Reduzierung globaler C02-Emissionen
So funktioniert der MeinKlimaTarif Strom
Treibhausgase wirken weltweit und stellen ein globales Problem dar. Für den Klimaschutz ist entscheidend, dass Treibhausgase reduziert oder vermieden werden. Wo diese Vermeidung bzw. Reduzierung stattfindet, ist jedoch unerheblich. Daher kann die Menge Ihrer vor Ort verursachten Treibhausgase an anderer Stelle – zum Beispiel in Entwicklungsländern – ausgeglichen werden.
Um dies zu erreichen, kaufen wir Zertifikate aus sozio-ökologisch wertvollen Klimaprojekten und lassen sie durch unseren Partner First Climate Group stilllegen, das heißt, diese Zertifikate werden vom Markt genommen und können nicht mehr an Dritte weiterverkauft werden. So reduzieren bzw. vermeiden wir durch Investition in regenerative Energien in Deutschland, der Türkei und in Schwellenländern wie Indien und Brasilien CO2-Emissionen.
Die von uns unterstützten Klimaprojekte entsprechen internationalen Standards – zum Beispiel dem CDM Standard der Vereinten Nationen und dem VER Gold Standard des WWF – oder sind nach dem VER+ des TÜV SÜD zertifiziert.
Unterstützte Klimaschutzprojekte
- Biogasanlage in Sandbeiendorf, Sachsen-Anhalt
Biogasanlage in Sandbeiendorf, Sachsen-Anhalt – VER+ Standard
In dieser Biogasanlage wird das von Schweine- und Rindergülle gewonnene Biogas verstromt und anschließend in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Das verbleibende Substrat nutzen Landwirte und Kommunen zur Düngung von Agrar- und Grünflächen. Ohne diese Anlage würde die Gülle konventionell in offenen Lagerstätten aufbewahrt, wodurch große Mengen an Methangas unkontrolliert in die Atmosphäre entwichen.
Der Bau und die Instandhaltung der Biogasanlage Sandbeiendorf hat für neue Arbeitsplätze in der strukturschwachen Region gesorgt.
Das Projekt ist durch den TÜV SÜD in Übereinstimmung mit einem dem VER+ entsprechenden Standard für Methanvermeidungsprojekte verifiziert.
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download- Windpark in der Marmara-Region, Türkei
Windpark in der türkischen Marmara-Region – Gold Standard
Dieser im Aufbau befindliche Windpark unweit Istanbuls wird konventionell erzeugten Strom verdrängen und somit den Ausstoß von Treibhausgasen vermeiden. Emissionen anderer Luftschadstoffe wie z. B. Rußpartikel werden vermindert. Der Marmara-Windpark hat in der Türkei Pilotcharakter für den Ausbau erneuerbarer Energien, die – ohne Wasserkraft – bislang nur 0,2 % der Gesamtstromerzeugung ausmachen.
Der Bau und die Instandhaltung des Windparks schaffen neue Arbeitsplätze für die lokale Bevölkerung. Dies wiederum führt zu nachhaltigem Wirtschaftswachstum und einem verbesserten Lebensstandard in der Region.
Das Projekt ist nach den Qualitätskriterien des Gold Standards geprüft.
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download- Biomasse im Amazonasgebiet, Brasilien
Brennstoffwechsel von Regenwaldholz zu Biomasse in Brasilien – VER Standard
Um die Abholzung des „Treibhausgas-Killers“ Amazonas-Regenwald zu vermeiden, unterstützt das Projekt den Brennstoffwechsel zu Acai Samen und Sägespänen zur Befeuerung der Öfen in zwei kleinen Keramikproduktionsstätten. Darüber hinaus zeigt es den lokalen Wirtschaftsakteuren vielversprechende Alternativen zur Ausbeutung ihrer Umwelt auf.
Acai Samen sind Abfallprodukte einer in der Region konsumierten Palmfrucht. Ohne das Projekt würden die Abfälle in offenen Halden verrotten und erhebliche Methanemissionen verursachen.
Das Projekt wurde durch die Qualitätskriterien des VER validiert.
