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Moikit Gene - die smarte Sportflasche

von Stefan von Gagern

Apps, die ans Trinken erinnern, gibt es schon. Moikit hat jetzt eine smarte Sportflasche mit Display, App-Anbindung und Bluetooth auf den Markt gebracht. Wir haben Moikit Gene ausprobiert.

Inzwischen hat man sich daran gewöhnt, dass alle möglichen Geräte – vom Kochtopf bis zur Waage im Bad – smart geworden sind und über Bluetooth an Smartphone Apps angeschlossen werden können. Doch eine Trinkflasche hat Neuheitswert. Entsprechend gespannt dürfen Sie auf Gene sein, die weltweit erste „Smart Bottle“ vom Moikit (Preis 79,99 Euro). Viele Gesundheitsprobleme kämen bekanntlich von Dehydrierung - heißt es auf der Herstellerseite. Man wolle genau das endlich ändern. Der erste und sichtbare Clou an der Flasche ist das eingebaute Display. Mit einer Digitalanzeige will es motivieren, die tägliche Menge Wasser zu trinken.

Via Bluetooth verbindet sich die Sportflasche mit der App

Die Einrichtung ist simpel und schnell erledigt: In der kostenlosen Moikit-App legen Sie ein Konto aus E-Mailadresse und Passwort an. Dann geben Sie Geschlecht und Körpergröße ein. Daraus errechnet die App die empfohlene Wassermenge, die sie täglich trinken sollten. Dann koppeln Sie die App über Bluetooth mit der Flasche, die sogleich einsatzbereit ist. Künftig wird die geschaffte Flüssigkeitsaufnahme auf dem Display erscheinen - in Prozenten der täglichen Trinkmenge. Für die Messung kommt eine patentierte Technologie zum Einsatz, die laut Hersteller genaue Messungen ermöglicht. Dabei wird nicht die Flüssigkeitsmenge, sondern die dafür ersetzte Menge Luft gemessen - vermutlich im smarten Deckel der Flasche. Der darf nämlich nicht in die Spülmaschine – wie der Unterteil der Flasche. Allerdings ist auch das Oberteil wasserdicht nach IPX6-Standards. Abspülen oder Joggen im Regen ist also erlaubt.

Exakte Auswertung über Tage bis Monate

Das Trinken und Messen klappt hervorragend. Nach jedem Schluck blinkt die Anzeige und die Prozentzahl klettert ein Stück nach oben. Das macht wirklich Spaß und motiviert. Die Moikit App zeichnet alles exakt auf. Sie müssen nicht täglich synchronisieren, sondern es reicht, einmal pro Woche die App zu starten und mit Antippen den Abgleich zu starten. So erhalten Sie über die Zeit exakte Grafiken über den Monat oder drei Monate. Wer möchte kann sich per Smartphone auch stündlich ans Trinken erinnern lassen. Der Clou ist auf dem iPhone die Anbindung an die Gesundheitszentrale Apple Health, wo mit der Messung aus der Smarten Flasche künftig auch das Trinken protokolliert werden kann. Fitbit User können ebenfalls ihre Daten an die Fitibit-App schicken. Die Moikit App gibt es für iOS und Android. Sie funktioniert insgesamt sehr gut. Ärgerlich ist nur, dass einige Beschriftungen tatsächlich noch auf chinesisch und damit nicht zu gebrauchen sind. Im Display zeigt eine Akkuanzeige, wann die Flasche wieder geladen werden muss. Eine Ladung soll dank minimalem Stromverbrauch rund 30 Tage durchhalten. Nachladen klappt per Mini-USB. Das grau auf schwarze Display sieht stylish aus, lässt sich aber ohne Hintergrundbeleuchtung in schummrigen Lichtverhältnissen nicht gut lesen. Dafür ist es entspiegelt und draußen unter Sonnenlicht hervorragend zu erkennen.

Auch der Rest der Moikit Gene ist smart

Die Elektronik ist nicht das einzig Smarte an der Moikit Gene Flasche: Mit einem speziellen System können Sie durch Kippen der Flasche oder Saugen am Trinkhalm trinken - je nach Laune und Situation. Mit einem weiteren Patent schaltet die Flasche zwischen beiden Wegen um - abhängig davon, ob sie geneigt oder aufrecht ist. Auch der leichtgängig aufklappbare Verschluss öffnet sich auf Knopfdruck elegant – und hält sogar liegend im Rucksack dicht. Die Flasche kommt mit BPA-freiem Kunststoff in hübschen Farben. Jedoch empfehlen wir ein paar mal auszuspülen. Das Wasser schmeckte am Anfang etwas nach Plastik. Mit der Zeit verschwand jedoch der Beigeschmack.

Fazit: Nach rund zwei Wochen mit der Moikit-Sportflasche kann ich sagen, dass die smarte Flasche wirklich motiviert, mehr zu trinken. Die App-Anbindung macht Spaß und ist auch wirklich sinnvoll. Zwar macht die Trinkmenge nicht ganz so süchtig wie zum Beispiel eine Smartwatch, bei der man täglich die Schrittanzahl füllen möchte, doch die Motivation ist eindeutig da. Ganz nebenbei ist die Gene nicht nur schön, sondern mit der Saug- und Kippmöglichkeit beim Trinken eine hervorragende Trinkflasche - nicht nur für Sportler, sondern auch im Büroalltag.

Artikel vom   06. März 2017
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