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Roboter für Zuhause: Was taugen die Helfer?

von Christian Zeiser

Schon lange können uns Roboter für Zuhause eine ganze Reihe lästiger Pflichten abnehmen. Doch nicht alle Modelle sind wirklich ausgereift.

Es klingt wie eine Zukunftsvision aus einem älteren Science-Fiction-Film: Während die Familie ihr trautes Zusammensein genießt, erledigt eine kleine Armee aus Robotern die Hausarbeit. Da wird gesaugt, gewischt, Fenster geputzt, Rasen gemäht und sogar die Regenrinne gereinigt. Tatsächlich gibt es für all diese Aufgaben mittlerweile Roboter, die sie uns abnehmen können. Einige von ihnen machen das sogar so gut, dass sie eine echte Erleichterung darstellen – nicht nur für den Geldbeutel, sondern auch für die Arbeit. Andere hingegen leiden nach wie vor unter Kinderkrankheiten. Ein Überblick.

Staubsaugen und wischen

Staubsaugerroboter sind keine Seltenheit mehr und haben in den vergangenen 15 Jahren auch so manche Kinderkrankheit überwunden. Moderne Sauger wie der Dyson 360 Eye oder der Roomba 980 benötigen keine Navigationshilfen mehr, sondern erstellen, etwa per Laser und Kamera, eigenständig Karten ihres Arbeitsgebietes, um dann eine passende Route zu errechnen. Allerdings sind diese mit Preisen von 1000 Euro und darüber auch entsprechend teuer. Der Markt ist jedoch mittlerweile breit gefächert, so erhalten sowohl der etwa 750 Euro teure Vorwerk Kobold VR200 als auch der 800 Euro teure Neato Botvac Connected sehr gute Kritiken. Deutlich tiefer als für einen herkömmlichen Staubsauger greift man aber nach wie vor in die Tasche. Günstiger sind Wischroboter wie der Braava jet von iRobot, der auf glatten Böden erstaunlich gute Dienste leistet.

Rasen mähen

Dieselbe Technik, die Staubsaugerrobotern bei der Orientierung hilft, kommt prinzipiell bei Rasenmäherrobotern zum Einsatz. Ein flach auf dem Boden verlaufender Begrenzungsdraht legt in der Regel die Mähfläche fest und ist meist nach einigen Tagen unsichtbar im Boden verschwunden. Ab etwa 800 Euro sind Mähroboter wie der Gardena R40Li erhältlich, die Rasenflächen bis etwa 400 Quadratmeter Größe souverän mähen können, teurere Geräte mit stärkerem Akku wie der Bosch Indego schaffen auch deutlich größere Flächen. Ein großer Vorteil gegenüber dem manuellen Mähen: Die Rasenmäherroboter sind Mulchmäher. Das heißt, sie zerschneiden das Schnittgut derart fein, dass es auf dem Rasen liegen bleiben kann. Dadurch wird nicht nur die lästige Entsorgung unnötig: Das Schnittgut verrottet, seine Nährstoffe gelangen wieder in den Boden. So sind Mähroboter tatsächlich eine gute Alternative zum Rasenmähen von Hand – auch wenn die Kanten noch selbst nachgeschnitten werden müssen.

Fenster putzen

Wohl kaum jemand putzt gerne Fenster, weshalb die Idee, diese Arbeit einem Roboter zu überlassen, ihren Reiz hat. Fensterputzroboter wie der Winbot 850 saugen sich an der Glasfläche fest und putzen diese automatisch – im Prinzip. Ausnahmslos begeistert sind Kunden von dem Gerät noch nicht: Die Gummiketten, mit deren Hilfe sich das Gerät über die Glasscheibe bewegt, hinterlassen oft Spuren, die anschließend wieder von Hand beseitigt werden müssen. Angesichts eines Preis von deutlich über 300 Euro zeigen sich viele Kunden eher enttäuscht von dessen Arbeit. Außerdem verrichtet der Winbot 850 seinen Dienst nicht eben leise. Hier lohnt es sich, noch etwas abzuwarten, bis kommende Generationen von Fensterputzrobotern nicht mehr unter den noch vorhandenen Schwächen leiden.

Regenrinnen reinigen

Eine der lästigsten und gefährlichsten Tätigkeiten, die Hausbesitzer erledigen müssen, ist das Reinigen der Regenrinne. Wie schön wäre es, wenn dies ein Roboter übernehmen könnte. Die Firma iRobot, die auch die Staubsaugerroboter Roomba herstellt, hat sich dieses Problems angenommen und mit dem Looj 330 den ersten Roboter für die Regenrinne auf dem Markt. Selbstständig bewegt der sich die Rinne entlang und schaufelt mit seinen rotierenden Blättern Schmutz, Laub und sogar Tannenzapfen aus der Rinne. Streng genommen handelt es sich beim Looj eher um ein ferngesteuertes Werkzeug als einen Roboter, denn automatisch passiert bei ihm wenig. Er verfügt zwar über einen Automatikmodus, die meisten Besitzer steuern ihn aber lieber manuell. Seine Aufgabe, Regenrinnen vom Schmutz zu befreien, löst er indes – nach einigem Ausprobieren der verschiedenen Reinigungsblätter – souverän.

Artikel vom   11. April 2017
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