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Du kommst hier nicht rein: 5 einfache Schritte für mehr W-LAN Sicherheit

von Christian Zeiser

Internetzugang über W-LAN gehört längst zum Standard. Doch Sie sollten sich vor Zugriffen schützen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie in nur fünf einfachen Schritten zu mehr W-LAN Sicherheit gelangen.

Wer mit dem Internet verbunden ist, nimmt ein gewisses Sicherheitsrisiko im Kauf, wer sich über ein W-LAN mit dem Netz verbindet, ein etwas höheres. Daran ist nichts zu ändern. Das muss allerdings noch lange nicht bedeuten, dass man sein heimisches Funknetzwerk ungeschützt für alle verfügbar machen sollte. Jemand, der in einem fremden W-LAN unterwegs ist, kann dort nämlich allerhand Schaden anrichten. Das reicht vom illegalen Sharing von Fernsehserien – wofür dann der Besitzer des W-LANS Post von einer Anwaltskanzlei bekommt, denn das Teilen erfolgte über dessen IP-Adresse – bis hin zum Installieren von Schadsoftware auf der Hardware des W-LAN-Besitzers. Wer sich dagegen schützen möchte, muss kein Computerexperte sein, sondern nur diese fünf Schritte befolgen:

1. Schritt: Bleiben Sie auf dem neuesten Stand

„Mache ich bald“ ist keine Option, wenn der Hersteller ein Update der Router-Firmware liefert oder das Betriebssystem die Verfügbarkeit eines Sicherheits-Updates meldet. Zu mehr W-LAN Sicherheit gehören regelmäßige Updates. Für diese Updates gibt es gute Gründe, meist werden durch sie relevante Sicherheitslücken geschlossen. Ein Verschleppen und Verschieben dieser Updates ist grob fahrlässig. Eventuell ist sogar ein Hardware-Update nötig: Wer noch einen W-LAN-Router verwendet, der lediglich WEP-Verschlüsselung erlaubt, sollte schleunigst auf ein neues Gerät mit WPA2-Verschlüsselung aufrüsten. WEP wurde schon im Jahr 2001 von Experten als unsicher eingestuft.

2. Schritt: Für mehr W-LAN Sicherheit Zugangsdaten des Routers ändern

Damit sind die Anmeldedaten gemeint, die Sie benötigen, um die Einstellungen des Routers zu ändern. Diese werden von den Herstellern oft standardisiert, die angefragten Passwörter sind dabei kaum originell, etwa „admin“ oder „00000“. Entsprechend einfach ist es dann für Angreifer, einen Router umzukonfigurieren, zumal sich diese Standardpasswörter auch nach Hersteller sortiert im Internet finden lassen. Ändern Sie dies also zügig. Stellen Sie dabei sicher, dass Sie kein häufig benutztes Passwort verwenden. Die 25 am häufigsten benutzten Passwörter des Jahres 2016 finden Sie hinter diesem Link.

3. Schritt: Passwort des W-LANS ändern

Viele Nutzer benutzen einfach weiter das voreingestellte Passwort, mit dem ein W-LAN-Router ausgeliefert wurde. Das ist riskant, denn diese folgen je nach Herstellern bestimmten Mustern und sind relativ leicht zu knacken. Bei einigen Herstellern bestehen sie gar nur aus Zahlen. Ändern Sie dieses Passwort also nach folgenden Regeln: Es sollte mindestens 20 Zeichen lang sein und aus Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen bestehen. Wenn Ihr Betriebssystem einen automatischen Passwort-Generator bietet (wie etwa Mac OS), lassen sie ruhig ein zufälliges Passwort erstellen. Krude, komplizierte Zeichenfolgen sind viel sicherer als Passwörter, die aus sinnvollen Worten bestehen, denn diese werden mittels sogenannter Wörterbuchangriffe leichter geknackt.

4. Schritt: Werden Sie unsichtbar

Schauen Sie sich einmal die Liste der jetzt gerade verfügbaren Netzwerke an. Wahrscheinlich sind die meisten ihrer Nachbarn darunter, deren Netzwerke bis zu Ihnen reichen. Dabei gibt es keinen Grund, warum ein privates Netzwerk dort überhaupt auftauchen sollte. Wenn Ihr Netzwerk nicht sichtbar ist, kommt auch niemand auf die Idee, es zu hacken. Zugegeben: Gegen böswillige Angreifer hilft diese Maßnahme kaum, denn die haben Möglichkeiten, auch eigentlich unsichtbare Netzwerke aufzuspüren. Dennoch schützen Sie sich so vor Spaßvögeln, die einmal sehen wollen, ob sie nicht Ihr W-LAN knacken können. Gehen Sie also in die Einstellungen Ihres Routers und suchen Sie dort nach der Einstellung „Netzwerkname (SSID) übertragen“ oder etwas ähnlichem. Deaktivieren Sie diese Option.

5. Schritt: Legen Sie einen Gastzugang an

Wenn Sie immer mal wieder Gäste haben, die Ihr W-LAN nutzen möchten, legen Sie für diese ein Gastnetzwerk mit eigenem Namen und eigenem Passwort an. Viele Router bieten diese Möglichkeit in ihren Einstellungen. Auf diese Weise bleibt Ihr eigenes Passwort stets privat. Freilich sollen Sie nicht Ihren Gästen misstrauen – doch wer weiß, vielleicht verliert einer Ihrer Freunde einmal ein Smartphone, auf dem das Passwort Ihres Zugangs gespeichert war. Ändern Sie also von Zeit zu Zeit das Passwort Ihres Gastzugangs, Ihr eigenes Netzwerk kann dann bleiben, wie es ist.

Artikel vom   15. Mai 2017
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