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Samsung präsentiert smartes Surfbrett

Surfen im doppelten Sinne

von Rob Vegas

Das Samsung Galaxy Surfboard ist exklusiv für den Profi Gabriel Medina entwickelt worden und wird wohl erst mal nicht den Weg in die Regale der Händler finden. Doch dahinter steckt ein größerer Trend.

Früher konnte man bei einem Smartphone bei jeder neuen Generation auch ein bahnbrechendes Feature präsentieren. Heute vernetzen sich die Geräte untereinander immer mehr. Selbst günstige Digitalkameras senden heute ihre Fotos drahtlos an Drucker und Smartphone. Kaffeemaschinen können mittlerweile sogar über das WLAN angesteuert werden. Nun werden aber auch Surfbretter smart! Was? Ein smartes Surfbrett? Es klingt vielleicht wie ein guter Aprilscherz einer Agentur, doch Samsung hat es wirklich produziert. Es ist nebenbei auch wohl die größte Hülle für ein Smartphone weltweit.

Samsung Galaxy Surfboard

Das moderne Surfbrett beinhaltet eine wasserdichte Schublade für das Smartphone von Gabriel Medina. Ist sein Galaxy im Brett verstaut, kann ihm sein Trainer Nachrichten auf das im Brett verbaute Display senden. Dieses besteht laut Video aus vielen kleinen LEDs und kann neben motivierenden Nachrichten der Fans auch Informationen zum Wellengang anzeigen. Das sieht im sehr aufwendig produzierten Video von Samsung klasse aus, doch dürfte sich in der Praxis ein wenig schwieriger bei Tempo 80 gestalten. Hat man wirklich beim Ritt über und durch die Wellen noch Zeit für Kurznachrichten und Tweets der Fans? Doch es gibt noch mehr Infos für Medina. Ortsbezogene Wetterdaten, Windgeschwindigkeiten und sogar die aktuelle Wellenhöhe sollen ihm live aus dem Internet auf das Surfboard übertragen werden können. Für die ganze Aktion zeigt sich übrigens Samsung Brasilien verantwortlich.

Herzstück Smartphone

Das neuartige Samsung Galaxy Surfboard ist dabei aber auch eher eine Hülle für das Telefon. Dieses empfängt die Daten über eine ständige Internetverbindung und gibt einzelne Informationen an den vorderen Teil des Boards weiter. Vielleicht haben die Entwickler von Samsung auch noch einen zusätzlichen Akku in das Design integriert? Dann könnte Gabriel Medina sogar sein Smartphone im Sprung aufladen. Das Modell müsste sich auch auf andere Sportgeräte übertragen lassen können. Ein smartes Mountainbike? Vielleicht zeigt uns Samsung bald auch ein smartes Skateboard für Tony Hawk? Hier könnte man sogar Erfolge und neue Tricks auf einem Display einblenden. Doch warum kommt das smarte Brett für die Wellen eigentlich nicht in den Handel? 

Der Trend hinter dem Brett

Für Samsung scheint diese Entwicklung eher einen großen Werbeeffekt zu besitzen, weil man das ganze Produkt auch nicht kommerziell vermarkten möchte. Man kann an diesem verrückten Surfbrett allerdings die Entwicklung der kommenden Jahre absehen. Unser Leben und die gewohnten Gegenstände darin werden sich drastisch verändern. Selbst ein bisher einfaches Surfbrett wird man in Zukunft mit Sensoren und Schnittstelle zum Smartphone kaufen können. Die alte Kaffeemaschine wird man per App und Touchdisplay steuern können. Immer mehr Geräte im Alltag werden untereinander und miteinander kommunizieren. Höchstwahrscheinlich wird man in nur wenigen Jahren gar kein handelsübliches Surfbrett mehr kaufen können, da Sensorik und Funkchips in alle nur denkbaren Endgeräte integriert werden.

Ich muss jetzt allerdings noch kurz meiner Waschmaschine eine Nachricht geben. Sie soll die Kaffeemaschine in zwei Stunden anwerfen, damit der Toaster nicht eifersüchtig wird.

Fotos: Samsung Brasil

Artikel vom   20. Mai 2016
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