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4 tolle Augmented Reality Apps zum Einrichten

von Franziska Wischmann

Die neuen Augmented Reality Apps werden immer nützlicher. Inzwischen kann man mit ihnen Größen abmessen oder sogar Wohnzimmer- und Badeinrichtungen simulieren.

Die Gamer unter uns wissen, wie sich Augmented Reality anfühlt. Denn auf dem Spielemarkt gibt es seit langem Virtual Reality Spiele, die in Kombination mit einer VR-Brille Augmented Reality, neudeutsch erweiterte Realität, in einer völlig abstrakten Phantasiewelt erlebbar machen. So kann man auf dem Sofa sitzend in die Welt von Dinosauriern eintauchen oder gegen Aliens einer anderen Galaxie kämpfen. Das ist mitunter ganz schön atemberaubend.

Doch bisher war die Technologie, man denke an Pokémon Go, eher in dieser Spielecke zu finden. Das beginnt sich gerade zu ändern. Denn seit Apple mit der Veröffentlichung von iOS11 das Framework ARKit mitentwickelt hat, funktionieren plötzlich auch Augmented Reality-Apps auf einem völlig neuen Niveau. ARKit ist die neue Schnittstelle, quasi die Apple-Hardware, an der sich Entwickler bedienen können, um neue AR-Apps zu entwickeln – für iPhones und iPads, wobei Kamera und Display die wichtigsten Tools dafür sind. Und plötzlich werden Anwendungsbereiche interessant, die einen echten Mehrwert bieten. Wir haben uns umgeschaut.

Die Ikea App Place zeigt Modelle von Möbeln in den eigenen vier Wänden

Und schon gibt es einige Firmen, die das für ihre Umsetzung genutzt haben. Eines der ersten Unternehmen ist Ikea. Der schwedische Möbelhersteller hat in Zusammenarbeit mit Apple eine App namens Place entwickelt, die virtuelles Einrichten im echten Raum möglich macht. Der User kann sich aus dem Online-Angebot zum Beispiel Sessel, Sofa oder Tisch herunterladen und sie mit Hilfe der App in seiner Wohnung platzieren. Auf dem Display seines Smartphones kann er sehen, wie Größe, Form und Farbe des potentiellen Möbelstücks in den eigenen vier Wänden wirken würden. Kostenlos.

Mit ARmeasure Kit Zimmer und Möbel ausmessen

In die gleiche Richtung geht das ARMeasure Kit. Es ist ein virtueller Werkzeugkasten, der sieben verschiedene Messwerkzeuge ersetzt, die man nicht unbedingt immer dabei hat, wenn man sie braucht. Ist man in einem Möbelladen und möchte ein Möbelstück ausmessen, kann dies auch ganz einfach das Smartphone übernehmen. Dabei muss man nur mit der Kamera des Smartphones den Anfangspunkt der Messung definieren und bis zum Endpunkt schwenken. Tippt man nun zum zweiten Mal auf den Endpunkt, beendet die App die Messung und zeigt das Ergebnis direkt auf dem Display an. Auch räumliche Größe, Körperhöhe, Winkel und Durchmesser können mit ARMeasure Kit erfasst und detailliert ausgespielt werden. Ein Check mit Meterband und Winkelmesser zeigt, wie akkurat die Ergebnisse sind. Kostenlos, nur für iOS.

Wandfarben, Fußböden und Einrichtung wählen dank Amikasa

Mit dem Amikasa 3D Designer können Sie Ihre Räume umbauen, neue Farben und Fußböden wählen, neue Möbel hinzustellen und andere wegnehmen. Per Drag and Drop besteht die Möglichkeit, aus dem Katalog verschiedener Hersteller auszuwählen und sein perfektes Zuhause praktisch am Smartphone zu designen. Wer nicht das passende Möbelstück in der Auswahl findet, kann sogar das Serviceteam der App kontaktieren und sein gewünschtes Möbelstück hinzufügen lassen. Eine 360° Grad Kamerafahrt mit dem Smartphone gibt auch guten Input für räumliche Eindrücke. Mit der Amikasa App, übrigens in den Niederlanden entwickelt, kann man am Umgestaltungs- und Einrichtungsprozess auch Freunde teilhaben und sich beraten lassen. Kostenlos.

Villeroy und Boch macht Badplanung anfassbar

Ein neues Badezimmer gehört bekanntlich zu den teuersten Ausgaben, die man im Haus haben kann. Insbesondere wenn es sich um so hochwertige Badmöbel handelt wie die von dem bekannten Baddesigner Villeroy & Boch. Der hat deswegen eine kostenlose App auf den Markt gebracht, mit der man in seinem persönlichen Bad eine breite Range an Badmöbeln virtuell platzieren und von allen Seiten betrachten kann. Auch die Auswahl der Oberfläche, Farben und Design – alles ist individuell steuerbar und erlaubt einen realistischen Ausblick auf den künftigen Look.

Aber noch viel mehr Anwendungen sind in Arbeit, allen voran der Einzelhandel. Verschiedene Bekleidungsmarken arbeiten an virtuellen Umkleidekabinen, die per Kamera und Display ermöglichen, dass man Bekleidung oder Sonnenbrillen anprobieren kann. Und auch die Reisebranche hat Augmented Reality für sich entdeckt. So können sich Kunden virtuell in eine ferne Welt beamen und schon einmal vorab erleben, was auf sie zukommen würde, wenn sie dann vor Ort sind. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

Artikel vom   02. November 2017
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