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Technik, die hilft: Diese Gadgets tun Gutes

von Christian Zeiser

Eine Powerbank, die Strom in Entwicklungsländer bringt oder eine Smartwatch, die den Kampf gegen AIDS unterstützt: Diese Gadgets tun Gutes und helfen pünktlich zu Weihnachten nicht nur denen, die sie besitzen.

WakaWaka: Strom für die Welt

Als Powerbank für das Aufladen des Smartphones oder als kräftige Campingleuchte: WakaWaka Power ist ein Solarkraftwerk für die Tasche. Nach 12 bis 24 Stunden Sonneneinstrahlung ist der eingebaute Akku geladen und versorgt etwa die integrierte LED-Leuchte bis zu 80 Stunden lang mit Strom. Die Gewinne aus dem Verkauf ihrer famosen Stromspeicher behält das Unternehmen allerdings nicht selbst: Eingenommenes Geld wird dazu verwendet, vom Stromnetz abgeschnittene Gebiete in Haiti, Syrien, Mali und anderen Ländern mit WakaWaka-Geräten zu versorgen. So sorgt der Kauf eines WakaWaka Power auch gleich dafür, das in den krisengeschüttelten Ländern etwas Licht ins Dunkel kommt. Im Online-Shop gibt es sowohl die Powerbank mit Leuchte als auch eine günstigere Variante oder Auflademöglichkeit für Smartphones.

Little Sun Solarlampe

Die Little Sun Solarlampe baut auf einem ähnlichen Prinzip auf. Auch dieses kleine leuchtende Blümchen wurde für Regionen konzipiert, die dauerhaft ohne Stromversorgung auskommen müssen. Ihre Bewohner sind gezwungen, entweder ab Sonnenuntergang im Dunkeln zu sitzten oder sich mit Kerosinlampen zu behelfen, die giftig und auf Dauer gesundheitsschädlich sind. Nur fünf Stunden Ladezeit braucht eine Little Sun, dann kann sie bis zu 50 Stunden Licht abgeben, das sogar dimmbar ist. Die Solarlampe kann auch in unseren Breiten fürs Outdoor-Camping nützliche Dienste leisten. Mit jedem Kauf einer Lampe sorgt man dafür, dass das Produkt in den armen Regionen von Afrika und Asien lokal zu erschwinglichen Preisen angeboten werden kann. 

Soccket: Energie aus dem Fußball

Fußball ist die bekannteste und beliebteste Sportart der Welt. Gespielt wird Fußball in großen Stadien, auf Bolzplätze und auf den staubigen Wegen nigerianischer Dörfer fernab jeder Stromversorgung. Jessica Matthews, US-amerikanische Harvard-Absolventin nigerianischer Abstammung, erlebte die Probleme, die ihre dortige Familie mit der Stromversorgung hat, bei Besuchen aus erster Hand. Mit Freunden gründete sie daher die Firma Uncharted Play und entwickelte Soccket, einen Fußball mit Bonus: Beim Spiel wird die kinetische Energie genutzt, um einen im Ball verbaute Akku aufzuladen. Nach dem Spielen kann über eine kleine Buchse eine Lampe oder etwa ein Smartphone-Ladekabel angeschlossen werden. 30 Minuten Fußballspielen erzeugen genügend Energie für mehrere Stunden Licht.

JLAB JBuddies: Für das Gehör von morgen

Sicher, auch unsere Jüngsten können jeden x-beliebigen Kopfhörer benutzen, und die Tatsache, das lustige Figuren auf den JBuddies prangen, macht sie noch nicht kinderfreundlich. Die automatische Begrenzung der Lautstärke auf 90 Dezibel hingegen tut dies schon: Die sorgt dafür, dass der Nachwuchs auch morgen noch genau hinhören kann. Erhältlich sind die zusammenklappbaren JBuddies in mehreren Farben. Wir empfehlen Gelb: Die Hälfte der Erlöse aus den Verkäufen des Modells Batcole kommen der Batcole Foundation zugute, die die Familien krebskranker Kinderunterstützt.

(PRODUCT)RED: Hightech-Gadgets gegen AIDS

U2-Sänger Bono ist schon lange dafür bekannt, sich für wohltätige Zwecke zu engagieren. So gehört er zu den Gründern der Organisation (RED), die sich dem Kampf gegen AIDS in Afrika verschrieben hat. Das von (RED) erwirtschaftete Geld geht unmittelbar an die Organisation The Global Fund, die wiederum die Versorgung von Regionen in Ruanda, Ghana, Tansania und anderen Ländern mit anti-retroviralen Medikamenten organisiert. Erklärtes Ziel von (RED) ist, dass in einigen Jahren kein Kind mehr HIV-positiv geboren wird. Heute geschieht dies laut (RED) noch etwa 400-mal pro Tag. Jeder Kauf eines Produkts mit dem (RED)-Logo leistet einen Beitrag zu diesem Kampf, darunter Kopfhörer von Beats by Dre, die Apple Watch, und Home-Equipment von Dyson.

Sunu Band: Mehr Sicherheit für Blinde

Farbige Reifen an Handgelenken fallen nicht mehr groß auf, meist handelt es sich dabei um ein Fitness-Armband. Am Handgelenk eines blinden oder stark sehbehinderten Menschen dagegen sieht man sie bislang eher selten. Das könnte sich ändern: Das Sunu Band ist so etwas wie eine Smartwatch für Blinde. Über Vibrationen am Handgelenk zeigt sie aber nicht nur die Zeit an. Ihre Annäherungssensoren erkennen potentielle Hindernisse, sodass die Uhr ihren Träger vor Kollisionen warnt. Je näher etwa der gefährlich tief hängende Ast kommt, desto kräftiger wird das Vibrieren am Handgelenk. Auch in geschlossenen Räume, wo Blinde sich oft ohne weitere Hilfsmittel bewegen, warnt das Sunu Band vor falschen Fährten.

Ecosia: Eine Suchmaschine gegen das Baumsterben

Kein Gadget, aber so ehrenwert, dass sie hier nicht unerwähnt bleiben soll: Die von einer Berliner Firma betriebene Suchmaschine Ecosia erzielten Gewinne gehen zu 80 Prozent an Organisationen, die sich dem Kampf gegen das Baumsterben widmen. So konnten mithilfe von Ecosia bereits Millionen von Bäumen in Brasilien und Burkina Faso gepflanzt werden. Dabei hat Ecosia tatkräftige Hilfe durch einen großen Namen: Die Suchergebnisse kommen von Microsofts Suchmaschine Bing.

Artikel vom   02. Dezember 2016
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