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Nespresso Prodigio – Smarter Kaffee per App

vonAnita Schneiders

Nespresso bringt mit den Modellen Nespresso Prodigio und Prodigio & Milk seine Kapselmaschinen in neuem Design und mit smarten Funktionen auf den Markt.

Mit der bisherigen App von Nespresso kann man zum Beispiel seine Kapseln in der gewünschten Geschmacksrichtung nachordern, mit der Prodigio soll man seine Maschine aktiv per App verwalten können. Die smarte Nespresso – lohnt sich der Umstieg? Wir haben beide Geräte getestet.

Unboxing der Nespresso-Maschinen

Beide Maschinen werden in Kartons mit Griff angeliefert, die Verpackung ist für eine Kaffeemaschine handlich, es wurde nicht mehr Verpackung verwendet als benötigt. Die Maschinen sind trotzdem sicher untergebracht. Die Maschinen sind Leichtgewichte mit jeweils ca. 2,5 kg bzw. ca. 3,5 kg (inklusive Milchaufschäumer).

Neben den Maschinen liegt den Kartons jeweils ein Starterset mit 16 Kapseln verschiedener Geschmacksrichtungen bei. Beide Maschinen sind baugleich bis auf den zusätzlichen Milchaufschäumer bei „Prodigio & Milk“.

Installation

Die Inbetriebnahme der Kaffeemaschine ist selbsterklärend, interessanter ist dagegen die Einrichtung der App und das Verbinden dieser mit der Maschine. Die App gibt es für iOS und Android-Geräte und verbindet sich via Bluetooth mit der Kaffeemaschine. Die Einrichtung selber ist einfach: App herunterladen und ein Benutzerkonto einrichten. Das Koppeln über Bluetooth funktioniert problemlos und wird über die App direkt vorgenommen. In der App muss man nur noch die Maschine hinzufügen und schon kann man starten. Für Nespresso-Liebhaber, die mehrere Maschine besitzen oder verwenden: Man kann sie alle über eine App steuern.

Eine Anmerkung hier zu der Bedienung der Maschine per App aus der Ferne: Bluetooth hat nur einen begrenzten Radius, d.h. selbst innerhalb eines großen Hauses kann es da zu Verbindungsproblemen kommen.

Die Nespresso Prodigio in der Praxis

An der Funktionsweise der Nespresso-Maschinen hat sich nichts geändert. Per Knopfdruck wird das Wasser kurz aufgebrüht und nach dem Einlegen einer Kapsel und dem Drücken des Startknopfs wird Kaffee zubereitet. Bei dem Modell „Prodigio & milk“ ist ein Milchaufschäumer dabei, der separat betätigt werden muss.

Neu ist hier die Steuerung der Zubereitung des Kaffees über die App aus der Ferne. Auch die Tassengröße (Ristretto mit 25 ml, Espresso mit 40 ml und Lungo mit 110 ml) kann hier ausgewählt werden. Zudem kann man hier auch einen gewünschten Starttermin eingeben.

Der Knackpunkt liegt hier natürlich in der Praxis: In der Kapselkammer hat nach wie vor nur eine Kapsel Platz, das Nachfüllen muss per Hand erfolgen und auch die Tasse muss man selber unterstellen. Wie gehabt geht das auch nur mit einer Tasse.

Der Brühvorgang mit dem Aufwärmen des Wassers ist bei der Nespresso gewohnt kurz und ab hier stellt man sich schon die Frage, warum man dies per App tun sollte.

Über die zu entsorgenden Kapseln kann man natürlich auch generell streiten. Das Thema lassen wir hier außen vor.

Was kann die App?

Die Nespresso-App ist schön einfach und übersichtlich. Sollten die Kapseln sich dem Ende zuneigen, erhält man per App eine Mitteilung. Über die App kann man über sein Kundenkonto Kapseln bei Nespresso nachbestellen. Neben der Überwachung der Kapseln meldet die App auch, wenn das Wasser zu entkalken ist oder sonstige Fehler und/oder Wartungsbedarf auftreten. Weiterhin meldet die App auch einen leeren Wassertank. Energiesparend kann auch eine automatische Abschaltung nach 9 Minuten eingestellt werden. Alle Funktionen haben im Test auch gut funktioniert. Weitere Features der App: Als Anleitung gibt es Videos, die die Nutzung der Maschine anschaulich darstellen.

Fazit

Nespresso Prodigio und Prodigio & Milk bieten die gewohnte Nespresso-Qualität. Über die Steuerung der Maschinen per App erhält man neue interessante Features, die sich leider in der Praxis nur als technische Spielereien entpuppen. Einen wirklichen Mehrwert erhält der Nutzer nicht - den Eindruck, dass über die App-Steuerung der Umstieg von einem alten Modell auf ein neues Modell erwirkt und der Kapselumsatz angekurbelt werden soll, wird man einfach nicht los.

Herstellervideo

Artikelvom  04. April 2016
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