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Smart Body Analyzer: Intelligentes Abnehmen

vonSandra Schink

Mit dem Smart Body Analyzer lässt sich der Abnehm-Prozess clever und digital begleiten. Hier erfahren Sie mehr zum Smart Body Analyzer!

Es ist Montag morgen, mein Tag beginnt mit dem obligatorischen Blick aufs Smartphone. Bereits im Sperrbildschirm werden mir meine aktuellen Benachrichtigungen von meinen E-Mails, von Twitter, meinen News Apps und meiner Wetter-App angezeigt. Die Aussicht auf das launisch-kalte Aprilwetter hebt meine Montag-Morgen-Stimmung nicht.

Ein Rückblick: Vor etwa sechs Wochen wurde mir die Wunder-Waage aus dem Hause Withings geliefert. Diese Waage, mit der ich nicht nur mein Gewicht checken, sondern auch meinen Körperfettanteil, meine Herzfrequenz und die CO²-Werte im Raum. Diese Waage, die mich mittels detaillierten in einer App gesammelten Informationen und daraus resultierenden Analysen, hübsch und verständlich dargestellt als Infografiken auf meinem Smartphone, über den Verlauf meiner Abnehmbestrebungen informieren sollte. So als Motivationsgeber: Hey, schau mal, so viel hast Du schon geschafft! Ja, so war der Plan.

Dieses Ding mit dem Body Mass Index

Mein BMI liegt bei 28, damit habe ich etwas mit Wladimir Klitschko gemeinsam. Der Unterschied liegt in der Substanz: Auf seinen wohlgeformten 198 Zentimetern Körperlänge verteilt er 109 Kilogramm Muskeln. Auf meinen 171 Zentimetern Körperlänge verteile ich 81 Kilogramm Fett. Okay, das stimmt so natürlich nicht ganz: Bei mir sind es - so sagt zumindest meine Wunderwaage Smart Body Analyzer - 40% Körperfettanteil. Bei Wladimir sind es acht Prozent. Vergessen wir also den BMI: Es braucht mehr Daten um beurteilen zu können, wie sich unser Körpervolumen aufbaut. Und wir wissen ja auch alle: Es gibt Menschen mit schweren Knochen, nicht wahr?

"VIERZIG Prozent? Oh. Mein. Gott!" Meine gute Freundin Nicole reißt die Augen auf. "Mich nervt schon, dass mein Körperfettanteil bei 26% liegt. 40% ist viel zu fett!" "Das ist jetzt nicht nett." "Ich bin nicht nett." Sie hat recht.

Schlagartig fühle ich mich also fett. Dabei habe ich mich bisher eigentlich ganz wohl in meiner Haut gefühlt. Weiblich rund halt, kurvig, mollig weich. Dass ich trotzdem ein wenig abnehmen möchte liegt eher an zwickenden Lieblingsklamotten, bei denen zudem langsam der Wurstpelleneffekt sichtbar wird. Und auch das Bewusstsein, dass ich mich in diesem Winter einfach viel zu wenig bewegt habe. Das ist ja nicht so gesund.

Voll motiviert gestartet: Mit "My Fitness Pal"

Deshalb habe ich mir diese Waage auch ins Haus geholt. Da ich von Diäten nichts halte, war mein Plan, mich bewusster zu ernähren und mehr zu bewegen. Die bewusste Ernährung wollte ich mit der App My Fitness Pal (kurz: MFP) checken. Erst mal gucken, was ich eigentlich normalerweise esse, wieviel Kalorien das hat, wie ausgewogen das alles ist, was ich da umstellen kann und sollte, um das fettige Hüftgold nicht weiter anzureichern. In diese App kann ich jeden Tag, bequem über den integrierten Barcode-Scanner oder händisch, meine verkonsumierten Lebensmittel eingeben, auch Mengen, Portionsgrößen, Getränke, eben alles. Der Clou ist, dass diese App mit meinem Profil auf der Withings-Waage zu koppeln ist. Deshalb weiß sie auch, dass ich heute noch nicht auf dieser Waage stand. Und erinnert mich daran. Das ist ja eigentlich gut.

Screenshots der ErnährungsApp My Fitness Pal

   

Wie auch die Tortendiagramme in der App, die mir anzeigen, wieviel Eiweiß, Kohlenhydrate und Fett ich prozentual zu mir genommen habe. Die Tabellen aus denen ich ablesen kann, wieviel Ballaststoffe, Zucker und unterschiedliche Fettsäuren, Cholesterin, Vitamine. Und die Empfehlungen aus der App, die mir helfen sollen, mich ausgewogener zu ernähren. Da sie auch mit Daten aus der Waagen-eigenen Withings-App und meiner Health-App aus dem iPhone gefüttert wird, kann ich mir auch anzeigen lassen, wieviel Kalorien ich am Tag bereits durch Treppensteigen, Fahrradfahren, einkaufen gehen verbraucht habe und deshalb auf mein "Kalorienkonto" aufschlagen darf.

Ich kann jede Aktivität dann sogar mit meinen Kontakten, die ich in der MFP-App habe, teilen. Nicole ist einer meiner MFP-Kontakte. Gerade lese ich: "Nicole burned 588 calories doing 100 minutes of Bicycling, 16-19 kph, light (cycling, biking, bike riding)." Ich habe mich heute bisher vom Bett zum Bad in die Küche zu meinem Home-Office-Schreibtisch bewegt. Ich teile diese Aktivitäten nicht. Und klicke bei ihr auch nicht auf "gefällt mir." Ich weiß, das ist auch nicht nett.

Überraschende Erkenntnisse zum Beispiel über Orangensaft

In den ersten zwei Wochen habe ich also immer brav meine Mahlzeiten protokolliert. Mit dem Barcode-Scanner in der MFP-App kann ich zumindest meine industriell gefertigten Lebensmittel schnell ohne viel Suchen eingeben: Einfach den Barcode der Verpackung scannen, das Lebensmittel hinzufügen und die Menge angeben.

