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10 Tipps für ein besseres Instagram

von Christian Zeiser

Mit Instagram verhält es sich wie mit Facebook, Twitter und anderen sozialen Medien: Die meisten User bauen eine Art Hassliebe zu ihnen auf. Einerseits kann die Foto-Plattform durchaus unterhalten und informieren, andererseits aber auch frustrieren und langweilen. Noch dazu fühlt man sich, sobald man selbst en Konto hat, genötigt, einen einigermaßen spannenden Auftritt abzuliefern. Doch wer ein paar Regeln befolgt, rückt sich selbst in ein angenehmes Licht und genießt obendrein einen interessanten Instagram-Feed.

Filter sparsam verwenden

Instagram ist eine Plattform für Fotos, nicht für Pop-Art. Die von der App zur Verfügung gestellten Filter sind zum Teil in der Lage, den Bildern leuchtendere oder auch mattere Farben zu geben, Kontraste zu erhöhen oder zu verringern, oder den Fokus auf bestimmte Bildinhalte zu legen. Einige von ihnen verändern das Bild aber derart massiv, dass es mit der Wirklichkeit nicht mehr viel zu tun hat. Hier ist Vorsicht geboten: Wer immer wieder andere und dazu noch extreme Filter benutzt, dessen Feed sieht schnell bizarr und unwirklich aus. Oft ist es besser, statt der Filter lieber die grundlegenden Bearbeitungsfunktionen einer Foto-App wie Adobe Photoshop Express zu nutzen, die App gibt es kostenlos für iOS und Android.

Vorsicht bei Hashtags

Hashtags dienen dazu, ein Instagram-Foto zu verschlagworten, dies kann dessen Reichweite erhöhen und auch neue Follower anziehen. Manch einer übertreibt es aber: Wenn in der Bildunterschrift eine Reihe von zehn Hashtags steht, von denen manche sogar nichts mit dem Bild zu tun haben, wirkt das nicht mehr hilfreich, sondern wie billige Klick-Hascherei. Die Bildunterschrift für eine sinnvolle und lesbare Verschreibung verwendet, Hashtags dagegen sparsam und gezielt eingesetzt werden.

Dran bleiben

Versierte Reise-Instagrammer posten auch schon einmal ein Bild aus dem Flughafen-Terminal. Das ist geschickt: Sie haben zwar momentan nichts wirklich Aufregendes zu bieten, signalisieren aber, dass Sie trotzdem an ihre Follower denken. Wer regelmäßig postet, hält Follower bei der Stange, längere Pausen lassen mache abwandern. Ein Feed sollte zwar möglichst interessant sein, gleichzeitig aber auch ständig aktiv. Grundsätzlich gilt aber: lieber mal einen „Füller“ posten als den Feed einschlafen zu lassen. Ebenso wichtig ist, regelmäßigen Kontakt mit den Followern zu pflegen: Wer viel kommentiert, verdient auch einmal eine Antwort. Soziale Medien leben von Interaktion.

Keine Follower kaufen

Es gibt die Möglichkeit, für recht kleines Geld eine beträchtliche Anzahl an Followern zu erwerben. Klingt gut, ist aber eine bescheuerte Idee. Die allermeisten der dann folgenden Accounts sind eh inaktiv. Ein Feed, der zwar zehntausend Follower, die aber alle niemals kommentieren oder liken, ist schnell als künstlich aufgeplustert zu erkennen. Lieber authentisch bleiben und durch echte Interaktion Follower generieren.

Shoutouts bringen Follower

Shoutouts, auf Instagram durch das Kürzel „s4s“ gekennzeichnet, sind hingegen eine gute Methode, wertvolle neue Follower zu generieren. Sie sind quasi gegenseitige Werbung: Zwei Instagrammer, idealerweise mit ähnlichem Themenfeld, einigen sich darauf, jeweils einen Post des anderen in den eigenen Feed einzubinden und zu kommentieren. Oft sind Follower durchaus geneigt, diesen Empfehlungen zu vertrauen. Viele erfolgreiche Instagrammer haben auf genau diesem Weg beachtliche Follower-Zahlen generiert. Einen Shoutout-Partner zu finden bedeutet zwar etwas Arbeit, diese lohnt sich aber auf jeden Fall.

