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Frische Luft mit Foobot

von Anita Schneiders

Mit Foobot kommt ein neues Gadget auf den Markt, das neben Luftqualität, Temperatur auch eine Auswahl an Schadstoffen in der Luft misst. Wir haben Foobot getestet.

Luft kann man nicht sehen oder schmecken, gute Luftqualität ist aber wichtig für das allgemeine Wohlbefinden. Doch wie kann man sie messen? Wann ist die Luftqualität gut genug oder beginnt, schlecht zu werden? Foobot gibt genau darüber Aufschluss. Das neue Gadget von AirBoxLab ist ein erfolgreiches Kick-Starter aus einer Indiegogo Kampagne aus 2013 und wurde auch auf der diesjährigen CeBIT vorgestellt.

Wir wollten es genau wissen und haben uns Foobot angeschaut.

Unboxing

Foobot kommt in einer schicken Box. Mir gefällt, dass die Anleitung auf die Box gedruckt und relativ einfach gehalten ist. Das baut Hemmschwellen ab, dass es sich um ein kompliziert zu installierendes Gerät handeln könnte. Der Box liegt neben dem Foobot auch ein Stromadapter bei. Das Gadget selbst ist weiß und länglich (ca. 18 cm groß), verfügt über eine Vielzahl an Sensoren, die je nach Qualität der Luft in verschiedenen Farben leuchten. Auf der Rückseite befindet sich das Anschlusskabel (USB), das fest verankert ist und mit dem beiliegenden Adapter verbunden werden muss. Für den Betrieb ist eine Stromzufuhr notwendig, d.h. Foobot muss in der Nähe einer Steckdose untergebracht werden. Was ich als echte Einschränkung empfand: Das ist Kabel nicht sonderlich lang, was die Möglichkeiten, es zu platzieren stark einschränkt. Im Test stand Foobot dann auf einer Fensterbank. Laut Hersteller misst Foobot den ganzen Raum, die Messung sollte hiervon nicht beeinflusst werden.

Installation

Der Foobot wird über das USB-Anschlusskabel mit dem beiliegenden Stromadapter an die Steckdose angeschlossen. Die Lichtleiste im Foobot leuchtet blau auf und signalisiert, dass wir nun startbereit sind. Das eigentliche Setup erfolgt dann über die App. Diese ist für iOS und Android verfügbar. Für das Setup wird Wifi benötigt (im Verlauf muss man dann seine Zugangsdaten eingeben), die App führt durch die einzelnen Installationsschritte. Die Box muss im Rahmen des Setup mehrmals umgedreht werden, die Leuchtleiste blinkt dabei. Insgesamt dauert das Setup wenige Minuten. Zum Abschluss des Setups blinkt Foobot mehrmals kurz auf. Für den Betrieb und das Setup ist ein Benutzerkonto notwendig, ein Login über Facebook ist auch möglich. Die Anmeldung über ein separates Benutzerkonto hat in der Praxis gut funktioniert.

Was kann Foobot?

Foobot verfügt über eine Vielzahl an Sensoren, die die Luftqualität auf Feuchtigkeit, Temperatur und Schadstoffe scannt. Neben der Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Raum werden auch der CO2-Gehalt (Kohlendioxid), den CO-Gehalt (Kohlenmonoxid), den Feinstaubwert (PM) und flüchtige organische Verbindungen (VOC) gemessen. Die Messungen werden in der App festgehalten und können so auch ausgewertet werden. Über die beleuchtete Leiste erhält man aber auch direkt am Gerät selber Auskunft über die Qualität der Luft. Eine blau leuchtende Leiste zeigt, dass die Werte gut sind, eine orange leuchtende Leiste signalisiert, dass Handlungsbedarf besteht. Eine detailliertere Übersicht über die einzelnen Werte und was sie bedeuten enthält man dann in der App.

Die App bietet auch ein Tutorial an und informiert über die gemessenen Stoffe und Parameter, und ab wann man tätig werden sollte, auch mit Vorschlägen zur Verbesserung der Situation (z.B. Lüften). Die nützliche Hinweise und das Tutorial bieten eine großen Mehrwert. Man muss schließlich bei organge leuchtenden Lämpchen nicht im Internet forschen, was man hier tun kann. Ist der Wert für die organischen Verbindungen schlecht, kann das z.B. auch an Wohngiften liegen. Möbel, Teppiche, Farben können unter anderem hierfür verantwortlich sein. In der Praxis hat die App zuverlässig gearbeitet. Die Werte des Foobot wurden über eine Messung der Luftparameter über Eve Room von Elgato für das Apple HomeKit (siehe meinen Blogbeitrag vom 18.06.2016) gegengeprüft. Beide Systeme zeigten übereinstimmende Werte an. Wie auch schon bei der getesteten Eve Room festgestellt: Entertainment-Geräte wie Fernseher, Spielekonsolen etc. wirken sich nicht gut auf die Luftqualität aus. Und wer es bislang noch nicht wusste: Deospray hinterlässt Spuren in der Luft und lässt Foobot orange aufleuchten.

Fazit

Foobot erfindet die Messung der Luftqualität nicht neu, schliesslich bieten auch schon andere Anbieter die Messung von organischen Verbindungen an. Im Test überzeugte das schnelle Setup und vor allem auch die App, die nicht nur einfach eine Übersicht über die gemessenen Werte anbietet, sondern auch nützliche Hinweise zum Beheben der „schlechten“ Luftparameter/-Qualität gibt. Das ist ein echter Mehrwert, für Allergiker besonders gut geeignet.

Artikel vom   16. Mai 2016
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