Ich kann auch aus der Lebensmittel-Liste ein bereits von mir oder anderen MFP-App-Nutzern eingegebenes Lebensmittel aussuchen. Das ist ein wenig unpräzise, denn mal wird zum Beispiel ein Getränk in Liter, mal in Glas angegeben, und dann weiß man nicht, ob es ein 0,2- oder 0,3-Liter Glas war. Für ganze Mahlzeiten kann man eigene Rezepte anlegen, was sinnig ist, wenn man öfter nach dem gleichen Rezept kocht: Dann muss man nicht jeden Teelöffel Speiseöl händisch eingeben, sondern es ist dann Teil des Rezeptes. Und dann wählt man einfach sein Rezept für vier Personen aus und gibt in der Portionierung an, dass man eine Portion davon gegessen hat. Schön wäre es nun, wenn man dieses Rezept an seinen ebenfalls bei MFP angemeldeten Partner schicken könnte, mit dem man zusammen isst. Der könnte es dann einfach übernehmen, derzeit muss er es aber noch selbst eingeben. Und wenn man auswärts isst und nicht den Koch zu den Zutaten befragen möchte, dann greift man schon mal auf Fertiggerichte aus dem Supermarkt zurück, um wenigstens ungefähr die Nährwertinformationen eingeben zu können.

Das Scannen der Lebensmittel hat bei mir schon für manche Überraschung gesorgt. So habe ich zum Beispiel gern mal zu Orangensaft statt Schokolade gegriffen, wenn ich meinen Zuckerjanker befriedigen wollte, in dem Glauben, durch die enthaltenen Vitamine auch noch etwas Gutes für mich zu tun (und damit mein Gewissen zu beruhigen). Orangensaft assoziiere ich automatisch mit Vitamin C - da haben Werbebotschaften erfolgreich mein Bild geprägt. In Wahrheit enthaltenen viele Orangensäfte durch ihre Verarbeitung aber gar kein Vitamin C mehr, und wenn es nicht künstlich zugesetzt wird, trinkt man da nichts, was gesünder als eine Zuckerlimo wäre. Das ist mir erst durch das Barcode-Scannen bewusst geworden, ich habe das vorher nicht hinterfragt und deshalb beim Kauf auch nicht auf die Nährwerttabellen der Säfte geachtet.

Die Withings-App weiß, was Du gestern getan hast

Erhellend sind auch die Daten in der Withings-eigenen App. Sie kann mit verschiedenen Withings-Geräten wie eben dem Smart Body Analyzer, einer der Activité-Tracking-Uhren oder weiteren Withings-Produkten wie zum Beispiel dem Blutdruckmessgerät, dem Licht-und Klang-Wecker Aura und weiteren verbunden werden. Die mit den Geräten gesammelten Daten werden beim Start der App synchronisiert und ausgewertet. Wer ein anderes Blutdruckmessgerät hat, kann seine Daten auch manuell eintragen.

In einer Timeline zeigt die App alle Aktivitäten an, und wer die Uhr auch nachts trägt, kann sogar ablesen, wie lang und ruhig er geschlafen hat. Im Laufe der Zeit werden immer wieder Badges angezeigt, die kleine Ziele signalisieren: Erster Tag, an dem Sie 10.000 Schritte erreicht haben zum Beispiel. Das motiviert durchaus. Erst mal.

Screenshots Withings Health Mate App

     

Es liegt nicht an Dir, Smart Body Analyzer: Ich brauche noch etwas Zeit

Ich bin sicher, dass es Menschen gibt, für die diese Kombination aus Multifunktionswaage und Analyse-Apps perfekt ist. Wer sich wirklich bewusster ernähren will, wird sich an das manchmal etwas aufwändige Eingabe-Prozedere in der My-Fitness-Pal-App gewöhnen. Wer sich wirklich mehr bewegen und allgemein seine Gesundheitswerte im Auge behalten will, der wird über die Synchronisationsmöglichkeiten mit den vielen Withings-Geräten froh sein und sich sein Profil nach persönlichen Bedürfnissen zusammen stellen.

Denn fraglos ist es ein Hochgefühl, wenn sich dank der Aufzeichnungen in den Apps nicht nur ein körperlich sichtbarer Erfolg einstellt. Sondern dieser auch empirisch nachzuweisen und zu verfolgen ist. Für meine Freundin Nicole ist die Withings-Produktreihe sicher sinnvoll, denn sie und ihr Mann treiben viel Sport, ernähren sich bewusst, haben ihre Werte gern im Blick und können am Verlauf erkennen, wie sie sich entwickelt haben.

Ich gebe zu, ich bin ich noch nicht so weit. Der Geist ist willig, aber das Fleisch... Ihr kennt das. Wir haben einen April, der sich nach nasskaltem Winter einfühlt, was meine Bestrebungen täglich Rad zu fahren, schon früh nach dem Beschluss dazu zunichte gemacht hat. In den letzten Wochen habe ich also meiner Waage beim Jojo-Effekt von plusminus 2kg zugesehen. Und überhaupt, der innere Schweinehund ist gerade stärker als ich.

Ein Erfolgserlebnis hatte ich allerdings. Bei einem kürzlichen Gesundheitscheck beim Arzt habe ich mich mal neu vermessen lassen: Ich bin tatsächlich 172 cm groß. Und die Waage beim Doc hat (morgens, nüchtern) 79,5 Kilogramm angezeigt. Mein BMI liegt also nur noch bei 27. Damit liege ich unter dem von Wladimir. Das ist doch schon mal was...

Artikelvom  26. April 2016
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