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5 Gründe, warum Senioren nicht mehr aufs Smartphone verzichten

von Annette Franklin-Stokes

Auch Senioren lernen die Vorteile von Smartphones zu schätzen. Ob Fotos der Enkelkinder oder Orientierungshilfe – vieles wird leichter.

Das Abi-Foto der Enkelin kommt per Whatsapp, die Lebensmittel dank der Supermarkt-App, und der Stadtplan ist auf dem Handy immer dabei: Auch Senioren haben die Segnungen der Mobiltelefone erkannt. Denn alt werden wollen wir alle – alt sein hingegen niemand. Ein Smartphone kann dabei helfen. Hier ein paar Gründe, warum die Zielgruppe 60+ auf ihr Smartphone nicht mehr verzichten will:

1. Senioren beschert ein Smartphone mehr Lebensnähe

Die Hälfte (50 Prozent) der Senioren geben an, dass Smartphones für sie eine große Erleichterung im Alltag seien. Jeder Vierte (25 Prozent) erklärt sogar, dass er sich ein Leben ohne Smartphone nicht mehr vorstellen kann. Und mehr als jeder Fünfte (22 Prozent) findet, dass ihn das Smartphone anderen Menschen näher bringt.

2. Bitte lächeln! Die Fotokamera immer dabei

Bei aller Liebe zum Smartphone: Technik-Nerds sind die meisten Senioren noch nicht. So ist das Telefonieren immer noch die mit Abstand beliebteste Funktion ihres Smartphones: 76 Prozent erklären, dass sie ihr Smartphone häufig oder sehr häufig dafür verwenden. SMS (27 Prozent) kommen in der Nutzung erst nach Kamera- und Weckfunktion (35 bzw. 33 Prozent).

3. Wichtige Informationen immer sofort verfügbar

„Oma, google das doch mal!“ – geht auch unterwegs! Viele Senioren sind auch mobil online. Dabei liegt die Verwendung von Suchmaschinen vorne: So verwendet fast jeder dritte Senior (27 Prozent) Google & Co. häufig oder sehr häufig mobil, 14 Prozent nutzen unterwegs gerne die Messenger-Dienste wie WhatsApp oder iMessage, und 12 Prozent informieren sich häufig oder sehr häufig auch mobil über Nachrichten. Bei der Nutzungsdauer ist allerdings noch Raum nach oben: Laut der Befragung verwenden ältere Smartphone-Nutzer ihr Gerät im Durchschnitt 14 Minuten pro Tag. (Über alle Altersgruppen hinweg sind es durchschnittlich 82 Minuten.)

4. Think big: Große Buchstaben bringen es

Komfortabel surfen und lesen dank großem Bildschirm: Neue Geräte mit großen Bildschirmen und leichter Bedienung sind einer der Gründe für die steigende Smartphone-Nutzung bei Senioren. Der Name: Phablets. Eine Wortschöpfung aus „Phone“ und den sonst bekannten „Tablets“ (Letzteres erinnerte einen Senior ja vielleicht auch zu sehr an seine Medikamente). Das Kennzeichen „übersichtliches, großes“ Displays ist als alleiniges Merkmal allerdings inzwischen überholt, denn der Trend bei Smartphones geht generell zu größeren Bildschirme; 5 und 6 Zoll sind inzwischen eh Standard. Worauf also bei dem Handy für Senioren achten? Auf jeden Fall auf simple Funktionen, vergrößerte Buttons und leichte Handhabung. Tipp: Auch reguläre Smartphones haben Einstellungen für einfache Bedienung, die individuell aktiviert werden können, z.B. große Buchstaben. Ansonsten kann das Downloaden einer sogenannten Launcher-App auf dem Smartphone ein Handy in Sachen Benutzeroberfläche und Bedienung auf Senioren-Ansprüche „downtunen“.
Am besten sollte man natürlich die Ansprüche an die Nutzung abklopfen, bevor ein Phablet angeschafft wird. (siehe Punkt 2). Hersteller wie bea-fon. Panasonic, Telme, emporia etc. bieten zahlreiche Senioren-Modelle an.

5. App-solut beliebt: Funktionen zwischen Klischee und Lebenshilfe

Senioren profitieren in ihrem Alltag mehr denn je von digitalen Helfershelfern. Apps, die auf die Bedürfnisse des seniorigen Alltags zugeschnitten sind, dürfen auf keinem Senioren-Smartphone fehlen. Beliebte Funktionen und Themen? Zeitvertreib, Steigerung der geistigen Fitness, Hobbies, Gesundheit, sowie Erleichterung oder Hilfe im Alltag als Ruheständler. Die Apps erinnern daran, Pillen zu nehmen, bieten Gehirnjogging- oder Patience-Spiele an. In Sachen praktischer Lebenshilfe gibt’s den Toiletten-Scout, oder eine Notruf-App, Online-Lebensmittel-Shopping, Fahrdienste etc. Für die Freizeitgestaltung Reise-oder Kreuzfahrt-Apps, oder Gärtner-Apps für Hobbygärtner. Oldies but Goldies unter den Apps sind Gesundheits-Apps, die App der Bahn, Skype, Sudoku oder die Apothekenumschau als Mobilversion. Und weil auch im Herbst des Lebens die Romantik nicht fehlen darf, gibt es Dating-Plattformen, die auf Senioren spezialisiert sind. Tinder für die Silver Surfer.
Zahlreiche App-Tipps für Senioren findet man online*; die Website app60.de hat sich sogar auf Senioren-Apps zum Download spezialisiert.



Artikel vom   01. Juni 2016
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