Studio Republic/Unsplash

3 Apps gegen das Prokrastinieren

von Christian Zeiser

„Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen“ heißt ein altes Sprichwort. Wer immer das einst dichtete hatte leicht reden. Damals gab es ja auch keine sozialen Medien, kein Netflix und kein Angry Birds. Im mittlerweile nicht mehr so jungen 21. Jahrhundert sind wir enorm vielen Ablenkungen ausgesetzt. Dass wir überhaupt noch eine Semesterarbeit oder auch den Wohnungsputz fertig bekommen, grenzt da fast schon an ein Wunder. Oder diesen Text hier. (Wie geht es eigentlich meiner Stadt in Forge Of Empires?) Zum Glück gibt es auch gegen die ständige Verschieberei Apps.

Erster Schritt: Ablenkungen vermeiden

Es fällt nun einmal schwer, sich auf eine Aufgabe zu konzentrieren, wenn ständig das Smartphone um unsere Aufmerksamkeit buhlt. Andererseits können wir das Gerät auch nicht einfach ausstellen, manche Informationen sind durchaus relevant und sollten zu uns durchdringen. Die Nachricht, dass das Rathaus im Städtebauspiel ein neues Level erreicht hat, gehört aber eher nicht dazu.

Für iOS gibt es Apps wie Freedom, die den Zugriff auf bestimmte Webseiten für eine bestimmte Zeit blockieren. Dies kann sogar als sich wiederholende Regel eingestellt werden, obendrein gibt es Freedom auch für Mac OS. Allerdings bleiben dann noch die Push-Benachrichtigungen: „Laura gefällt dein Kommentar“. Diese lassen sich unter iOS nur stumm schalten, indem man in den Einstellungen den Modus „Nicht stören“ wählt. Der lässt sich auch so einstellen, dass alle oder die meisten Anrufe stumm geschaltet werden. Manuell ist am schnellsten über das „Control Center“ erreichbar, indem man mit dem Finger nach oben über den Bildschirm wischt und dann den Knopf mit dem Mondsymbol drückt. Alternativ kann man einigen Apps die Benachrichtigungen auch komplett untersagen.

Besitzer von Android-Smartphones können gar gleich ganze Apps für bestimmte Zeiträume blockieren. Dabei belässt es die App Procrastination Punisher aber noch nicht: Wer seinen guten Vorsätzen zuwider handelt, wird sogar zur Kasse gebeten. Möchte man also doch während der Arbeit Candy Crush Saga spielen, kann man das tun – allerdings spendet man vorher einen selbst gewählten Betrag an eine gemeinnützige Organisation. So hat man wenigstens das gute Gefühl, zwar wieder einmal Arbeitszeit vergeudet, aber immer hin Unicef einen Euro gespendet zu haben.

Zweiter Schritt: Deadlines setzen

Eine klare Deadline hilft vielen, das notorische Prokrastinieren zu überwinden und sich tatsächlich um die gestellte Aufgabe zu kümmern: Rückt der Abgabetermin immer näher, klappt es plötzlich auch mit der Konzentration. Die kostenlose App Timebound für iOS und Android ist vor allem ein To-Do-Manager, allerdings muss für jeden Eintrag auf der Liste auch eine Deadline eingegeben werden. Dann sortiert die App sämtliche Aufgaben danach, wann sie fällig sind – so bleibt stets der Überblick über die zu erledigenden Dinge erhalten. Schafft man etwas nicht innerhalb der geforderten Zeit, wandert die Aufgabe in die Rubrik „Missed“. Push-Benachrichtigungen machen noch etwas zusätzlichen, hilfreichen Druck.

Dritter Schritt: Sich belohnen

Ist die Aufgabe schließlich erledigt gilt es, sich dafür zu belohnen – etwa, indem man eine halbe Stunde lang genau den Tätigkeiten frönt, die es eben noch zu vermeiden galt. Ein Weilchen Facebook und ein paar Runden Angry Birds etwa sind jetzt absolut erlaubt. Oder wie wäre es einmal mit einem neuen Spiel?

Artikel vom

von Christian Zeiser

Der selbstständige Journalist beschäftigt sich seit 15 Jahren mit smarter Technik.
Angefangen hat alles mit dem Thema "3 Megapixel: Digitalkameras werden erwachsen".
Heute verfolgt er interessiert die Entwicklung des Internet der Dinge.

Zurück

Bestellhotline:
0800 4411800