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Sichere Passwörter: So schützen Sie sich vor Datenklau

von Christian Zeiser

Auf Nutzerkonten speichern wir viele persönliche Daten. Deshalb sollten wir diese mit sicheren Passwörtern schützen. Wie das geht, erklären wir hier.

Ob Google, Amazon oder Netflix: Nahezu jeder Anbieter eines Internet-Dienstes setzt voraus, dass Kunden sich mittels eines Nutzernamens und eines Passworts identifizieren. Das ist durchaus nützlich, denn so muss man nicht jedes Mal seine Adresse und Zahlungsdaten neu eingeben, wenn man etwas bestellt. Andererseits birgt dies Gefahren, denn hinter dem Passwort sind meist sensible Daten gespeichert: Adresse, Kontodaten, Nutzungsverhalten. Wer an diese Informationen kommt, kann eine Menge Schaden anrichten. Trotzdem gibt es immer noch Menschen, die als Passwort „123456“, „passwort“ oder ähnlich leicht zu erratende Zeichenfolgen benutzen – und das vielleicht noch über alle verwendeten Dienste hinweg. Dabei verhelfen schon wenige Schritte zu einer deutlich höheren Datensicherheit – wenn man sie konsequent anwendet.

Das Passwort: Je kryptischer, desto besser

„210686“ – Dieses Passwort würde vielleicht jemand benutzen, der am 21. Juni 1986 geboren wurde und sich eines Tages wundert, warum jemand mit seinen Kreditkarten Schindluder treibt. Viel zu offensichtlich, viel zu leicht zu erraten ist ein solches Passwort. Ein Sicheres sieht zum Beispiel so aus: „Y;Ew?}\S}4[6ti#)9y56“. Das ist nicht schön, aber sicher. Generiert hat diese Zeichenfolge der in Mac OS X integrierte Passwort-Generator, zu finden im Programm „Schlüsselbund“. Für Windows gibt es zum Beispiel das kostenlose Programm PWGen. Die Finger lassen sollte man aus Sicherheitsgründen von Webseiten, die online Passwörter erstellen. Wichtig ist, für jeden Dienst ein anderes Passwort zu verwenden. So bleibt ein Schaden, sofern er einmal entstanden ist, zumindest auf einen Dienst beschränkt.

Sichere Passwörter merken: Apps helfen

Kryptische Zeichenfolgen sind die sichersten Passwörter, nur merken kann sie sich kein Mensch. Glücklicherweise gibt es hierbei Hilfe in Form von Passwort-Managern. Diese Apps speichern alle Passwörter ab und schützen sie mittels eines Master-Passworts. Eine gute und kostenlose Android-App für diesen Zweck ist Friendly Password Safe, iPhone-Besitzer müssen für gute Apps wie pwSafe ein wenig in die Tasche greifen. Wer dagegen sowohl mit iPhone als auch mit Macs arbeitet, kann den hauseigenen und kostenlosen Dienst iCloud-Schlüsselbund verwenden.

Nun kann man meinen, es sei ein Widerspruch, erst viele sichere Passwörter zu erstellen, um diese dann wieder hinter einem einzigen Passwort zu versammeln. Das ist es allerdings nicht, denn gehackt werden Nutzerkonten fast immer aus der Ferne. Es kommt also darauf an, jedes Nutzerkonto einzeln sicher und gut zu schützen. Allerdings kann ein Schaden natürlich auch entstehen, wenn auf ein verlorenes oder gestohlenes Smartphone zugegriffen wird. Hier wird dann darüber hinaus besonders wichtig, das entsprechende Gerät durch einen guten Code – oder wenn möglich den eigenen Fingerabdruck – solide abzusichern.

Artikel vom   15. Juni 2017
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