Was macht ein Stromzähler?

Der Stromzähler gibt an, wie viel Strom in einer bestimmten Zeitspanne in einem Haushalt verbraucht wird. Genauer gesagt wird die Leistung ausgegeben, die innerhalb eines Haushalts verwendet wird. Der Verbrauch und der aktuelle Strompreis multipliziert ergeben die Abrechnungssumme, die der Kunde erhält. Der Verbrauch wird in Kilowattstunden (auch kWh) angegeben. Früher gab es noch Gleichstromzähler, die aber heutzutage nicht mehr benötigt werden, da der Wechselstrom inzwischen Standard ist.

Stromzähler lassen sich in zwei Kategorien unterteilen: Elektrische und mechanische Stromzähler.

Der gängigste mechanische Zähler ist der Ferraris-Zähler. Durch Induktion wird über den aktiven Stromkreis eines Haushaltes eine Scheibe im Zähler gedreht, die je nach Höhe des Verbrauchs ihre Geschwindigkeit anpasst. Bei mehr Verbrauch dreht sich die Scheibe schneller, bei weniger Verbrauch entsprechend langsamer. Die Drehung der Scheibe setzt ein Rollenzählwerk in Bewegung. Eine schnellere Bewegung der Scheibe bedeutet gleichzeitig ein schnelleres Arbeiten des Zählers. Der Zähler zeigt dadurch den Verbrauch in Kilowattstunden (kWh) an.

Nach dem gleichen Prinzip  funktioniert ein Doppel- und Mehrtarifstromzähler. Hier wird zwischen Hoch- und Niedertarif (Tag- und Nachtstrom). Übliches Einsatzgebiet solcher Zähler sind Nachtspeicherheizungen, die in modernen Gebäuden immer seltener verbaut werden.

Die neusten Stromzähler sind elektronisch gesteuert, teilweise auch Smart Meter genannt.

Des Weiteren gibt es eine spezielle Zählerart, die primär im Gewerbebereich zum Einsatz kommen: Der Lastgangzähler. In regelmäßigen Abständen wird der Verbrauchsstand an den Versorger übermittelt, um eine genauere Abrechung zu ermöglichen. In der Regel gibt es dadurch einen Kostenvorteil für das Gewerbe.

 

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