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Intelligente Vernetzung mit der Eve-Serie von Elgato

vonAnita Schneiders

Das Unternehmen Elgato liefert mit seiner Eve-Serie smarte Geräte für das Apple HomeKit. Wir haben eve room, eve energy und eve door & window getestet.

Noch einmal zur Erinnerung: Mit dem Apple HomeKit können Apple-Nutzer ihr Heim intelligent vernetzen. Einen Überblick über einige Endgeräteanbieter hatten wir euch kürzlich schon gegeben. Apple liefert seit iOS 8.1 die Plattform, die Endgeräte verschiedener Hersteller miteinander verbindet. Um das Heim intelligent zu vernetzen, braucht man entsprechende smarte Endgeräte mit den dazugehörigen Apps. Die Eve-Serie von Elgato besteht aus solchen smarten Endgeräten. Wir haben eve room, eve weather, eve energy und eve door & window für das Apple HomeKit getestet.

So kommen die Eve-Produkte ins Haus

Die Verpackung der Eve-Produkte ist klein gehalten und schnörkelfrei. Jedes Paket enthält das Endgerät und eine Gebrauchsanweisung. Guter Service: Sind Batterien für den Betrieb eines Gerätes notwendig, werden sie gleich mitgeliefert.

Installation von Endgeräten

Die Installation der Eve-Produkte ist denkbar einfach: Ein Klick und ihr könnt die App des Herstellers Elgato über den itunes Store herunterladen. Über das Anwendung-Menü lässt sich das eigene Zuhause in Räume unterteilen. Diesen Räumen werden die Endgeräte per Bluetooth zugeordnet. Das funktioniert in der Praxis gut und schnell, die App ist wirklich denkbar einfach zu bedienen. Jedem Endgerät liegt ein Code bei, den man eintippen oder einscannen kann. Die App erkennt dann automatisch, um welches Gerät es sich hier handelt. Bluetooth ist ein Funkstandard mit geringer Reichweite. Möchte man auf seine HomeKit-Endgeräte von unterwegs zugreifen, benötigt man hier Apple TV der dritten Generation. Über den iCloud-Dienst von Apple verbindet man dann sein Apple TV mit dem HomeKit. Damit kann man von unterwegs auf die Endgeräte zu Hause zugreifen. Im Test hat das leider nicht auf Anhieb funktioniert. Wir konnten das Problem aber lösen, indem wir uns abgemeldet und anschließend im iCloud-Dienst wieder angemeldet haben.

Eve room sorgt für ein gesundes Raumklima

Das Klima in Wohnräumen ist gerade in der Winterzeit nicht immer das beste: zu trocken, zu warm und zu wenig durchlüftet. Wer es genau wissen will, kann die Werte mit eve room im Blick behalten. Denn eve room misst nicht nur die Luftqualität, sondern auch die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit. Die Messung der Luftqualität orientiert sich an dem CO2-Wert in der Luft: Dabei ist dieser „exzellent“, wenn der CO2-Wert in einem Bereich von 450 bis 700 ppm (ppm =parts per million) liegt, schlecht bei über 2100 ppm. Im Praxistest hat das gut funktioniert. Wirklich auffallend war, wie sehr sich die Luftqualität verschlechtert hat, wenn der Fernsehers mit anderen Entertainment-Geräten gekoppelt über einen längeren Zeitraum »on air« war. Hier hilft nur lüften. Über die App kann man dann beobachten wie der CO2-Wert sinkt, allerdings muss das Fenster schon etwas länger offen bleiben um den CO2-Wert nachhaltig zu senken. Wir sprechen hier von 10 bis 15 Minuten.

Ist es kalt im Zimmer oder ist das die gefühlte Temperatur?

Mit eve room lässt sich auch die Raumtemperatur messen und so überprüfen wie gut die Heizung funktioniert. Für ein gesundes Raumklima kann es notwendig sein, mehr zu lüften oder einen Luftbefeuchter aufzustellen. Neben der Temperatur misst eve room auch die Luftfeuchtigkeit. Diese sinkt im Winter gerne unter die 40% rF (rF=relative Feuchtigkeit). Alle drei Werte (Temperatur, Luftqualität und Luftfeuchtigkeit) können in der App über einen längeren Zeitraum analysiert werden. Auf einen Blick erhält man zudem einen schnellen Überblick über die aktuellen Zustand, alle angezeigten Werte werden farblich hinterlegt und bewertet (gut mit grün, schlecht mit roter Farbe).

