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Die smarte Haarbürste von Kérastase

von Rob Vegas

Eine Haarbürste mit Bluetooth, WiFi und  App? Kein Scherz. Die smarte Haarbürste von Kérastase kommt im Sommer 2017 auf den Markt. Wir haben sie ausprobiert.

Der smarte Hair-Coach ist aus einer Kooperation zwischen Withings und Kérastase entstanden. Dabei verfügt diese smarte Bürste sogar über ein Mikrofon! Braucht die Welt eine smarte Haarbürste? Diese Frage stellen sich wohl viele Menschen, doch wir nutzen auch schon seit Jahrzehnten elektrische Zahnbürsten. Selbst diese Bürsten gibt es mittlerweile auch mit eigenen Apps und eingebauten Sensoren. Alle Geräte in unserem Alltag werden täglich ein Stück smarter und nun ist anscheinend auch die klassische Haarbürste an der Reihe. Ganz günstig ist der smarte Spaß für das Haar allerdings nicht. Der Hair Coach von Withings und Kérastase soll am Ende um die 200 Euro im Handel kosten. Doch was kann das gute Stück für diesen Preis leisten? Mehr als man vielleicht zu denken vermag.

Kérastase Hair Coach Powered by Withings

Hersteller Withings gehört schon eine Weile zu Nokia und hinter Kérastase steht der große L’Oréal Konzern, welcher maßgeblich an der Entwicklung der smarten Haarbürste beteiligt war. Hier haben sich also Schwergewichte bei der Entwicklung vom Hair Coach zusammengetan. Wir haben es anscheinend nicht mit einem günstigen Gadget zu tun, sondern in der Bürste verstecken sich allerlei Sensoren und sogar Mikrofone, welche die Kämmgeräusche auswerten sollen. So wird die Anzahl der Bürstenstriche gemessen, eine Gestenanalyse soll Tipps für bessere Bürstenwege geben, Strukturschädigungen sollen erkannt und die Trockenheit der Haare analysiert werden. So sehr habe ich mich im Detail selten zuvor mit meiner eigenen Haarpracht beschäftigt, doch Withings hat sogar einen 3-Achsen Kraftsensor verbaut, welcher die aufgewendete Kraft beim Bürsten misst und Rückschlüsse auf die Qualität der Haare über die App ziehen kann. Dabei ist die smarte Haarbürste natürlich eng über Bluetooth und WiFi mit der eigenen App verzahnt. Diese App schlägt aufgrund der erhobenen Daten und Analysen natürlich auch gleich die passenden Pflegeprodukte von Kérastase vor. Das klingt für mich ziemlich clever. Eine Haarbürste mit einem eigenen Shop. Da fehlt lediglich noch ein Münzeinwurf im Griff.

Weltweit erste smarte Haarbürste

Natürlich kann man über den Hair Coach leicht schmunzeln, aber die Entwicklung ist vollkommen ernst gemeint. Wer viel auf sein Haar gibt, kann sich ab dem Sommer 2017 noch mehr Daten zu seiner Haarpracht beim Kämmen auswerten lassen. Manche Menschen sind sehr eitel bei ihrer Haut, andere Menschen legen sehr viel Wert auf technische Spielereien im Auto. Bei der Frisur sind viele Menschen ebenfalls auf perfektes Styling und eine tolle Haarqualität bedacht. Nicht umsonst verkaufen sich teure Spülungen, Colorationen und Pflegeprodukte täglich millionenfach. Ich verkneife es mir daher, über diese Bürste zu schmunzeln, weil sie sicherlich ihr Publikum finden wird. Der Griff der smarten Haarbürste kann sogar vibrieren und damit vor zu viel Kraftaufwand beim Bürsten warnen. Vor vielen Jahren lachten die Menschen sicher auch über elektronische Zahnbürsten. Heute sind sie in vielen Haushalten und Familien Standard. Wer weiß? Vielleicht finden wir in zwanzig Jahren in jedem Bad auch eine smarte Haarbürste. Bis dahin sollte der Hair Coach dann auch dem Haarausfall vorbeugen können.

Freuen Sie sich auf den kommenden Sommer. Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit können wir dann auch unsere Haarbürste neben dem Smartphone abends an das Ladegerät andocken.

Artikel vom   17. Februar 2017
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