Erkundung verbessert den Feed

Der eigene Instagram-Feed setzt sich zusammen aus den Instagram-Accounts, denen man folgt, und gute Instagrammer zu finden bedeutet etwas Arbeit. Glücklicherweise hilft die App kräftig mit: Über das Lupen-Symbol erreicht man nicht nur die Suche, sondern auch die Funktion „Erkunden“, die sich hinter dem linken der drei Symbole oben rechts auf der Webseite versteckt. Hier werden viele der populärsten Bilder gezeigt und Instagrammer präsentiert. Leichter als durch die ziellose Suche nach Hashtags findet man hier schnell neue Konten, die einen Klick auf den „Folgen“-Knopf wert sind.

Folgen Sie denen, die Sie froh machen

Klingt banal, ist es aber nicht. Instagram ist, vor allem in den Bereichen Fitness und Beauty, voller Models mit Top-Figur. Deren Feeds sehen schön aus, können aber zu Frustrationen führen. Sollte sich dieses Gefühl einstellen, ist es an der Zeit, das Abo dieser Accounts zu kündigen und stattdessen lieber jemandem zu folgen, der etwas bescheidener auftritt. Wir empfehlen an dieser Stelle gerne einmal Charli Howard, der von ihrer Model-Agentur gekündigt wurde, weil sie nicht schlank genug sei. Ähnliches gilt übrigens für Reise-Accounts: Feeds von Leuten, die ständig nur in der Karibik und der Südsee unterwegs sind, können irgendwann nerven. Warum nicht einmal jemandem folgen, der sich auch in heimischen Gefilden pudelwohl fühlt? Am Rande: Neuerdings lassen sich Konten auch stumm schalten. Dann bleibt das Abo zwar bestehen, die Bilder des Kontos werden trotzdem nicht mehr angezeigt.

Melden Sie sich bei Freunden

Auch, wenn Sie Instagram vor allem zum Betrachten von Bilder nutzen und selbst nicht viel posten: Empfehlen Sie ein Bild, dass Ihnen gefällt, ruhig einmal einem Freund oder einer Freundin. Seit kurzem ist dies über das Papierflieger-Symbol unter einem Bild möglich. Wenn ein reger Austausch mit Freunden besteht, kommen auch bei Ihnen immer mal gute Empfehlungen an und Sie entdecken neue Accounts.

Gehen Sie in die Tiefe

Verlassen Sie sich nicht auf den Feed, sondern besuchen Sie einmal die Seiten Ihrer Freunde. Instagram hat nämlich, ähnlich wie der Mutterkonzern Facebook, einen Filter-Algorithmus eingeführt. Das bedeutet, dass Sie nicht unbedingt alles zu sehen bekommen, was Freunde posten. Es kann sich also oft lohnen, einmal von einem neuen Bild auf die Seite des Urhebers abzuschweifen, um zu sehen, was es dort sonst noch Neues gibt.

Holen Sie sich den Lacher des Tages

Instagram ist viel mehr als nur eine Fotoplattform zur Selbstdarstellung, viele Accounts sind sehr lustig und können dafür sorgen, dass jeder Tag mit einem Grinsen beginnt. „miserable_men“ etwa zeigt Männer, die das Pech haben, mit ihren Frauen shoppen gehen zu müssen, „passengershaming“ wird vielen Vielfliegern aus der Seele sprechen, und Dwayne „The Rock“ Johnson ist eh der Coolste.

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von Christian Zeiser

Der selbstständige Journalist beschäftigt sich seit 15 Jahren mit smarter Technik.
Angefangen hat alles mit dem Thema "3 Megapixel: Digitalkameras werden erwachsen".
Heute verfolgt er interessiert die Entwicklung des Internet der Dinge.

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