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Ausflug de luxe - die besten Apps für Sommertrips

von Rüdiger Maulko

Sommerzeit ist Ausflugszeit. Ob Städtetrip, Rad- oder Strandtour, es gibt natürlich für alles eine App. Welche smarten Helfer einen gelungenen Ausflug garantieren, erfahren Sie hier.

Die Organisation und Durchführung eines Sommertrips kann durchaus kompliziert und zeitaufwendig sein. Mit entsprechenden Apps geht es bequemer und effizienter. Die smarten Tools behalten auch das Wetter, den Schutz vor übermäßiger Sonneneinstrahlung und die optimale Verpflegung souverän im Blick.

Kein Ausflug ohne Wetter-App

In Deutschland erweist sich das Wetter leider immer wieder als unberechenbarer Zeitgenosse. Eine Wetter-App ist daher unverzichtbar. Wetter Online enthält neben Wetterkarten ausführliche redaktionelle Infos zur aktuellen und zukünftigen Wetterlage. Sehr nützlich – gerade bei Outdoor-Aktivitäten – ist das Regenradar mit einem Blick auf die Entwicklung der nächsten Stunden. Wetterprognosen basieren ja immer auf Wahrscheinlichkeiten. Da diese immer wieder anders interpretiert und dann unterschiedliche Vorhersagen gemacht werden, habe ich grundsätzlich mehrere Kollegen am Start. Ein guter Sparringspartner für meine Lieblingsapp ist Wetter.info.

Smart ans Wasser – natürlich mit optimalem Sonnenschutz

Vermelden die Wetterpropheten einstimmig Kaiserwetter, geht’s natürlich direkt ans Wasser. Der Strandbadguide von Das Örtliche zeigt deutschlandweit Badestrände und -seen, Hallen- und Freibäder an. Ein Auswahlfilter beschleunigt den Zugriff auf die verzeichneten Locations:  Man kann nach DLRG gesicherten Badeseen und -stränden suchen, findet Sandstrände und erfährt, wo Wassersport möglich ist. Weitere Details können beim Surfen auf der Map via Info-Symbol abgerufen werden. Der Strandbadguide hat einige Lücken, nicht alle regionalen Bademöglichkeiten sind verzeichnet. Aber man kann selbst Einträge anlegen und Bewertungen abgeben, die dann anderen Usern die Suche und Auswahl eines Ausflugsziels erleichtern. Eine Anfahrtsroute berechnet die App auf Wunsch automatisch.

Eine gute Ergänzung zum Strandbadguide sind Reiseführer, die regionale Highlights ausführlicher präsentieren. Die App zur Mecklenburgischen Seenplatte informiert über Sehenswürdigkeiten und diverse Aktivitäten im und auf dem Wasser, die Ostee-App enthält neben Ausflugstipps auch Infos zu familienfreundlichen Sparangeboten der Ostseecard. Bei einer Tour an die Nordsee leistet eine Gezeiten-App nützliche Dienste, damit das Wasser bei Anreise dann auch anwesend ist. Sollte den Kids am Nordseestrand mal langweilig sein, bietet sich der Beach Explorer an. Mit der lehrreichen App kann der Nachwuchs gefundene Muscheln bestimmen und auch anderes Getier der Region besser kennenlernen. Eigene Strandfunde können mit Fotos archiviert werden.

Wer sich und seine Kinder vor Sonnenbrand schützen möchte, sollte UV-Check (Android | iOS) herunterladen. Einfach die aktuellen Wetterbedingungen und den eigenen Hauttyp eingeben, der mit der App-Hilfe genauer eingegrenzt werden kann. Auch die Tageszeit und der Lichtfaktor der benutzten Sonnencreme können einbezogen werden. Anschließend startet die App, die der Berufsverband der Deutschen Dermatologen mitentwickelt hat, eine Berechnung der individuellen „UV-Eigenschutzzeit“. Die Angaben zur Tageshöchstdosis sind zwar hilfreich, blind vertrauen sollte man ihnen allerdings nicht. So ist etwa die Festlegung eines fixen Richtwerts bei wechselnder Bewölkung im Tagesverlauf schwierig. Gründlich studiert werden sollten auf jeden Fall die „Häufigen Fragen“, die den Umgang mit der App und ihren Berechnungen sowie die korrekte Anwendung von Sonnenschutzmitteln näher erläutern. Integriert ist in den smarten Helfer auch eine Kamerafunktion, mit der Hautveränderungen dokumentiert und auf Dauer beobachtet werden können. Eine sinnvolle Ergänzung zu UV-Check ist MySunCheck – die App fürs iPhone ermittelt gemäß Hauttyp- und Wetterangaben den passenden Lichtschutzfaktor. So hat man immer die richtige Sonnencreme am Start. Ist Ihnen die Bestimmung des eigenen Hauttyps mit der App-Hilfe zu unsicher, sollten Sie einen Hautarzt konsultieren. 

