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5 Gründe, warum wir bald nur noch bargeldlos bezahlen

vonAnnette Franklin-Stokes

„Seamless Payment“ und „Mobile Money“ liegen im Trend. Was sich dahinter verbirgt und 5 Gründe, warum wir bald nur noch bargeldlos bezahlen, hier steht's!

Cashflow ist out – zumindest im Portemonnaie. Inzwischen gibt es immer mehr neue Apps, die das Geld per Smartphone fließen lassen und damit Bares oder Karte ersetzen. Was vielleicht noch bei uns wie Zukunftsmusik klingt, ist bei unseren Nachbarn längst Realität: Wir verraten, warum der digitale Geld-Trend so unaufhaltsam ist wie einst die Einführung des Euro:

1. Weil unsere Gesellschaft immer mobiler wird – auch in Sachen Geld.

Das dauernd-Online-Leben hat unsere Gewohnheiten verändert. Anders als bei Bargeld hat jeder die Bezahlmöglichkeit „Seamless Payment“ jederzeit in der Tasche griffbereit: Das Smartphone genügt. Die Transfers gehen schnell, sind supersicher, und auch von Handy zu Handy so schnell erledigt wie ein Post auf Facebook. „Kannst Du mir mal was leihen, ich hab gerade kein Cash“ – gibt’s dann nicht mehr. So hat man immer Geld in der Tasche.

2. Weil mobiles Bezahlen so easy ist wie Chatten.

Die Industrie rüstet auf – für die Umrüstung auf Mobile Money. Findige Start-Ups haben jede Menge neue Apps und mobile Payment-Systeme entwickelt, mit denen Sie das Smartphone zur digitalen Geldbörse verwandeln können. Sie heißen u.a. Cringle, Venmo und Cashcloud und drängen jetzt auf den Markt. Bald sicher auch auf Ihr Smartphone.

3. Weil die Statistik nicht lügt.

Und die sagt: Auch, wenn viele Deutsche Bargeld immer noch für die sicherste und übersichtlichste aller Zahlungsformen halten, so ist der Griff zu Schein und Münze doch rückläufig. Vor allem in der jungen Zielgruppe ist cashloses Geld auf dem Vormarsch: Bei den 25- bis 34-jährigen ist die Bezahlung mit Bargeld schon beim profanen Gang zum Supermarkt out.

4. Weil „Mobile Money“ in Skandinavien schon längst den Alltag erobert hat.

Dass unsere schwedischen Nachbarn in Sachen „simplify your life“ die nordischen Nasen vorn haben, wissen wir, seit das praktische Möbelhaus mit den vier Buchstaben die Einrichtung unserer vier Wände revolutioniert hat. Dass in Schweden rund 80 Prozent aller Geldzahlungen bereits bargeldlos erfolgen, kann also nur eines heißen: auch dieser Trend kommt bald zu uns. Moneyfakta sozusagen. Und weil in Schweden viele Friseure, Restaurants oder Tankstellen überhaupt kein Bares mehr annehmen und sogar schon Eisverkäufer auf Mobile Payment Systeme von iZettle bis Swish umgestiegen sind, vermuten wir: Dort wandert „echtes“ Geld bald ins Museum. (In anderen Trendsetter-Ländern wie UK und Dänemark sieht es übrigens ähnlich aus.)

5. Weil „mobile money“ keine Infrastuktur braucht

Zwar hat jeder Deutsche im Schnitt 1,6 Plastikkarten, von EC- bis zu Kreditkarten jeglicher Couleur, für die bargeldlose Zahlung im Portemonnaie. Doch leider gibt es hierzulande viel zu wenige Terminals – knapp unter zwei Stück pro Quadratkilometer. Wie angenehm, wenn man dank „Seamless payiment“ diese infrastrukturelle Hürde per Smartphone elegant umgehen kann. Beträge einfach schnell hin-und herzappen, auch von einem Handy zum nächsten. Praktischer und bequemer geht’s nicht. Sogar im Restaurant, beim Teilen der Rechnung. Bye Bye, unpassende Geldscheine, die unter Begleitung von gemurmeltem Kopfrechnen auf einen Haufen in die Tischmitte geworfen werden.

Artikelvom  02. Mai 2016
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