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Smartphone-gesteuerte Bewässerungssprinkler

vonPeter Kusenberg

Nach Haustür, Lampen und Heizkörpern wird auch der Garten smart. Über Bewässerungssprinkler, die sich per Smartphone steuern lassen.

Die ostfriesische Firma eQ-3 kooperiert mit dem Gartengerätehersteller Kärcher und integriert den von Kärcher vertriebenen Bewässerungsasprinkler SensoTimer ST 6 Smart Home in das beliebte Smart-Home-System Qivicon. Auf der IFA 2015 zeigte eQ-3, wie der ST 6 funktioniert. Der kluge Hobby-Gärtner platziert das Gerät in der Nähe der Pflanzen und bestimmt über dessen Display, wie viel feuchtes Nass es an die dürstenden Blümchen abgeben soll. Dabei ermittelt der ST 6 unaufgefordert die Bodenfeuchtigkeit und kann selbst bei nachlässigen Hobby-Gärtner die richtige Menge Wasser spenden.

Der Sensor erkennt, wie trocken der Boden ist

Der Clou des Geräts besteht in seiner Anbindung an eine von Kärcher zur Verfügung gestellte App, die mit dem Smart-Home-System Qivicon verbunden wird. Im heimischen WLAN nimmt der Hobby-Gärtner Einstellungen vor, um die Bewässerung zu optimieren. Doch selbst bei Abwesenheit gelingt die Steuerung via App. Es muss nur eine Netzanbindung vorhanden sein, dann startet der Garten-Besitzer im WLAN des französischen Ferienhauses die App. Während es vielleicht in Frankreich anhaltend regnet, bleibt's im heimischen Deutschland heiß und trocken, so dass der Urlauber nonchalant die Bewässerungswerte kontrolliert und gegebenenfalls erhöht, wobei er den unterschiedlichen Wasserbedarf der verschiedenen Pflanzen berücksichtigt.

Die Bedienung des Bewässerungssprinkler ST 6 ist einfach

Der Hobby-Gärtner schließt den Automaten an den Wasserhahn und steckt die Feuchtigkeitssensoren in den Boden, am besten in unmittelbarer Pflanzennähe. Das System lässt sich mit einem Bewegungsmelder koppeln, damit Passanten oder Nachbarskinder, die eine verirrte Frisbee-Scheibe aus dem Garten klauben möchten, nicht vom Sprinkler durchnässt werden. Laut Hersteller sollen sogar die im System angemeldeten Jalousien in mittelbarer Nähe zum Sprinkler auf das Einsetzen der Bewässerung reagieren. Kurz vor dem künstlichen Regen fahren sie automatisch nach unten, damit keine Wassertropfen den Fensterrahmen durchweichen.

Laut Hersteller wird der Senso Timer 6 Smart Home ab Anfang 2016 erhältlich sein, zur Auswahl stehen ein Modell mit einem und ein Modell mit zwei programmierbaren Wasserausgängen. Ein Set mit zwei Ersatzspitzen wird für etwa 10 Euro erhältlich.

Eine alternative Lösung verkauft die Firma Gardena unter dem Namen Gardena Smart Gateway. Ein intelligentes Gerät wird mit dem heimischen Router verbunden, es empfängt Daten von Außenstellen im Garten, die Informationen über Sonnenintensität und Bodenfeuchtigkeit informieren. Wie das Gerät von Kärcher lässt sich das Gardena Smart Gateway von anderen Orten aus bedienen, so dass man bei anhaltender Dürre Befehle zum Bewässern erteilen kann – insofern ein Gardena Water Control für die kalte Pflanzen-Dusche angeschlossen ist.

Ein smarter Mähroboter ist auch im System.

Artikelvom  10. September 2015
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