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E-Bike auf französisch: Samedi 28 open

Ein E-Bike wie ein französischer Schnurrbart

vonRobert Basic

Wie ein französischer Schnurrbart? Wie ist denn bitte ein französischer Schnurrbart, werdet Ihr fragen. Und was hat das mit einem E-Bike zu tun? Nun, ich stelle mir einen französischen Schnurrbart so vor: Straight und dennoch elegant, selbstbewusst gerade gezwirbelt, aber nicht übertrieben pompös. So, wie man sich den Schnurrbart von d'Artagnan eben vorstellen würde, den berühmten Musketier der französischen Garde. Und so ist der Name des französischen E-Bike-Herstellers Moustache Programm bei all seinen elektifizierten Fahrrad-Modellen.

Die Franzosen sind erst seit 2010 auf dem Markt und haben sich mit schicken Lösungen einen jungen Namen gemacht. Die Rahmen sind entsprechend straight und stabil mit eleganten Knicken, pragmatisch schlicht, aber doch selbstbewusst sportlich. Technisch glänzt die Schmiede mit Hydroforming, um den Rahmen mittels einem Hochdruckwasserstrahl in präzise Form zu bringen.

Die geschwungenen Lenker sind Namensgeber der Firma und tatsächlich einer Schnurrbartform nachempfunden. Bei den Citybikes ist der Moustache hochgezogen und deutlich zu erkennen. Bei den Trekking- und Mountainbike-Varianten wurde eine flachere Form gewählt, um halbsportliche Haltungen zu ermöglichen.

Das Samedi 28 open E-Bike

Auf unserem Schirm haben wir das Damen-Modell Samedi 28 open, das auf den ersten Blick nicht unbedingt sofort als E-Bike identifizierbar ist. Der Akku ist unter dem Gepäckträger über dem Hinterrad verbaut, der Antrieb ist der 250-Watt-Motor Active Cruise von Bosch, der Rahmen aus innenhochdruckumformten (dem besagte Hydroforming) Flugzeug-Aluminium.

Eine Besonderheit stellt die obere Stange des Rahmens dar, die direkt mit den Verankerungen - die das Hinterrad stützen - verbunden wurde. Der Hersteller verspricht eine höhere Kompaktheit und seitliche Stabilität des hinteren Rahmendreiecks, um auch die Vibrationen des Hinterrads auf die obere Stange zu verteilen, anstatt Richtung Sattel geleitet zu werden.

Mit dem Bosch-Motor werden die üblichen 25 km/h erreicht, aber nur, wenn man auch selbst in die Pedale tritt, und damit ist dieses E-Bike wie die meisten streng genommen ein Pedelec.

Die hydraulischen Scheibenbremsen Shimano M355 sorgen für sicheres Bremsen, auch wenn man schneller wird, weil man noch schneller strampelt. Für ein E-Bike mit rund 23 kg handelt es sich um ein relativ leichtes Pedelec, das allerdings durch die Materialwahl nicht zu den günstigsten E-Bike Modellen gehört. Mit rund 2.500 Euro siedelt sich das formschöne Rad im mittleren Preissegment an.

Artikelvom  06. Juni 2016
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