Erstklassige Planungstools für die Reise

Wenn die An- und Abreise nicht mit dem Auto erfolgt, können Sparpreis- und Regionaltickets der Deutschen Bundesbahn (z. B. SchönerTagTicket NRW, Schleswig Holstein-Ticket) viel Geld sparen. Zugverbindungen lassen sich bequem und zügig über den DB-Navigator recherchieren. Sehr praktisch: Radtouren sind geschmeidig geplant, da der clevere Navigator Infos über mögliche Fahrradmitnahmen bereithält. Ein Klick auf das Symbol „Zugradar“ ist gerade auf dem Land sehr hilfreich, da der Bahnstreckenverlauf mit Bahnhöfen in der Umgebung angezeigt wird. Die Live-Auskunft informiert über aktuelle Verspätungen. Unter „Meine Bahn“ gelangt man direkt zum Sparpreis-Finder der DB. Ein weiterer Spartipp ist die App von Flixbus (Android | iOS), die selbst bei kurzfristigen Buchungen noch ein Schnäppchenass im Ärmel hat. Lässt man sich in den E-Mail-Verteiler von Flixbus aufnehmen, gibt es Benachrichtigungen bei Sales-Aktionen, die zu besonders günstigen Preisen Reisen zu beliebten Ausflugszielen anbieten.  

Für die Detailplanung vor Ort bietet sich die Yelp-App (Android | iOS), an, die mit einer umfangreichen Datenbank inklusive vieler User-Bewertungen aufwartet. Selbst in ländlicheren Regionen kann man auch ausgefallenere Ziele wie vegane Restaurants ausfindig machen. Besonders kompakt sind lokale Infos in der App AroundMe aufbereitet. Cafés, Bars, Hotels und Restaurants der Umgebung werden übersichtlich in eigenen Kategorien aufgelistet und sind so auch unterwegs schnell zu finden. Fotos und Bewertungen von Locations sowie ein Parkplatzfinder sind ebenfalls an Bord. Favoriten lassen sich anlegen, so dass man schon im Vorfeld eines Ausflugs wichtige Anlaufstellen individuell zusammenstellen kann. Sollte vor Ort das Bargeld ausgehen, hilft die Bankfilialensuche. Leider enthält die Datenbank Fehler und zeigte beim Test eine Bankfiliale an, die bereits geschlossen war. Hat man ein bestimmtes Ziel vor Augen, sollte also notfalls via Google gegenrecherchiert werden, um frustrierende Extrawege zu vermeiden.

Auf Familien hat sich FamilyCheck spezialisiert. Sie bietet eine Umkreissuche nach Ausflugszielen, Recherchen nach Kategorie und Stichwort sind ebenfalls möglich. Die App gibt es derzeit leider nur für Android-Geräte. Glücklicherweise steht die Datenbank auch im Netz zur Verfügung. Bei etwa 100.000 verzeichneten Zielen in deutschsprachigen Ländern sollte die Suche etwa nach Spielplätzen, Kindermuseen, Zoos und Freizeitparks ein Kinderspiel sein.

Ein Zimmer für die Nacht findet sich sehr kurzfristig mit Hotel Tonight. Allerdings ist das Angebot – gerade in abgelegenen und touristisch weniger erschlossenen Gebieten - nicht sehr groß. Steht mehr Zeit zur Verfügung, kann eine günstige Schlafstätte per Airbnb-App gesucht und gebucht werden. Alternativ empfiehlt sich die Übernachtungsplanung mit den Apps von TripAdvisor (Android | iOS) und Trivago.

Da gerade auf dem Land nicht immer ein störungsfreier Internetempfang möglich ist, versorge ich mich vor Wander- und Radtouren immer mit Offlinekarten rund ums Reiseziel. Mit der App Maps.me geht das Herunterladen der Regionen flüssig und intuitiv - wählt man eine Leerstelle auf der Map, startet bei entsprechender Voreinstellung der automatische Download. Die Offline-Karten sind recht datenintensiv, also Vorsicht bei Speicherknappheit. Nach Ende der Tour lassen sich die Daten aber wieder löschen, Nutzer von Android-Geräten können die Kartendownloads auch auf eine SD-Karte verschieben. Es gibt für begeisterte Radfahrer übrigens auch spezielle Tourenapps, die wir Ihnen in den Artikeln „Sechs Fahrrad-Apps für Outdoor-Freunde“ und „Smarter unterwegs: Die besten Apps für Radfahrer“ vorstellen.

Die Krönung: Gemütlicher Ausklang beim Grillen

Einen gelungenen Ausflug krönt man am besten mit einem entspannten Grillabend. Wer nur gelegentlich brutzelt und kein Geld für Rezepte ausgeben möchte, installiert die werbefinanzierte Gratis-App Chefkoch. Dann Stichwort „Grillen“ in die Suche eingeben und schon kann man sich von diversen Leckereien inspirieren lassen. Grillnerds können kleines Geld investieren und sich die Grillrezepte-App (Android | iOS) genauer anschauen. 5300 Rezepte lassen garantiert keine Langeweile aufkommen. Mittlerweile können auch Veganer auf ein eigenes Grilltool zurückgreifen. Vegan Grillen (Android | iOS) lockt mit Pilzburgern oder wohlschmeckenden Grillsaucen, wie z. B. Birnenchutney mit Datteln. Eine Einkaufsliste für die benötigten Zutaten erstellt die kostenpflichtige App automatisch. Der smarte Helfer ist auch ideal für Grillfans, die aufgrund einer Nahrungsmittelunverträglichkeit laktosehaltige Produkte meiden müssen. Tolle Gadgets fürs Grillen sind natürlich ein Must-have. 

Artikel vom   02. August 2017
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