Bosch Home Connect: Smarte Steuerung

von Sandra Schink

 Das Hauptproblem an Smart-Home-Zentralen war bisher die Inkompatibilität mit Geräten anderer Hersteller. Hier lesen Sie mehr zur Bosch Home Connect-Lösung!

Sie möchten Ihre Überwachungskamera, Ihre Heizung, Ihre Beleuchtung und ihre Rolläden von unterwegs steuern und checken können? Bisher mussten Sie entweder etliche Apps für jedes einzelne smarte Gerät einsetzen, wenn Sie sich nicht dauerhaft an einen einzigen Hersteller binden wollten. Oder Sie entschieden sich – ähnlich wie bei Apple – endgültig für einen Hersteller und kauften alles nur von ihm.

Bosch Eyes Außenkamera mit Lampe und BewegungsmelderBosch bietet mit Home Connect demnächst einen Kompromiss an: Zwar lassen sich nicht wahllos sämtliche smarte Geräte von allen Herstellern mit der zentralen Smart Home App (iOS oder Android) von Bosch steuern, doch der traditionsreiche Hersteller mit Sitz in Deutschland geht nun Kooperationen ein, die dem Fan von intelligenter Gerätesteuerung entgegen kommen sollten.
Mit im Boot sind bereits die Heizungsexperten Buderus und Junkers, und Philips mit der beliebten Leuchte Hue, weitere sollen folgen. Mit der Systemlösung regelt sich zum Beispiel die Heizung selbst herunter, wenn das Fenster geöffnet wird, damit nicht gegen die Kälte von außen angeheizt wird, und aktiviert sich wieder auf die gewünschte Temperatur, wenn das Fenster geschlossen wird.
Auch sind sogenannte Szenarien konfigurierbar: Wer ausgeht kann somit mit einem Klick zum Beispiel den Fenster- und den Bewegungssensor scharf stellen, das Licht ausschalten, die Heizung runterregeln und Geräte, die an smarten Steckdosen hängen, wie zum Beispiel ein herkömmliches Radio, abschalten.

Wird während der Abwesenheit des Bewohners nun das Fenster geöffnet, spielt das smarte Haus verrückt wie bei „Kevin allein zuhaus.“ Lampen blinken, die Twinguard Rauchmelder schrillen und natürlich landet eine Benachrichtigung auf dem Smartphone des Besitzers. Der kann dann zum Beispiel über die Überwachungskamera 360° nachsehen, wer sich da zu schaffen macht. Auch sollen in Zukunft Home-Connect-Geräte wie Kühlschränke, Waschmaschinen und sogar die Kaffeemaschinen über die zentrale Steuerung ansprechbar werden. 

Smart fast ohne Cloud

Das Herzstück von Bosch Smart HomeBesonders interessant ist in diesem System das Herzstück: Der Smart Home Controller, der ohne externe Cloud auskommt und die Daten dort lässt, wo sie hingehören, nämlich zuhause. Einzig am Anfang für die Einstellung der Zeit und später temporär für Updates muss das System ans Internet angeschlossen werden.

Und die Überwachungskameras 360° und Eyes für den Außenbereich, beide auch als Single-Lösungen erhältlich, brauchen dann doch eine Cloud – damit Einbrecher das Speichermedium dann nicht einfach mitnehmen können - und die Überwachungsvideos gleich mit. Die 360° fährt sich übrigens komplett ein, wenn sie deaktiviert wird. So kann man sicher sein, dass sie nicht doch heimlich filmt, wenn alle zuhause sind.

Bosch versucht so den Spagat zwischen maximaler Connectivität und dem Schutz der Privatsphäre. Und ist damit auf einem guten Weg.

Es geht noch schöner

Einen Designpreis werden zum Beispiel die sperrigen Thermostate, die schmucklose Controller-Kiste und die riesigen Rauchwarnmelder allerdings nicht gewinnen. Da könnte durchaus nochmal jemand ran, der praktische Geräte in (Wohn-)Schmuckstücke verwandeln kann.

Unser Beispiel Bosch steht exemplarisch für viele andere Anbieter, die inzwischen einen ähnlichen Weg gehen. 





Artikel vom

von Sandra Schink

Seit 1990 journalistisch tätig. Arbeitete als freie Fotografin für Tageszeitungsredaktionen,
als Redakteurin für Magazine und als Community Managerin für stern.de. Digitales
ist ihr Leben, seit sie 1975 das erste mal Pong gespielt hat. Sie ist überzeugt:
Die Zukunft ist smart.

Zurück

Bestellhotline:
0800 4411800