5 Android-Apps für perfekte Urlaubsfotos

von Christian Zeiser

On Samsungs Galaxy S9 oder Googles Pixel 2 XL: Die Kameras in den aktuellen Smartphones leisten mittlerweile Erstaunliches. Doch die Hardware ist nur ein Teil dessen, was am Ende ein gutes Bild hervorbringt. Die Apps, mit denen das Bild entsteht oder anschließend optimiert wird, spielen eine mindestens ebenso große Rolle, und hier gibt es durchaus bessere Alternativen zu den vorinstallierten Apps. Diese fünf Tools sorgen dafür, dass Sie wunderschöne Fotos aus dem Urlaub mitbringen.

Footej Camera: Volle Kontrolle

In der Regel macht der Automatikmodus der vorinstallierten Kamera-App gute Bilder, doch dann und wann führen manuelle Anpassungen zu deutlich besseren Ergebnissen. Footej Camera erlaubt es, Belichtungszeit, Fokus, Empfindlichkeit und weitere Werte selbst zu bestimmen – hilfreich etwa bei Gegenlichtaufnahmen, die mit der Automatik oft unterbelichtet werden. Schon die kostenlose Grundversion der App bietet alle nötigen Einstellungen sowie weitere Features wie Serien- und Zeitlupenaufnahmen. Sofern das Smartphone dies unterstützt, können Fotos sogar im verlustfreien RAW-Format gespeichert werden. Das Premium-Paket schaltet einstellbare Intervalle bei Serienaufnahmen, ein Bildhistogramm und mehr frei.

Open Camera: Von Enthusiasten für Enthusiasten

Die Kamera-App mit den wohl meisten Funktionen gibt es auch noch umsonst: Open Camera wird als Open-Source-Projekt ständig weiterentwickelt und Android-Fotografen kostenlos zur Verfügung gestellt. Dafür bietet sie automatische Bildstabilisierung, manuelle Kontrolle aller Aufnahme-Parameter, Fernauslösung durch Geräusche und, und und. Für Linkshänder hält die App sogar eine gespiegelte Benutzeroberfläche bereit. In-App-Käufe gibt es nicht, die kostenlose Version besitzt bereits den vollen Funktionsumfang. Durch die Masse an Optionen ist die Bedienung nicht immer völlig intuitiv, doch nach ein wenig Eingewöhnung möchte man auf diese App nicht mehr verzichten.

DSLR Camera Pro: Wie bei den Großen

Wer nicht nur mit dem Smartphone, sondern auch mit einer Spiegelreflexkamera fotografiert, wird sich über diese App freuen: DSLR Camera Pro bringt die Oberfläche einer echten Kamera zu Android. Schrille Effekte sucht man vergeblich, dafür helfen verschiedene Gitternetze im Sucherbild beim optimalen Ausrichten. Sämtliche Belichtungswerte können von Hand eingestellt werden, ein Histogramm unterstützt dabei. Genial ist der zweistufige Auslöser: Tippen auf den Bildschirm stellt an der gewählten Stelle scharf, erst beim Loslassen wird das Bild aufgenommen. DSLR Camera Pro kostet 3,29 Euro, dafür warten aber keine In-App-Käufe.

Candy Camera: Die Selfie-App

Selfies gehören zum Urlaub wie das Rührei zum Hotelbuffet und Candy Camera ist darauf spezialisiert, das Maximum aus ihnen herauszuholen. Dafür bietet sie eine Reihe von Filtern, deren Effekt schon vor der Aufnahme angezeigt wird, Tools für nachträgliches Make-up oder zum Verschlanken und eine umfangreiche Sammlung von Stickern. Schön ist die Möglichkeit, das Auslösergeräusch abzustellen, außerdem erstellt Candy Camera auch Selfie-Collagen. Die eingeblendete Werbung nervt zwar etwas, ist aber angesichts der Tatsache, dass die App kostenlos ist, zu verschmerzen.

Pixlr: Der Bild-Doktor

Nicht jedes Bild gelingt auf Anhieb so, wie man es sich vorgestellt hat, also wird Nachbearbeitung nötig. Hier hält Pixlr eine ganze Reihe von Werkzeugen bereit: Es gibt Tools zur Reparatur von roten Augen oder Hautunreinheiten, die Möglichkeit, die Farbstimmung eines Bildes zu ändern und jede Menge Effekte wie Rahmen und Filter. Auch eine Unschärfe lässt sich nachträglich ins Bild fügen, um den Fokus stärker auf das Hauptmotiv zu leiten. Die kostenlose App bietet bereits in der Basisversion eine beachtliche Anzahl von Optionen, weitere werden durch In-App-Käufe freigeschaltet.

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von Christian Zeiser

Der selbstständige Journalist beschäftigt sich seit 15 Jahren mit smarter Technik.
Angefangen hat alles mit dem Thema "3 Megapixel: Digitalkameras werden erwachsen".
Heute verfolgt er interessiert die Entwicklung des Internet der Dinge.

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