Stromschluckern auf die Spur kommen

Eve energy misst den Verbrauch von Elektrogeräten und ist quasi der Stromschalter aus der Eve-Serie. Tatsächlich ist es ein kleiner, kabelloser Stecker, so schlank im Format, dass er gut auf die Steckdosenleiste neben weitere eingesteckte Stecker passt. Mit eve energy bekommt man einen Überblick über den Verbrauch im Haushalt. Per App kann man das Gerät bequem vom Sofa aus ein- und ausschalten. Über die App erfährt man, wie viel das einzelne Geräte verbraucht und bekommt eine Übersicht über die Verbrauchsdaten nach Tag, Monat und Jahr. Im Praxistest wurden neben Haushaltsgeräten wie einer Waschmaschine auch ein Fernseher und eine Spielkonsole angeschlossen. Die Messung des Verbrauchs der Waschmaschine hat nur funktioniert, da diese in der Küche untergebracht ist. Eine Messung aus einem Keller heraus funktioniert hier nicht, da eve energy über Bluetooth LE kommuniziert, damit ist die Reichweite begrenzt. Einen Zugriff über Internet erhält man nur, wenn die Kellergemäuer das zulassen. Insgesamt erhält man einen guten Überblick, kann seinen Verbrauch im Auge behalten und ihn beeinflussen.

Eve weather – der Wetterfühler

Eve weather ist ein kleiner, viereckiger, weißer Kasten. Der Wettersensor misst Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck im Garten oder auf der Fensterbank. Betrieben wird der Wettersensor über zwei Batterien, Außentemperaturen von -18°C bis 55°C übersteht der Sensor laut Hersteller ohne Probleme. Im Test hielt das Gerät stürmischem Wetter mit Platzregen wie auch einem plötzlichen Wintereinbruch stand. Neben der Außentemperatur wird auch Luftfeuchtigkeit und Luftdruck gemessen. Für Wetterempfindliche eine gute Übersicht über das zu erwartende Wetter.

Mit eve door & window auf der sicheren Seite sein

Der eve door & window Sensor sorgt für mehr Sicherheit im eigenen Heim – über App kann man verfolgen, ob die Fenster offen oder geschlossen sind. Das Set besteht aus zwei Kontakten, der eine wird am Fensterahmen und der andere am Fenster selber angeschlossen. Beide Kontakte kommunizieren miteinander. Wird das Fenster geöffnet, registrieren das die Kontakte, per App kann man das nachverfolgen. Eve door & window funktioniert auch für Türen.

Fazit

Elgato hat mit der Eve-Serie schöne und nicht zu große Produkte auf den Markt gebracht, die sich mühelos in die Apple-Welt von schönem Design und Funktionalität einfügen. Die Installation und Handhabung sind einfach und intuitiv, der Nutzen für energiebewusste, gesundheitsbewusste und sicherheitsorientierte Nutzer groß. In unseren Augen noch nicht ganz ausgereift: Über den Funkstandard Bluetooth kann man streiten, in einem Haus mit dicken Wänden kann das zu Problemen führen.

Update

Parallel zur neuesten Ankündigung Apples (Juni 2016), mit der Version iOS 10 doch noch eine eigene Apple Home-Applikation herauszubringen, kam Elgato mit ihrer Version 2.0 heraus. Die es nun im Wesentlichen - neben einigen kosmetischen Korrekturen - auch ermöglicht, auf die sogenannten Szenarien zuzugreifen, die Apple im Zuge iOS 9 herausgebracht hatte. Damit lassen sich ganze Abfolgen von Kommandos miteinander verbinden: Komme nach Hause, die Tür geht auf, das Licht geht an, die Kaffeemaschine wird gestartet, der Fernseher geht an. So ungefähr kann man sich die neuen Möglichkeiten vorstellen. Die letztlich dem Anwender das automatisierte Leben erleichtern sollen. Denn bisher war die Bedienbarkeit und auch die Einstellmöglichkeit nicht gerade leicht verständlich gestaltet, ging es um miteinander zu vernetzende Geräte.

Auch erweiterte Elgato die Stromverbrauchsansicht, die nun eine Vorauskalkulation des Stromverbrauchs ermöglicht. Äußerst praktisch! Auch Vielreisende können sich freuen, denn sie bekommen nun endlich die Möglichkeit, Zeitzonen einzustellen.

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Artikelvom  01. Februar 2016
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