touristenfallen. Die Apps von Spotted by Locals kosten gut angelegte 3,99 Euro pro Stadt und sind für iOS und Android verfügbar. Die App an sich ist dabei kostenlos, die einzelnen Guides gibt es als In-App-Kauf. Allerdings benötigt man Englischkenntnisse, auf Deutsch gibt es die Guides nicht.

mTrip: Alles dabei, alles offline

mTrip bietet gleich mancherlei, was andere Stadtführer-Apps vermissen lassen. Zum einen kann sie völlig ohne Internetverbindung arbeiten, und das sogar, wenn sie ihre Anwender zum Ziel führt – zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Obendrein kann mTrip auch komplette Sightseeing-Routen planen. Dazu verrät man der App einfach, welche Bereiche am meisten interessieren, etwa Kultur oder Parks, und wie schnell man dabei vorgehen möchte. Die Beschreibungen der Orte kommen dabei allerdings von anderen Anwendern und sind unterschiedlich hilfreich, außerdem stehen nicht immer Texte in deutscher Sprache zur Verfügung. Verfügbar ist mTrip für viele europäische Großstädte sowie für einige in den USA und Asien. Auch hier ist die App zunächst kostenlos, jeder Reiseführer erfordert einen In-App-Kauf, der 5,49 Euro kostet. Mtrip gibt es für Android und iOS.

Field Trip: Guck mal, da!

Für diejenigen, die ihr Smartphone auf einem Städte-Trip meist in der Tasche sich selbst vor allem treiben lassen wollen, ist Field Trip die richtige App. Sie läuft nämlich im Hintergrund und meldet sich immer dann, wenn man sich in der Nähe eines interessanten Ortes befindet. Die Tipps und Beschreibungen werden dabei von diversen Blogs und Magazinen geliefert, darunter auch die internationalen Ausgehexperten von Time Out. Entsprechend sind sowohl deutsch- als auch englischsprachige Beschreibungen zu finden, auch ist die Dichte an guten Tipps von Stadt zu Stadt unterschiedlich. Da die App ihren Dienst im Hintergrund verrichtet, kann es allerdings nicht schaden, sie beim Stadtbummel mitlaufen zu lassen. Field Trip ist für iOS und Android kostenlos.

GetYourGuide: Die Erlebnis-App

Ob eine Kiez-Tour in Hamburg oder der Besuch der Freiheitsstatue in New York: Die App GetYourGuide hält für Abertausende von Aktivitäten in Tausenden von Städten Tipps und Schnäppchen bereit. Darunter finden sich sowohl herkömmliche Hop-On-Hop-Off-Bustouren als auch exotischere Angebote wie eine Schnorcheltour an der Costa Brava. Praktisch ist auch die Möglichkeit, sofortigen Einlass ohne Anstehen zu vielen Sehenswürdigkeiten zu bekommen. GetYourGuide gibt es kostenlos für Android und iOS.

Foursquare: Der Klassiker

Schon seit zehn Jahren gibt es Foursquare, und was als Social-Media-Service begann hat sich längst zum verlässlichen City Guide gemausert. Es gibt kaum einen Ort auf der Welt, an dem die App nicht über Nachtleben, Shopping, Kultur und sonstiges Bescheid weiß. Dabei stammen die Infos vor allem von anderen Anwendern, entsprechend sind viele Tipps von Einheimischen darunter. Allerdings bedeutet dies auch, dass die Beschreibungen über ausländische Locations oft in der entsprechenden Landessprache verfasst sind. Zumindest englischsprachige Beschreibungen findet man allerdings fast immer, und zu erstaunlich vielen Orten findet man auch deutsche Texte. Foursquare ist kostenlos, die App gibt es für iOS und Android.

Christian Zeiser

Der selbstständige Journalist beschäftigt sich seit 15 Jahren mit smarter Technik.
Angefangen hat alles mit dem Thema "3 Megapixel: Digitalkameras werden erwachsen".
Heute verfolgt er interessiert die Entwicklung des Internet der Dinge.

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