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Trend E-Learning: Die wichtigsten Trends zum Mitreden

von Annette Franklin-Stokes

Schon einmal von einem Mooc gehört? Bevor Sie sich blamieren: Hier die Trends, die Sie in Sachen E-Learning kennen sollten:

Blended Learning

Unter Blended Learning (integriertes oder auch „hybrides“ Lernen) versteht man den didaktisch sinnvollen Mix aus unterschiedlichen Lernmethoden, meist aus Präsenzunterricht und E-Learning Tools. Die realen und virtuellen Lernmethoden ergänzen und bereichern sich so gegenseitig. Wird an Hochschulen schon viel praktiziert.

Moocs (Massive Open Online Course, sprich: Muuhk)

Eine Videokonferenz-artige Vorlesung mit virtuellem Hörsaal. MOOC (sprich: „Muhk“) ist die  Bezeichnung für offene, kostenlose Online-Kurse, meist von Unis, die hohe Teilnehmerzahlen (daher: massive!) aufweisen. MOOCS sind ein relativ neues Phänomen; der erste MOOC wurde erst 2008 abhgehalten. 2012 rief die New York Times zum „Year of the MOOC“ aus. Inzwischen wird unter verschiedenen MOOC Formen unterschieden. (z.B. COOCs – Corporate Massive Online Courses).

Augmented Learning

Der spannendste Sektor im E-Learning sorgt für absoluten Fun-Faktor und ein bisschen Magie beim Lernen: Augmented Learning („erweitertes Lernen“) lässt für den User virtuelle Realitäten entstehen und schafft neue Erfahrungen. Augmented Learning nutzt dabei Video, 3-D-Grafiken oder Audio, um die Sinne des Users anzusprechen, und den Stoff so interaktiver und damit einprägsamer zu vermitteln. Simples Beispiel: Der Audio-Track, der bei einer Museumsführung über die Kopfhörer läuft. Über Smartphone-Software (z.B. Layar) können Messages, Pop-Ups, Slideshows in Lernmaterial integriert werden. Spannend, wenn virtuelle Realitäten dazukommen (z.B. eine versunkene Stadt taucht beim Betrachten der Ruine wieder auf), oder bewegte Pop-Ups Texte oder Bilder wie eine supercoole Infografik zum Leben erwecken. Klingt wie Zukunftsmusik? Speicherstarke Smartphones mit GPS, Google Glasses oder schnelle Tracking Devices schaffen bereits die technischen Voraussetzungen für solche Anwendungen. In diesem Feld wird noch einiges passieren!

VIDEO ZU AUGMENTED LEARNING:
 

M-Learning

Unter M-Learning versteht man mobiles Lernen, sprich, das Lernen über Smartphone oder Tablet. Mobilem Content gehört die Online-Zukunft, und das sieht beim E-Learning nicht anders aus: Warum nicht das zu Lernende überall mit hinnehmen? Breitgefächerte App-Angebote, von Sprach-Apps fürs Erlernen von Fremdsprachen bis zu Test-Apps (ideal für die Prüfungsvorbereitung „on the go“) machen das Lernen (fast) zum Freizeit-Hobby. Auch interaktive Lücken-oder Multiple Choice-Tests funktionieren fantastisch per App. Spanisch statt Snapchat... ran an den mobilen Stoff!

Micro-Learning

...ist die digitale Vermittlung von sogenanntem „Micro Content“. Hier geht es vor allem darum, die wichtigen „Nuggets“ an Faktenwissen für Prüfungen zu verinnerlichen, zum Beispiel die alles entscheidenden Vokabeln oder Formeln. Lernaufgaben werden in kurze, gehirngerechte Wissens-Häppchen (die sogenannten „Nuggets“) aufgeteilt und abgefragt. Ein Beispiel für Microlearning sind z.B. digitale Karteikarten (Fragen auf der Vorderseite, Antworten auf der Rückseite), die man sich mit einigen Programmen auch selber anlegen kann.

Gamification/Gamifizierung

Die meisten Eltern beäugen die Spielsucht ihrer Kinder eher skeptisch und besorgt. Doch es gibt einen Grund, das Spielfieber gutzuheißen: Gaming-Firmen entwickeln nämlich nicht nur Mittelalterspiele oder Taschengeld-Versenker wie virtuelle Bauernhofspiele. Auch fürs E-Learning haben die Gamer fortschrittliche Tools entwickelt, mit denen das Lernen durch spielerische Ansprache – äh, spielend leicht wird,. Der Fachbegriff für diese Gaming-Gattung, bei der Motivation und Involvement beim Lernen erhöht werden, lautet „Serious Games“: digitale Lernspiele, die in virtuellen Welten stattfinden. Nicht nur für Kids und Teenies!

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Artikel vom   01. Juli 2016
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