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Im Unterschied zu dem von E WIE EINFACH unterstützen Projekt wird in dem Projektbeispiel eine Keramikproduktion vorgestellt, in der Reishülsen anstatt Acai-Samen und Sägespäne verfeuert werden. Das Projekt ist eines von insgesamt vier Förderprojekten zum Brennstoffwechsel unseres Partners FirstClimate im Amazonasgebiet. Es liefert stellvertretend einen Einblick in die Projektarbeit vor Ort.
- Kleinwasserprojekt in Karnataka, Indien
Kleinwasserprojekt in Karnataka, Indien – VER und CDM Standard
Dieses Projekt umfasst die umweltverträgliche Installation von drei Wasserkraftanlagen am Auslaufbecken eines Wasserkraftwerks. Der erzeugte Strom wird in das lokale Stromnetz eingespeist.
Auf diese Weise wird ein Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der Region im Hinblick auf soziale, wirtschaftliche und umweltpolitische Gesichtspunkte geleistet, da u. a. Arbeitsplätze für die lokale Bevölkerung geschaffen werden.
Das Projekt wurde nach den Qualitätskriterien des VCS validiert. Es ist außerdem beim UNFCCC als CDM-Projektaktivität registriert.
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Internationale Standards
- Gold Standard
Unter Federführung des WWF haben Umwelt- und Entwicklungsexperten sowie Wissenschaftler den Gold Standard entwickelt. Er ist der erste unabhängige Qualitätsstandard für Treibhausgas-Minderungsprojekte im Rahmen des Kyoto-Protokolls. Projektentwicklern dient er als Instrument dafür, die Durchführung von glaubwürdigen Projekten mit tatsächlich positiven Auswirkungen auf die Umwelt und die Entwicklung eines Landes sicherzustellen. Zudem bestätigt er Gastländern und Öffentlichkeit, dass die Projekte neue und zusätzliche Investitionen in nachhaltige Energiedienstleistungen darstellen.
Der Gold Standard beruht auf einem einfachen, aber strengen Beurteilungsrahmen, der folgende Kriterien erfüllt:
- Sicherstellung der Balance zwischen hohen Umweltanforderungen und Praxistauglichkeit bei der Anwendung durch Projektentwickler, Zertifizierungsinstitutionen und örtliche Nichtregierungsinstitutionen;
- einfache Verfahrensweisen, die von den CDM-Projektbeteiligten problemlos gehandhabt werden können;
- globale Standards, die ohne Schwierigkeiten in unterschiedlichen lokalen und nationalen Zusammenhängen und über verschiedene Sektoren hinweg angewandt werden können.
- VER+
VER+ ist ein vom TÜV SÜD entwickelter Standard zur Bewertung von Projekten, die VERs generieren. Zentrale Aspekte des VER+ Standards sind:
- die Übereinstimmung mit den Anforderungen des Kyoto-Protokolls für JI-CDM-Projekte;
- die Maßgabe, dass das bewertete Projekt in einem Business-as-usual-Szenario nicht umgesetzt worden wäre;
- die große Flexibilität der Methodologien, die auf die spezifischen Kriterien der Projekte abgestimmt werden können;
- die Eintragung der Projekte in das „Blue Registry“ des TÜV Süd, das nach den Maßgaben der UNFCCC geführt wird.
- Clean Development Mechanism (CDM)
CDM Standard VERs werden entsprechend den Regeln des CDM validiert und verifiziert. CDM ist ein von den Vereinten Nationen entwickelter Mechanismus im Rahmen des Kyoto-Protokolls. Dabei soll Klimaschutz möglichst effizient betrieben werden. In Entwicklungs- und Schwellenländern ist der gleiche Klimaschutzeffekt (zum Beispiel Emissionsvermeidung) zu geringeren Kosten erzielbar als in Industrieländern. CDM zielt dabei auf eine Entwicklungszusammenarbeit zwischen Industrieländern einerseits und Entwicklungs- und Schwellenländern andererseits.
Hier finden Sie die wichtigsten Begriffe in einem Glossar als PDF.
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