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Möbel als Akku-Ladestation

vonSönke Jahn

Handy-Nutzer können aufatmen: Möbel können jetzt Smartphones aufladen. Ob Lampe oder Nachtischchen – lästige Kabelsuche gehört der Vergangenheit an.

Dieser Trend ist sogar bei IKEA angekommen. Seit Mitte April bietet das schwedische Möbelhaus eine Kleinmöbel-Kollektion mit eingebauter Ladestation an; dazu gehören Steh- und Tischlampen sowie Nacht- und Ablagetischen. Sie können den Smartphone-Akku automatisch wieder aufladen, wenn man das Gerät einfach auf dem großen Plus-Zeichen des eingebauten Stromgebers ablegt. Das Smartphone muss nicht länger per Ladekabel angestöpselt werden.

Die Technologie dahinter stammt allerdings nicht von IKEA, sondern vom Wireless Power Consortium, einem Zusammenschluss von Unternehmen wie Microsoft, Samsung, LG, Philips und manch anderem Hightech-Global Player. Bereits 2010 präsentierte das Konsortium diese Methode zur drahtlosen Energieübertragung, nannte sie Qi (chinesisch für »Lebensenergie«) und versucht seitdem, sie als alleinigen drahtlosen Ladestandard durchzusetzen. Mit IKEA als Partner scheint das vielleicht auch zu klappen.

Qi funktioniert per elektromagnetischer Induktion, ähnlich wie die Ladestation Ihrer elektrischen Zahnbürste. Nur dass die Technologie fast völlig unabhängig ist vom Hersteller Ihres Smartphones. Neue Samsung Galaxy-Smartphones, Googles Nexus-Geräte und diverse Lumia-Handys von Nokia haben bereits entsprechende Stromabnehmer für den Qi-Empfang eingebaut, für iPhone-Nutzer bietet IKEA praktische Ladeschalen als Überzieher an, Dank denen sich die Apple-Geräte dann auch auf der Ladestation schnurlos betanken lassen.

Neben fertigen Kleinmöbeln bieten die Schweden auch nackte Qi-Dosen an, zum Selbsteinbau der Ladestationen ins vorhandene Mobiliar. Auf Wunsch zusammen mit einem fünfteiligen FIXA Lochsäge-Set, mit dem sich die benötigte kreisrunde Einbau-Aussparung ruck zuck per Handbohrmaschine in jede Arbeitsplatte und selbst ins Hochbett gniddeln lässt.
Ist Ihr Smartphone bereits Qi-tauglich? Hier finden Sie es in dieser Übersicht heraus:

Hier geht es zur IKEA-Qi-Webseite.

Fotos: © www.ikea.com

Artikelvom  19. Juni 2015
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