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Gute Nachrichten: Mit News-Apps perfekt informiert

vonChristian Zeiser

Viele Menschen beziehen ihre Nachrichten nur noch von Facebook. Mit News-Apps sind Sie aber besser informiert. Hier lesen Sie mehr dazu!

Der Digital News Report der Universität Oxford ist eine umfangreiche, internationale Studie darüber, wie und wo Menschen heute Nachrichten lesen. Das Ergebnis in Kürze: Je jünger der Mensch, desto wahrscheinlicher bezieht er seine Nachrichten mit einem Mobilgerät aus dem Internet, für die unter 35-Jährigen ist es die wichtigste Nachrichtenquelle. Je jünger der Mensch, desto wahrscheinlicher ist es auch, dass seine meistgenutzte Nachrichtenquelle Facebook heißt. Facebook ist aber nicht dafür gemacht, einen sachlichen, unabhängigen Überblick über das Geschehen auf der Welt zu liefern. Noch dazu ist es auf Facebook sehr einfach, erfundene Geschichten, die in letzter Zeit oft beschriebenen „fake news“, zu verbreiten. Je vielfältiger die Quellen sind, aus denen wir unsere Nachrichten beziehen, desto besser. Glücklicherweise gibt es News-Apps, die dies besser können als Facebook.

Feedly: Nachrichten aus aller Welt

Von Spiegel Online über Heise bis zur New York Times: Unter dem Dach von Feedly vereinen sich unzählige Nachrichtenangebote. Dabei können User genau diejenigen zusammenstellen, die sie interessieren, und sie in Themenkategorien sortieren: News, Kultur, Technik und so weiter. Interessant ist Feedly vor allem für diejenigen, die sich international informieren möchten, denn das Angebot an Medien ist weltumspannend. Selbst, wenn ein Medium noch nicht bei Feedly registriert sein sollte: Hinzufügen lässt sich jede Seite, die einen sogenannten RSS-Feed besitzt – was nahezu jede News-Seite tut. Neben dem Web-Interface gibt es Apps für iOS und Android. Feedly ist grundsätzlich kostenlos, ein bezahlter Pro-Account bietet zusätzliche Optionen.

Pocket: Die News-App für Späterleser

Viele Menschen verschaffen sich morgens im Netz einen Überblick über das Weltgeschehen, haben dann aber keine Zeit, den Artikel ganz zu lesen. Mit Pocket kann dies zum Beispiel in der Bahn auf dem Weg zu Arbeit geschehen. Dafür sorgt eine Erweiterung des Browsers auf dem heimischen PC, die interessante Artikel auf Knopfdruck zum späteren Lesen auf dem Smartphone speichert. Dabei werden die Artikel auf Wunsch bereits vollständig vorgeladen und sind dann auch offline abrufbar. Für beschäftigte Menschen, die mehr als nur die Überschrift lesen wollen, ist Pocket eine hervorragende Lösung.

News Republic: Lernende Nachrichten

Unmengen an lokalen, bundesweiten und internationalen Medien versammeln sich bei News Republic unter einem Dach. Trotzdem fällt es leicht, den Überblick zu behalten: Gleich beim ersten Einrichten fragt die App nach den Themengebieten, an denen das größte Interesse besteht. Nach und nach beobachtet News Republic dann das Leseverhalten und optimiert so, was man beim Aufrufen der App zu sehen bekommt. Freilich besteht hierin auch eine Gefahr: Dadurch, dass die App eine Auswahl an Artikeln aufgrund des Nutzerverhaltens vornimmt, droht eine Filterblase wie bei Facebook. Deshalb schadet es sicher nicht, hin und wieder mal stöbernd über den Tellerrand zu schauen. Zusätzlicher Clou: Wer die App mit Facebook oder Twitter verbindet, sieht auch, für welche Artikel sich Freunde interessieren. Außerdem lassen sich Artikel und ganze Themengebiete für das Offline-Lesen herunterladen. Dies funktioniert sogar automatisch.

Blendle: Die Klassiker für unterwegs

Blende holt klassische Magazine ins Netz: Von Die Welt über Neon bis hin zu Fit For Fun bietet die App Artikel aus einer Vielzahl von Zeitschriften. Für einen kleinen Betrag pro Artikel stehen diese dann zum Abruf bereit. Niemand muss also am Kiosk ein teures Magazin kaufen, um nur eine oder zwei interessante Geschichten zu lesen, sondern kann diese bequem und günstig auf dem Tablet oder Smartphone lesen. Einzig die reißerischen Clickbait-Texte, mit denen Blendle die Artikel in der App und auf der Webseite anpreist, können einem sehr auf die Nerven gehen. Die Artikel selbst sind aber in der Regel deutlich besser und seriöser als die Kurzbeschreibung von Blendle.

Flipboard: Das Genie unter den News-Apps

Flipboard ist eine der ältesten Apps für das iPad und wurde schon 2010 als App des Jahres ausgezeichnet. Seitdem wurde sie ständig weiterentwickelt, es gibt sie heute als App für alle wichtigen Plattformen und auch als Webseite. Das Großartige an Flipboard: Die App vereint Nachrichten von unterschiedlichsten Webseiten und präsentiert sie in einem modern gestalteten Layout, das selbst wie ein Online-Magazin erscheint. User können unter zahllosen Medien wählen, darunter auch Facebook und Twitter. Die Social-Media-Feeds werden also nahtlos in die Nachrichten eingebunden und sehen dort um Längen besser aus als im Original. Das Blättern durch die Neuigkeiten der Welt macht so viel Spaß, dass man sich geradezu auf die tägliche Flut an Informationen freut. Eine der am besten durchdachten Apps überhaupt.

Artikelvom  22. Dezember 2016
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