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Smartes Fahrradzubehör – die Zukunft des Radfahrens

von Lena Ingers

Rund um den Globus haben Fahrradfahrer mit den gleichen Problemen zu kämpfen: Fahrraddiebstahl, Unfallgefahren und Orientierungsprobleme. Wir stellen neues smartes Fahrradzubehör vor.

In jüngster Zeit haben sich Startups aufgemacht, Fahrrad-Komponenten neu zu gestalten und an das digitale Zeitalter anzupassen. So profitieren auch Radler von Sensoren, GPS-Daten und intelligenten Navigationssystemen. Neues smartes Fahrradzubehör könnte den Radler-Alltag im Großstadtdschungel erleichtern und sogar Leben retten. Der unsichtbare Fahrradhelm Hövding funktioniert wie ein Airbag: Im Auslieferungszustand sieht er aus wie ein modischer Kragen. Erst wenn tatsächlich ein Unfall passiert, löst ein Sensor den Mechanismus aus und der Kragen faltet sich zu einem Luftpolster auf, das Kopf und Nacken sicher umschließt. Mit knapp 300 Euro ist der Hövging leider nicht ganz billig. Aber dem ein oder anderen modebewussten und Radler dürfte es freuen, den Fahrtwind in den Haaren zu genießen und sich trotzdem rundum sicher fühlen zu können.

Smartes Fahrradzubehör besteht auch aus schlauen Apps

Die farbenfrohe Lenkerapplikation Smarthalo soll es Radfahrern ermöglichen, eine Navigationsapp während der Fahrt zu nutzen. Der Fahrer gibt die Zieladresse in eine App ein und verstaut das Handy sicher in der Tasche. Von nun an signalisiert der Lichtkranz am Lenker dem Fahrer, wann er abbiegen muss. Ganz nebenbei zeichnet das Halo die Route, Geschwindigkeit, Höhenmeter und Kalorienverbrauch auf. Wer möchte, kann seine sportlichen Leistungen nach der Tour über die sozialen Medien mit seinen Freunden teilen. Ein integriertes Frontlicht, das sich automatisch an- und ausschaltet, sowie eine Alarmanlage gegen Diebstahl klingen ebenfalls vielversprechend. Das Smarthalo soll ab Januar 2017 zum Verkauf stehen (179 US $). 

Cooler neuer Bordcomputer

Cobi bietet ähnliche Funktionen, macht das Smartphone aber selbst zum Fahrrad-Bordcomputer. Unterwegs telefonieren, den Wetterbericht checken, die Route planen oder Musik hören – das alles soll dank des Cobi Hubs (Verlinkung auf den Artikel auf WIE EINFACH) risikoarm möglich sein. Eine spezielle Halterung mit Ladestation versorgt den Akku bei Bedarf mit Strom. Das Soft- und Hardwarepaket beinhaltet auch ein Set smarter Fahrradlampen. Das Rücklicht bietet eine Blinkerfunktion oder zeigt an, wenn der Radfahrer bremst. So sollen Auffahr- und Abbiegeunfälle vermieden werden. Das Produkt finden Sie in unserem Wie Einfach!-Shop.

Auch die sportliche aussehenden Hightech-Lenker von Helios verbinden sich via Bluetooth mit dem Smartphone des Besitzers, navigieren mittels Leuchtsignalen durch den Verkehr und sorgen mit nach hinten gerichteten Blinkern für mehr Sicherheit beim Abbiegen. Über einen integrierten GPS-Tracker lässt sich das Rad jederzeit lokalisieren. Kostenpunkt: 279 US-Dollar. 

Das Edel-Bike von Vanhawks bietet sozusagen das Komplettpaket. „Valour“, so heißt das Modell, kommt nicht nur mit einem eingebauten Navigationssystem und Fitness-Tracker im Lenker daher. Zwei eingebaute Sensoren am Hinterrad behalten außerdem den toten Winkel „im Auge“. Wenn sich ein Objekt von hinten oder seitlich gefährlich nähert, wird der Fahrer über ein haptisches Feedback im Lenker gewarnt. Bei der Routenplanung verwendet „Valour“ einen selbstlernenden Algorithmus. Während der Fahrt merkt sich das System Hindernisse wie schlechte Straßenverhältnisse oder Staus. Je mehr der Besitzer mit dem Rad unterwegs ist, desto besser werden die vorgeschlagenen Routen. Das Unternehmen aus Toronto bietet das „Valour“ in verschiedenen Ausführungen. Die Preise beginnen bei umgerechnet knapp 1.100 Euro.

Mehr Sicherheit mit smartem Fahrradzubehör

Schlaue Fahrradschlösser gibt es bereits in den unterschiedlichsten Ausführungen und Preisklassen. Looplock, I lock it oder Linka werden fest am Fahrrad installiert, während Bitlock und ulock wie normale Bügelschlösser aussehen. Doch alle versprechen in etwa das Gleiche: Schlüssellosen Zugang und die Möglichkeit, das Rad jederzeit zu orten. Das macht besonders viel Sinn, wenn man sein Fahrrad sehr häufig verleiht. Einige Anbieter treffen auch zusätzliche Vorkehrungen gegen Diebstahl. Das smart lock Ellipse zum Beispiel sendet automatisch eine Nachricht an den Besitzer, sobald sich jemand Fremdes am Fahrrad zu schaffen macht. Das Skunklock wiederum ist was für rachsüchtige Fahrradbesitzer: Versucht jemand, dieses Schloss zu knacken, wird eine Chemikalie freigesetzt – deren Geruch die Diebe sprichwörtlich zum Kotzen finden.

Mit der »Smarten Pedale« von Connected Cycle lässt sich das Rad im Falle eines Diebstahls ebenfalls leicht wieder aufspüren. Der Chip im Inneren des Pedals zeichnet Positions- und Fahrdaten auf und schickt sie an die Cloud. Der Clou hier: Das smarte Pedal produziert den benötigten Strom selbst. Sobald der Nutzer seine Beinkraft einsetzt, wird die Batterie durch Induktionsstrom aufgeladen.

Artikel vom   23. Januar 2017
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