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Gesunder Schlaf mit Beddit Schlafsensor

von Sandra Stenzel

Gesund und tief schlafen wollen wir alle. Jetzt kann man das überprüfen: mit dem Beddit Schlafsensor. Ein Selbsttest.

Schlafen, das wissen vor allem Schlafforscher, ist eine sehr subjektive Sache. Der gefühlte Schlaf spielt eine entscheidende Rolle bei der Beurteilung, wie gut man sich nachts erholt hat. Durchaus sinnvoll ist es deswegen, sich selbst zu tracken – mit einem Schlafsensor, der genau weiß, wie lang Tiefschlaf- und Traumphasen waren und ob man tatsächlich zu seiner gewünschten Nachtruhe gekommen ist. Wir haben das System getestet.

Unboxing und Installation:

Eine Woche habe ich mich um die Installation gedrückt, da ich dachte, dass es bestimmt aufwendig und nervig ist, alles einzurichten. Die Verpackung wirkte hochwertig – daher war die erste Enttäuschung umso größer als ich sah, dass das Sensorband stark geknickt war. Zum Glück legte sich der erste Frust schnell, da die Installation so viel einfacher und schneller als von mir erwartet war. Das Sensorband muss auf Brusthöhe auf die Matratze geklebt und mit Strom versorgt, die App installiert und per Bluetooth verbunden werden. Für Fragen wird in der Bedienungsanleitung auf die Website verwiesen. Diese ist jedoch nur auf Englisch. Allerdings war das bei mir durch die extrem einfache Installation auch nicht weiter nötig.

Erste Erfahrungen:

Der spontane Eindruck der App ist super. Die Anmeldung klappt problemlos und man wird durch die ersten Schritte geführt. Schnell kann man die eigene gewünschte Schlafdauer angeben, an der zukünftig dann ein sogenannter Sleep Score ermittelt wird. Dazu gibt es den Hinweis, dass „für die meisten Erwachsenen täglich 6 bis 9 Stunden Schlaf reichen“ würden. Damit stellt sich auch für mich schon die erste Frage was denn wohl meine optimale Schlafdauer wäre. Ich entscheide mich für den Mittelwert mit 7 Stunden und 30 Minuten. Zudem kann man vom sogenannten Schlafcoach Tipps zu folgenden Themen abonnieren:

  • Allgemein 
  • Übergewicht 
  • Stress 
  • Schlafprobleme 
  • Sport und Training 
  • Schnarchen

Für jeden Tag erhält man dann jeweils einen Tipp aus den gewählten Rubriken.

Die erste Nacht:

Gespannt lege ich mich ins Bett, öffne die App und erfahre, dass auch die Aktivierung genauso einfach ist. Einfach „Schlafen gehen“ drücken und die App verbindet sich per Bluetooth mit dem Sensor. Da ich an einem Wochenende starte, verzichte ich zunächst auf die Weckfunktion. Das dünne Sensorband spüre ich zwar durch das Bettlaken, aber empfinde es überhaupt nicht als störend. Für mich kämen hingegen Sensoren, die am Körper getragen werden eher nicht in Betracht.

Analyse am nächsten Morgen: 


Am nächsten Morgen starte ich gespannt die Analyse meines Schlafes. Kreise, Balken, Kurven und ein Score blicken mir entgegen. Ich sehe in einem Kurvenverlauf, wann ich eingeschlafen bin, wie oft ich aufgestanden bin, ob ich unruhig und wie tief ich geschlafen habe. Zudem werden mein Herzschlag und meine Atmung gemessen. Mein sogenannter Sleep Score sagt mir, dass ich 91 erreicht hätte. Da ich einen grünen Punkt im Kreis dazu habe, ist das wohl gut. Der Score errechnet sich scheinbar aus Schlafdauer, Herzschlag und Atmung. Diese Bestandteile der Schlafqualität sind danach noch mit ihren einzelnen Werten aufgeführt. Die Atemzüge werden mit 19 pro Minute als „völlig normal“ angegeben ebenso der Herzschlag, der in einer Kurve dargestellt wird. Die letzte Entwarnung kommt zum Schluss: „Es wurde kein Schnarchen festgestellt“. Allerdings folgt auch die Feststellung, dass der Akkuverbrauch über die Messung sehr hoch ist. Insgesamt würde ich mir bei den gemessenen Werten aber noch weitere Erläuterungen dazu wünschen.

Der Tracker im Einsatz:

Die ersten Tage kommt es immer wieder zu falschen Messungen zu „aufgestandenen Zeiten“. Ich suche im Internet nach Lösungen zu diesem Thema, werde aber nicht fündig. Also kontaktiere ich den auf der Beddit Seite angegebenen Facebook Kanal VitaDock und erhalte innerhalb kürzester Zeit eine freundliche Rückmeldung. Es wird nach meinem Smartphone (Android oder IOS), dem Bett und einem Screenshot gefragt und ich soll die z.T. fehlerhaft gemessenen Schlafergebnisse über die Feedback Funktion mit Erläuterungen melden. Es meldet sich zwar ansonsten keiner vom technischen Support, aber danach treten diese Fehler nicht mehr auf. Der freundliche Facebook Support fragt sogar nach einiger Zeit noch einmal, ob jetzt alles klappt. Der Kundenservice hat mich damit wirklich überzeugt.

Vor dem Smart Wecker habe ich mich einige Zeit gedrückt. Da ich die Zeit bis zum Weckerklingeln komplett auskosten möchte. Und wie erwartet wurde ich fast 30 Minuten vor meinem Wecker geweckt. Viel erholter fühlte ich mich dadurch nicht. Das kann allerdings auch daran liegen, dass ich sonst einen Lichtwecker im Einsatz habe. Vor ein paar Tagen folgte dann ein Update der App. Seitdem sind die Werte noch übersichtlicher zusammen gefasst, aber die Bewertung sind Herzschlag und Atmung normal oder nicht wurde heraus genommen.

Fazit:

Die einfache Handhabung und Installation sowie der Kundenservice haben mich wirklich überzeugt. Allerdings kam es teilweise zu Abweichungen in der Messung und mit rund 150 € kann man den Schlafsensor nicht als Schnäppchen bezeichen. Dennoch eignet sich der Beddit Schlafsensor 2.0 meiner Meinung nach für Personen, die zu Hause auf bequeme Art ihren Schlaf tracken möchten. Für unterwegs erscheint es mir weniger geeignet als am Körper getragenen Sensoren.

Artikel vom   06. Juni 2016
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