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Gadgets für Weinliebhaber

von Michele Avantario

Wein ist nach Bier das beliebteste alkoholische Getränk in Deutschland. Der Zubehörmarkt für Weinfreunde ist entsprechend groß. Wir haben Gadgets für Weinliebhaber unter die Lupe genommen.

Beliebtestes alkoholisches Getränk nach Bier

Wein – inklusive Schaum- und Likörwein – gilt bei uns nach Bier als beliebtestes alkoholisches Getränk. Der jährliche Pro-Kopf-Konsum an Wein in Deutschland liegt bei durchschnittlich 20 bis 25 Litern, das ist Platz 4 im Gesamtverbrauch gleich hinter Frankreich, Italien und den USA. Die Biertrinkernation ist also auch ein Land der Weinliebhaber. Laut Statistik gibt ein Zehntel der in Deutschland lebenden Menschen regelmäßig mehr als 10 Euro für eine Flasche Wein aus. Sei es der Bio-Wein aus dem Supermarkt oder der edle Tropfen aus der Wein-Boutique: Der Kult um die Traube hält an. Das schlägt sich auch in der Produktvielfalt nieder, die rund um das Thema Wein herrscht.

USB-Stick für Weinfreunde

Der Wine Stopper USB Memory Stick ist ein nettes Gimmick für Weinfreunde. Der USB-Stick kommt in Form eines Korken daher, in dem ein Datenspeicher von bis zu vier GB „versteckt” ist. Das Teil ist auch als Handschmeichler geeignet. Flaschen verschließen sollte man damit lieber nicht. (9 Euro) iPhones-Case im Wine Glass Shape Nette Idee: das UZZO-Case im „Wine Glass Shape” für iPhones. In dem transparenten Plastikaufsatz zum Schutz des Displays befindet sich ein Hohlraum in Weinglasform. Darin fließt eine (nicht ganz wein-)rote Flüssigkeit hin und her, je nachdem, wie man sein Smart Phone gerade hinstellt oder -legt. Sieht fast aus wie eine digitale Animation, ist aber analog wie nur was. Aufmerksamerweise haben die Designer auch daran gedacht, die Plastikhülle mit Cut-outs für Kamera, Mikrofon und Ladekabel zu versehen. (5 Euro)

Smarter Sommelier mit App

Ein guter Rotwein muss belüftet sein. Wie lange vorher und in welcher Form, ist vielen nicht ganz so versierten Rotweintrinkern nicht immer klar. Wie gut, dass es dafür jetzt eine technisch ausgefeilte Lösung gibt: die intelligente Karaffe iSommelier von iFavine. Die Karaffe wird mithilfe der "iFAVINE-App" bedient und ermöglicht die Einstellung unterschiedlicher Belüftungsprogramme. Innerhalb weniger Minuten lassen sich so die Aromen des Weins entfalten und gleichzeitig ein Reifegrad erreichen, der mehreren Ausbaujahren entspricht. Dazu bekommt der Weinliebhaber über eine App alle benötigten Informationen über Anbaugebiet und Reeben direkt von den Winzern zur Verfügung.

Automatische Weinpumpe

Die halb geleerte Flasche eines guten Tropfens sollte nicht nur optimal verschlossen werden. Auch die in der Flasche noch enthaltene Luft muss hinaus. Denn sie kann das Bouquet eines Weines schon nach wenigen Tagen empfindlich beeinträchtigen. Die vollautomatische Weinpumpe von KitchPro dient als Verschluss, erzeugt aber zusätzlich ein Vakuum in der Flasche – und reaktiviert sich von selbst, sobald neue Luft eindringt. Außerdem misst sie die Innentemperatur der Flasche und zählt die Tage seit ihrer Öffnung. (30 Euro)

Optimale Weintemperatur

Apropos Temperatur: Je besser ein Wein ist, desto eher sollte man darauf achten, dass er in der richtigen Temperatur genossen wird. Ist der weiße zu warm oder der rote zu kühl, kommen Aroma und Geschmack nicht voll zur Geltung. Aber was tun, wenn man schlichtweg vergessen hat, die Flaschen für den Abend richtig zu temperieren und der Besuch schon vor der Tür steht? Der Cooper Cooler schafft Abhilfe: Das Kühlgerät wird einfach mit Eis oder Wasser befüllt und bringt jedes Getränk (ob in Flasche oder Dose) binnen weniger Minuten auf die gewünschte Temperatur zwischen 6 und 25 Grad Celsius. Damit erledigt der „Cooper Cooler” seine Aufgabe ungefähr 50 Mal flotter als ein handelsüblicher Kühlschrank oder sein Tiefkühlfach. Allerdings sei angemerkt, dass echte Weinprofis jedes High-Speed-Temperieren von hochklassigen Weinen mit großer Skepsis betrachten. (110 Euro)

Smarter Weinkühler

Hiermit entern wir die Oberklasse der Weinliebhaberei: „Plum” hat alles, was man von einem smarten Weinkühler erwarten kann. Die Box bietet Platz für zwei Flaschen, die in getrennten und unabhängig voneinander regelbaren Kammern aufbewahrt werden. „Plum” erkennt die eingelagerten Weinsorten anhand ihrer Etiketts, liefert via Web alle verfügbaren Infos auf ein kleines Display und richtet die individuell passende Temperatur ein. Das alles funktioniert auch für bereits geöffnete Flaschen. Dabei berücksichtigt „Plum” die noch verbliebenen Flüssigkeitsmengen ebenso wie die Dauer, die seit der Öffnung der Flaschen vergangen ist. Der Hersteller wirbt mit einer Aufbewahrung unter optimalen Bedingungen für bis zu 90 Tagen. Ein weiterer Clou des High-Tech-Geräts (das an einen überdimensionierten Toaster mit Ausguss-Schnaupe erinnert): Die darin eingelagerten Weine können quasi gleichzeitig serviert werden, ohne dass die Flaschen der Box entnommen werden müssen. Die Idee dahinter ist ganz einfach: Im Inneren der Box durchsticht eine Edelstahlnadel die Korken (oder Schraubverschlüsse) der Flaschen, die dann durch Argon-Gas leicht unter Druck gesetzt werden. Betätigt man die „Pour”-Taste, strömen je nach Wahl 0,03- oder 0,15-Liter-Portionen aus dem „Zapfhahn”. Jede weitere Oxidation des Weines wird dadurch konsequent unterbunden. Ein automatisches Reinigungssystem verhindert zudem Verunreinigungen zwischen den beiden ausgeschenkten Weinen. Bleibt nur noch eine Frage: Warum heißt das Ding eigentlich „Plum”, also „Pflaume”? (1.400 Euro)

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Traditionelle Lösung

Viele Weinkenner sind wahrscheinlich zu konservativ, um sich für moderne Gadgets wie „Plum” zu begeistern. Sie vertrauen lieber auf ihre über Jahre gesammelte Fachkenntnis. Für alle gibt es noch einen ganz althergebrachten Trick, Weine vor dem „Umkippen” zu retten: Flasche austrinken.  

Artikel vom   17. Januar 2017
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